Donnerstag, 21. Februar 2019

LGS Verkehrskonzept im Gemeinderat

Das spannendste Thema war das Verkehrskonzept während der LGS. Der Gemeinderat hatte lange um Informationen nachgefragt, am Mittwoch nun bekam man sie. 

Die Planung hat es in sich. Da die zentralen Parkflächen - entgegen der bisherigen Planung im bereich Härlen - nun auf dem Kramerareal im Osten eingerichtet werden sollen, ist ein unendlicher Strom von Autos, Bussen, Busshuttles quer durch die Altstadt zu erwarten. Zusätzlich zu dem ohnehin hohen Verkehrsaufkommen im Sommer. Einige Eckpunkte des Konzeptes:
  • Die Bahnhofstraße wird zur Einbahnstraße Richtung Osten, die Fußwege werden verbreitert. (Hotel- und Parkhauszufahrt nur von Westen?)
  • Das Aufkircher Tor wird gesperrt, eine Zufahrt in die Altstadt wird nicht möglich sein.
  • Am Parkhaus Stadtmitte/ZOB wird die Wiestorstraße gesperrt Richtung Franziskanertor.
  • Das neue Parkleitsystem wird nicht angepasst, es müssen Schilder genügen
  • Knapp 800.000 Besuche werden erwartet im Bürgerpark, Menzinger Gärten, Rosenobelschanze. Bis zu 10.000 an Spitzentagen
  • Man rechnet mit täglich Minimum 768 PKW, an Spitzentagen 1500 PKW und mehr
  • Durchschnittlich 30 Busse laden die Gäste am ZOB aus, die Busse parken dann in der Nußdorfer Straße auf dem Gelände der früheren Straßenmeisterei.
  • PKW Parkplatz wird das Kramerareal, ergänzt an Spitzentagen durch die Diehl Parkplätze. Vorn dort fahren Shuttlebusse im 10 Minuten Takt zum LGS Gelände, über die Nußdorfer Straße, Auerbuckel, Ulrichstraße, ZOB.
  • Anlieferungen an Geschäfte der Innenstadt sollten bis 9 Uhr vormittags erledigt sein.
  • Anwohner der Innenstadt und Berechtigte erhalten Bewilligungen in noch unbekannter Form. 
  • Der geplante Großparkplatz im Härlen, deutlich näher am LGS Gelände, kann wegen einer ablehnenden Mitteilung des Salem College nicht verwirklicht werden. (Schade, das war seit zwei Jahren Thema der Planung!!)
  • Umfassende Baustellen an der DB Südbahn Ulm-Friedrichshafen und auch auf der Strecke der Gäubahn Stuttgart-Singen werden zumindest zeitweise umfassende Schienenersatzverkehre notwendig machen.
  • Motorradfahrer und Fahrräder sollen an der alten Bahnhofstraße parken und dann Richtung Osten durch die Innenstadt abfahren! 
Die LGS GmbH und die Stadtverwaltung wollten die Zustimmung des Rates, auf dieser Basis weiterzuplanen. Sichtlich unangenehm war es ür OB Zeitler, als ein Antrag gestellt wurde: Der Verkehrsausschuss und der Gemeinderat seien in die weitere Planung einzubinden. Seine ablehnende Haltung half nicht. Künftig muss der Gemeinderat eingebunden werden. Bravo, eine richtige und gute Forderung und Entscheidung! Denn bei dieser Planung muss noch einiges überdacht werden.

Nicht ganz ohne Sorge war ein Bürger auf der Gästebank: "Das beste wird sein, ich wandere 2020 für 179 Tage aus!"

In der Gemeinderatssitzung würde eine sehr informative Präsentation der LGS GmbH gezeigt. Dabei war auch ein Streckenführungsplan. Wir haben versucht, diese Präsentation und den Plan zu erhalten, leider kam auf unsere zweifache Anfrage an die Pressestelle der Stadt bisher keine Antwort. 
Ergänzung: Die Überlassung der Präsentation wurde abgelehnt.

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