Sonntag, 29. April 2018

Eloas Lachenmayr grüßt aus Irland

"Unser" Überlinger Barde Eloas Lachenmayr hat seinen Wohnsitz nach Irland verlegt, wo wohl seine Art frei und ungezwungen zu leben rechtlich weniger "anstößig" ist, als hier im streng reglementierten Deutschland.
Er hat von den drei Kastanien am Landungsplatz erfahren und schreibt uns:

...
unfassbar das alles.
Ich lebe ja nun in Irland und kann von der Ferne feststellen, dass die Deutschen wohl langsam den Verstand verloren haben hinsichtlich eines gesunden Heimatgefühls, einer Heimat, die es auch zu schützen gilt. Alle Nachbarländer die ich in den letzten Jahren besuchen durfte haben das gut drauf, nur Deutschland scheint irgendwie gerade Selbstmord-Gedanken zu haben.

Hier die Uraufführung vom „Lied der Bäume“ im Überlinger Stadtgarten 2008 mit den Neuen Barden.
ARTE hat das ganze mit 5 Kameras gefilmt und uns nun zur Verfügung gestellt.
Du hast es zur freien Verfügung und kannst es auch auf Deiner Seite verlinken.
Wir haben das „Fest der Bäume“ von 2005-2011 jährlich im Stadtgarten Überlingen veranstaltet, bis man uns mit denselben Methoden, wie man Bäume in Überlingen los wird beseitigt hat „Ba(r)den verboten" !!!   
Viele Grüße Jens Eloas Lachenmayr (ehemaliger Stadtbarde der ehemals freien Reichsstadt zu Überlingen)
 
Das erwähnte Video ist hier zu finden
 
Herzliche Grüße nach Irland, du fehlst uns hier in Überlingen!

Samstag, 28. April 2018

Wo liegen die Leitungen?

Das Hauptargument der Verwaltung für die angeblich notwendige Fällung der drei Kastanien am Landungsplatz sollen die Leitungen sein, die in unmittelbarer Wurzelnähe der Bäume verlaufen. Um diese Angabe zu prüfen, haben wir eine email an den zuständigen Baubürgermeister, Herrn Längin geschrieben:
Sehr geehrter Herr Längin,

ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Plan über den jetzigen Verlauf der Leitungen auf dem Landungsplatz zur Verfügung stellen. Insbesondere möchte ich den Verlauf der Leitungen sehen, die nach Angaben im GR unmittelbar unter den drei Kastanien laufen. Dankbar wäre ich auch für einen Plan, der die Position der Neuverlegungen zeigt.

Sehen Sie realistisch vielleicht eine Chance, die Bestandsbäume an den neuen Standort zu versetzen? 
Wo exakt soll der neue Standort sein? Das scheint ja nicht die Position der drei Bäume zu sein, wie sie in dem Plan vom 13.9.2016  zur Bürgerbeteiligung gezeigt wurde.

Können Sie, bzw. Herr Geiger,  berechnen, was ein Verlegen der Leitungen (die ja ohnehin erneuert werden sollen) weg von den Bestandsbäumen kosten wird im Vergleich zu drei neuen Kastanien, die in der Größe etwa dem Bestand entsprechen? Dazu muss natürlich dann noch Transport und das eigentliche Pflanzen addiert werden.
Da die alten Leitungen nach der Neuverlegung theoretisch abgeschnitten werden könnten – was in einem Beitrag im GR angesprochen wurde- stellt sich tatsächlich die Frage, was teurer ist.

Gerne hätte ich auch noch einige Informationen über den Zeitablauf: Wann werden die Ersatzbäume gesetzt, wann der Bestand gefällt? Zugesagt war im GR ein zeitnahes Pflanzen der Ersatzbäume nach der Fällung. Was heißt zeitnah?
Wir unterstützen übrigens voll den Antrag von Herrn Biniossek, dass die Fällung erst nach der Neupflanzung erfolgt. Das würden wir als vertrauensbildende Maßnahme der Stadt sehen. Nach den Erfahrungen mit der Platanenallee (die  laut Herrn Geiger im SK Interview doch gesund und nur „politisch krank“ waren) werden Sie verstehen, dass ein gesundes Misstrauen berechtigt ist.

Jetzt warten wir mal auf die Pläne, sofern sie kommen. Wenn nicht, könnte dies natürlich ein Hinweis sein, dass das Argument "Leitungen unter den Bäumen" vielleicht doch nicht so zwingend ist. Sollte sich herausstellen, dass dies nur ein Vorwand für eine beabsichtigte Vergrößerung der Veranstaltungsfläche für Eisbahn und Co. ist, wird die BÜB nicht zögern, unverzüglich weitere Schritte einzuleiten. Das kann eine Petition an den Landtag, aber auch ein Bürgerbegehren sein.

Vollkommen unverständlich erscheint uns eine Aussage von Stadtrat Sorms, der die drei Bäume als "in einem jämmerlichen Zustand" beschrieb.
Liebe Überlinger: Macht am Wochende mal einen Spaziergang zu den drei Bäumen, kauft ein leckeres Eis, setzt euch auf die Rundbank unter den Bäumen und schaut euch den "jämmerlichen Zustand" an.

Donnerstag, 26. April 2018

Die Kastanien müssen weg, aber jetzt mit Ersatzpflanzungen

Am Mittwoch wurde vom Gemeinderat beschlossen, dass die Kastanien weg müssen, weil direkt darunter zu erneuernde Versorgungsleitungen liegen. Es sollen hochwertige Ersatzpflanzungen etwas weiter nördlich erfolgen.

Die BÜB hat mit ihrem öffentlichen Protest zwar nicht den Erhalt der drei Bäume erreichen können, aber zumindest eine Ersatzpflanzung.

Dazu hat die BÜB eine Stellungnahme geschrieben:

Die BÜB nimmt erfreut zur Kenntnis, dass nun statt einer bisher geplanten ersatzlosen Fällung der drei Kastanienbäume am Landungsplatz  jetzt hochwertiger, nach Möglichkeit sogar gleichwertiger Ersatz gepflanzt werden soll. Nur auf Grund des starken öffentlichen Druckes der BÜB gegen die geplante Fällung konnte nun zumindest erreicht werden, dass wieder drei Rosskastanien als Ersatz gepflanzt werden,  nur unwesentlich entfernt vom Standort der bestehenden Bäume. Sie werden etwas weiter nördlich stehen und hoffentlich weiterhin einen attraktiven Sichtschutz Richtung Norden bilden. Zwei der Bestandsbäume sind aktuell mit einer beschatteten umlaufenden Sitzbank versehen. Die BÜB fordert die Stadt auf, auch für diese Bänke einen vollwertigen Ersatz zu schaffen. 

Die nun erstmals öffentlich genannten Gründe für die geplante Fällung – vorausgesetzt, dass sie zutreffend sind - lassen die Notwendigkeit zum Entfernen in einem neuen Licht erscheinen. Sofern unmittelbar unter den Bäumen tatsächlich zwingend zu erneuernde Versorgungsleitungen liegen, wäre die Notwendigkeit nachvollziehbar. Ein dies belegenden Leitungsplan wurde bisher allerdings nicht veröffentlicht. Eine Fällung nur mit dem Ziel, eine für kommerzielle Veranstaltungen größere Veranstaltungsfläche als bisher zu bekommen, wäre von der BÜB konsequent abgelehnt worden.

Als sehr wichtig sieht die BÜB es an, dass laut Zusage die „größtmöglichen Bäume“ als Ersatz gepflanzt werden, die erhältlich sind. Darauf und auch auf die Zusagen, dass die Neupflanzungen unmittelbar Zug um Zug nach der Fällung der bestehenden Bäume erfolgen soll, legt die BÜB großen Wert und wird die Einhaltung prüfen.
Wir würden es allerdings begrüßen, wenn die Bestandsbäume erst nach der erfolgten Neupflanzung entfernt würden. Leider wurde ein entsprechender Antrag abgelehnt.

Laut Planung ist vorgesehen, auch die drei kleineren Bäume vor der Touristinformation ersatzlos zu entfernen. Die BÜB bittet die Verwaltung zu prüfen, ob dies im Zuge der Neugestaltung des nördlichen Bereiches tatsächlich notwendig ist.
Die BÜB kritisiert, dass die ursprüngliche Planung und Beschlussvorlage der Verwaltung nicht mit den erzielten Ergebnissen der Bürgerforen im Jahr 2016 übereinstimmte. Die engagierten Bürger sollten erwarten können, dass die in drei Bürgerforen gefundenen Vereinbarungen auch eingehalten und nicht, wie im aktuellen Fall, missachtet werden.

Mittwoch, 25. April 2018

Presseerklärung, Schreiben an die Gemeinderäte und OB Zeitler


Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,
sehr geehrter Herr OB Zeitler,

ich möchte Ihnen unten angehängt die Pressemitteilung zur Kenntnis geben, die der Südkurier erhalten, aber wohl versehentlich nicht vor der heutigen GR Sitzung veröffentlicht hat.
Ein Beschluss zur Fällung der drei Kastanien, entgegen allen Zusagen und Versprechen im Rahmen der umfangreichen Bürgerbeteiligung, wird die BÜB nicht ohne Reaktion hinnehmen.
Es macht herzlich wenig Sinn, mit den Bürgern Lösungen in einem Konflikt zu erarbeiten, wenn diese dann ohne jedes Gespräch oder Informationen hinweg gewischt werden.

Die BÜB wird gegen einen Fällbeschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ankämpfen. Auch dann, wenn vage eine Ersatzpflanzung an unbekannter Stelle, in unbekannter Qualität und  zu unbekannter Zeit versprochen wird.
Da der nördliche Landungsplatz kurz- bis mittelfristig sicherlich nicht umgestaltet wird, ist das keine Alternative. Wir werden auch keine „politische Krankheit“ der Bäume akzeptieren.

Wir hoffen auf Ihre Einsicht, dass man so mit engagierten Bürgern nicht umgehen darf, das haben sie nicht verdient.
Mit freundlichen  Grüßen

Dirk Diestel
Sprecher der



Zum Thema drei Kastanien Landungsplatz
Pressemitteilung

Am kommenden Mittwoch soll der Gemeinderat über die Pläne zur Umgestaltung des Landungsplatzes für die Landesgartenschau beschließen, in denen jetzt auch das Fällen von drei etwa 50 Jahre alten Kastanien vorgesehen ist. Diese stehen in Höhe des Kinoeingangs in Reihe Richtung Lenkbrunnen.
Die BÜB spricht sich entschieden gegen das Fällen dieser platzprägenden Bäume aus.

Bereits 2016 , während der „denkwürdigen“ Bürgerversammlung in Nußdorf und den folgenden zwei Bürgerforen im Kursaal, waren es eindeutige Zusagen der Architektin Frau Mommsen, der LGS GmbH und der Stadtverwaltung, dass diese Bäume erhalten werden. So wie die meisten der anderen 49 Promenadenbäume, die ursprünglich zu Gunsten der Vision einer urbanen Stadt „wie eine italienische Piazza in Venedig oder Siena“ entfernt werden sollten. In den damals veröffentlichten Plänen und auch im nachfolgenden HalloÜ Bericht sind diese drei Bäume mit Erhalt gekennzeichnet. Das Ergebnis der Bürgerforen war ein breiter Konsens über Wünsche und Notwendigkeiten.

Mit ihrem Vorhaben brechen  die Stadtverwaltung und die LGS GmbH diese Vereinbarung mit den Überlinger Bürgern, ohne diese im Vorfeld der Entscheidung auch nur ansatzweise zu informieren. Dieses Verhalten führt die Bürgerbeteiligung und ihre Ergebnisse ad absurdum. Die Bürger verlieren die Lust, sich überhaupt zu beteiligen , wenn Vereinbarungen ohnehin nicht eingehalten werden. Die wiederholten Versprechen der Verwaltung und des Gemeinderates auf mehr Bürgernähe und -beteiligung verlieren ihre Glaubwürdigkeit.

Abzulehnen sind die Fällungen aber auch aus der Begründung heraus, die von der Verwaltung angeführt wird. Die Bäume sollen einer möglichst großen freien Veranstaltungsfläche weichen. Man fragt sich, welcher Art diese Veranstaltungen sein können: Für die Eisbahn hat es (bisher) immer gereicht, auch die Festzelte zu besonderen Ereignissen (Narrentreffen) fanden  immer genügend Platz. Das Fällen der Bäume nur aus kommerziellen Interessen ist – ebenso die denkbare Absicht, auf diesem Weg doch noch den urbanen Platz im Sinne der Mommsen`schen Planung zu gestalten – strikt abzulehnen. 

Als Ausgleich der Fällung schlägt die Verwaltung vage eine Ersatzpflanzung im nördlichen Bereich des Landungsplatzes vor. Da die Realisierung des dortigen zweiten Bauabschnittes  aber vermutlich aus Geld- und Zeitmangel auf unbestimmte Zeit verschoben wird, ist mit einer kurzfristigen Ersatzpflanzung kaum zu rechnen. Zumal dann nur kleine Baumschulbäume gesetzt werden, die wieder 50 Jahre benötigen, bis sie die Größe der vorhandenen Bäume erreichen. Zwei der jetzt betroffenen Bäume sind mit einer umlaufenden Sitzbank versehen, die sehr gerne von wartenden Busgästen oder Passanten genutzt werden, um dort im Schatten zu verweilen und ein Eis zu genießen.

Die BÜB erklärt ausdrücklich, dass sie einen Fällbeschluss des Gemeinderates gegen die mit den Bürgern getroffenen  Vereinbarungen nicht untätig hinnehmen wird.

Freitag, 20. April 2018

Gebrochene Zusagen, drei Kastanien sollen fallen

Was hatte man 2016 nicht alles versprochen, nachdem 300 Bürger in Nußdorf den Aufstand wagten, um gegen die geplante Fällung nahezu sämtlicher Bäume an der Promenade und den geplanten Abriss der Baresel Plattform zu protestieren.
Im Südkurier wurde vorher der legendäre "Rote Punkte Plan" veröffentlicht, jeder der 49 Punkte stand für einen Baum, der gefällt werden sollte:

"Ich habe verstanden", sagte dann Architektin Frau Mommsen. "Wir haben verstanden", sagten auch die damalige OB Frau Becker und der noch immer amtierende Baubürgermeister Längin. In zwei weiteren stark besuchten Bürgerversammlungen im Kursaal wurden dann Pläne gezeigt und Versprechungen gemacht. Siehe im HalloÜ Ausgabe 38/2018, Seite 4+5  Schauen wir uns mal den Plan an, der den Bürgern am 13.9.2016 für die Promenade gezeigt wurde mit dem Versprechen, dass fast alle Bäume erhalten bleiben:
Bitte beachten Sie die roten Pfeile: Der rechts zeigt auf 5 Bäume, die erhalten bleiben sollten. Heute fehlen zwei davon. Angeblich, weil der Platz für die Feuerwehr zu eng war. Aber seltsam, genau dort, wo am meisten Platz ist, fehlen sie.

Aktuell aber ganz wichtig ist der linke rote Pfeil. Der zeigt auf drei wunderbare große Kastanien, die zu Recht erhalten bleiben sollten. Hier im Detail:

Aber in der letzten Gemeinderatssitzung wurde plötzlich ein Plan gezeigt, auf dem diese drei Bäume fehlen. Angeblich, weil sie weg müssen, um die Freifläche (gelber Rahmen) für Veranstaltungen so groß wie möglich zu bekommen:
Drei rote X bezeichnen die drei wunderbaren Kastanien, die weg sollen. Für Veranstaltungsfläche.
Was für eine Veranstaltung soll das denn sein? Die Eisbahn kann es doch wohl nicht sein, die hatte in den letzten Jahren immer genug Platz. Für ein großes Zelt (zum Narrentag) langte der Platz bisher auch immer.
Soll hier jetzt plötzlich doch noch der große baumfreie Platz geschaffen werden, von dem die Architektin wohl noch immer träumt? "So wie der Marcusplatz in Venedig oder der Platz in Siena", das war ja ihre hochfliegende Wunschvorstellung!
Liebe Gemeinderäte, Verwaltung, Planer: Wenn das am kommenden Mittwoch so beschlossen wird, sehen wir das als Kampfansage an. Wie kann man die Versprechen, die man den Bürgern vor zwei Jahren gegeben hat, so rücksichtslos und skrupellos brechen? Wir wissen sehr gut, wie man ein Bürgerbegehren gegen einen Gemeinderatsbeschluss initiiert!
Damit Sie sehen, um welche Bäume es geht, hier ganz aktuelle Fotos:
Die drei Bäume rechts sollen nach dem Willen der Stadtverwaltung weg!
Werden so die Versprechen gebrochen, klammheimlich ohne die Bürger zu informieren?
Kämpfen Sie mit der BÜB für den Erhalt dieser drei Bäume, die sinnlos geopfert werden sollen!


Dienstag, 13. März 2018

Das war es dann

Der so schön geplante Höhensteg im Ochsengraben, der die Besucher in luftiger Höhe zum St.Johann Turm führen sollte, ist also vermutlich auch gefloppt. Dabei war das doch schon lange abzusehen oder sogar bekannt: Hier auf BÜB.info berichteten wir bereits am 6.März 2017 , dass damit wohl nichts wird.

Jetzt berichtet der SÜDKURIER, dass sowohl mit den Eigentümern, als auch mit dem Denkmalamt bisher keine Einigung erzielt werden kann.
Damit ist das dritte "Highlight" der Mommsenplanung gestorben: Erst das DB Stellwerk, dass Frau Mommsen zum LGS Café machen wollte, dabei nur nicht fragte, ob die DB es eventuell noch benötigt. Dann die so tolle Badeplattform vor dem ehemaligen Campingplatzgelände, die schlicht so nicht genehmigungsfähig ist.

Freitag, 9. März 2018

Uns fehlen zwei Bäume!!!

Noch in der Gemeinderatssitzung am 5.4.2017 wurde den Räten und der Bevölkerung ein Plan für die Promenadengestaltung gezeigt, der im mittleren Bereich des östlichen Bauabschnitts 5 (in Worten; Fünf) neue Bäume zeigt. Dieser Plan war auch Ergebnis der erfreulich umfangreichen Bürgerbeteiligung zu diesem Thema. Und jetzt fehlen auf der Promenade in diesem Bereich zwei der geplanten fünf Bäume. Man findet nur drei Pflanzlöcher.
Hier sind noch fünf neue Bäume zu sehen, die als Ersatzpflanzung für gefällte Bäume geplant waren

Gerüchteweise hört man, dass nach einer Begehung durch die Feuerwehr diese zwei Bäume "weichen" müssen, um eine unbehinderte Zufahrt auch der großen Drehleiter zu ermöglichen.
(Frage: Wie ging das denn früher??)

Das mag ja notwendig sein, darüber braucht man nicht zu reden. Sicherheit geht vor.

Aber:
  • Warum werden die Bürger über diese Änderung der vereinbarten Planung nicht informiert? 
  • Warum passiert das wieder klammheimlich in der Hoffnung, dass es die Bürger schon nicht merken werden? 
  • Warum gibt es Bürgerbeteiligungen, wenn man sich doch nicht daran hält? 
  • Wurde denn wenigstens der Gemeinderat informiert, der diese Planung so beschlossen hatte? Wahrscheinlich eher nicht. Wenn doch: Warum spricht kein GR darüber? Oder ist es wieder mal eine nichtöffentliche Entscheidung des geheimen Aufsichtsrates der LGS?
Edit:
Nach der vorläufigen Freigabe des östlichen Promenade berichtete der SÜDKURIER auch über eine Information von Herr Geiger, Leiter des städtischen GRünamtes.
Da heißt es allerdings, dass statt "vier Bäumen nur drei gepflanzt" würden. Es waren aber fünf geplant. Und es bleibt trotzdem die Frage, warum über diese Änderung erst bei der vorläufigen Freigabe der Promenade bereichtet wurde. Die Bürger haben ein Recht auf frühzeitige Information aus erster Hand!

Dienstag, 27. Februar 2018

Das neue Pflaster an der Promenade, oweh!


      Vor wenigen Tagen wurde der östliche Bereich der Promenade teilweise für die Fußgänger wieder freigegeben. Hunderte strömten hin und - waren mehr oder weniger entsetzt.



Für einen 1,3 Millionenbetrag wurde der Belag
erneuert, aber so etwas hatte man nun doch nicht erwartet.

Dabei hatte man den Bürgern doch extra einen Musterbereich beim Haus des Gastes (LGS Geschäftsstelle) gezeigt. Schön eben, absolut barrierefrei, mit engen Fugen, die keinem hohen Absatz von Damenschuhen gefährlich werden können.

Und jetzt? Abgeplatzte Ecken, ungleichmäßige Fugen von schmal bis sehr breit, Anschlußsteine grob behauen statt geschnitten, hochstehende Kanten und das ganze Bild ohne "Linie". Wie sollte es mal aussehen laut den LGS Planern? So wie in der Spitalgasse sollte es werden-davon ist das Ergebnis aber sehr weit entfernt.

Herr Betten vom Verein Bürgersinn e.V. hat das ganze mal aus seiner fachmännischen Sicht fotografiert, die Bilder sagen mehr als Worte. Und er stellt Fragen:

+ Warum gibt es Bereiche mit press verlegten Steinen, wo kein Brechsand mehr eingeschlämmt werden kann und dann wieder überbreite Fugen. Ein nochmaliges Einschlämmen der noch oder wieder offenen Fugen ist anzunehmen.

+ Der Übergang zu den Granitplatten ist unterschiedlich hoch und nicht ebenflächig.

+ Warum wird der Übergang von der Fläche zu geraden Linien mit gebrochenen, nicht geschnittenen, Steinen hergestellt (Bsp. Parkplatztrennlinie bei der Wasserschutzpolizei).


+ Das Fugenbild der Einzeiler als Abgrenzung zu den Grundstücken ist nicht immer gut gelungen.


+ Man hat den Eindruck, dass in manchen Bereichen ein hoher Anteil an 2. Wahl Steinen (Bruchflächen u. Kanten) verarbeitet wurde.

+ Warum sind an zahlreichen Steinen Ecken und Kanten abgebrochen? 
 
+ Gab es eine Probefläche zu Beginn der Pflasterungen, an der sich die verschiedenen Pflasterkolonnen der Firma immer wieder orientieren konnten?


Herr Betten schreibt in einem Brief an die Stadt, an die Fraktionen und an die dafür Verantwortlichen der LGS GmbH: "Da nun noch weitere große Flächen zur Pflasterung anstehen, sollte geprüft werden, ob die vorhandenen Ausschreibungsunterlagen eine qualitativ höherwertige Leistung ermöglichen, um den versprochenen Standard der Spitalgassen- Ausführung den Bürgern auch zu liefern."


Die BÜB meint: Herr Betten und der Bürgersinn haben nicht nur absolut Recht. Im Gegenteil, er drückt seine Kritik viel zu freundlich aus. Das ganze ist eine unglaubliche Schlamperei. Man könnte meinen, hier wird versucht, der Stadt mit einer "Leistung" von un- oder angelernten Arbeitern etwas qualitativ vollkommen Mangelhaftes unterzujubeln. Wenn der Landungsplatz ähnlich mangelhaft wird, hätten wir besser den alten Zustand behalten.


Auch die BÜB stellt Fragen:
Wer hatte hier die Bauaufsicht, warum stellte man diese Mängel nicht schon schon während der Arbeiten  fest? Warum hat man im Bereich Fauler Pelz die alten Platten belassen und nicht bis an die Hauskante erneuert?

Wie kann man so etwas zufrieden der Bevölkerung vorstellen, siehe Südkurier am 14.2.2018 ?


Ergänzung:
In der Gemeinderatssitzung am 28.2. wurden die Mängel angesprochen. Die Verwaltung sagte genaue Prüfung und Beseitigung der Mängel zu. Laut DIN Norm müssen die Pflastersteine mit maximal 8-15mm Fugenbreite verlegt werden, angestrebt ist ein besserer Wert.
















Montag, 26. Februar 2018

Ein Übungsobjekt für die Feuerwehr?

Wir berichteten über die "seltsame Baumfällung" in der Mühlenstraße. Heute nun berichtet der Südkurier darüber, inclusive einem Kommentar. Dem man sich nur anschließen kann. Insbesondere deshalb, weil jeder Handgriff und jedes Gerät der Feuerwehr -abgesehen von echten Noteinsätzen - jedem anderen Bürger teuer in Rechnung gestellt wird.




Sonntag, 25. Februar 2018

Der reale Irrsinn

In Überlingen dröhnen in diesen Tagen überall die Motorsägen, damit noch kurz vor dem Stichtag 28.2. tabula rasa gemacht wird. Wir erinnern uns: Letztes Jahr am Rosenmontag, am letztmöglichen Tag, fielen die Platanen der denkmalgeschützten Baumallee. Der reale Irrsinn ist mittlerweile erkennbar. Der Landesgartenschlauch nimmt triste Gestalt an.

In diesem Jahr sind es massive Baumfällungen, die für den realen Irrsinn sorgen.  Doch nicht nur Überlingen treibt diesen Irrsinn auf die Spitze, andere können es auch sehr gut. Da gibt es doch in Nordbayern Menschen, die zum Anlegen von geschützten Gräsern ein lange gewachsenes Biotop abholzen. Begründung: "Aus naturschutzfachlicher Sicht wird der geschützte Lebensraum aufgewertet". Ja, das kennen wir doch! So ähnlich war die Begründung auch in Überlingen. Unfassbar:

Freitag, 23. Februar 2018

Und schon wieder ein alter Baum weg!

Aufregung heute gegen 14 Uhr in der Mühlenstraße, genau gegenüber der Post. Passanten bleiben stehen, schauen, schimpfen. "Schon wieder ein alter Baum weg! Warum denn das schon wieder?"
Von der Feuerwehr(!) steht ein Transporter da, oben im Baum Feuerwehrleute mit der Kettensäge. Und dann hebt der Kran der Supermarktbaustelle den halben Baum ab, legt ihn auf der Straße ab. Die andere Hälfte folgt bald. Geschätzt 25 Meter war der hoch.
Die uninformierten Zuschauer fragen sich, warum dieser Baum sterben muss. Der Südkurier Redakteur  ist vor Ort, fotografiert. Auch dort weiß man nichts über die Hintergründe, warum gerade die Feuerwehr hier aktiv wird.

Warum schafft es die Stadtverwaltung nicht, die Bürger rechtzeitig über die Notwendigkeiten zu informieren, wenn solche Baumriesen gefällt werden sollen (müssen?). Wegen ein paar unscheinbaren Ahornbäumen am Schättlisberg wird eine Presseinformation geschrieben, auch im HalloÜ veröffentlicht. Aber wenn es um bedeutende Bäume geht, die das Stadtbild prägen, dann herrscht Schweigen.  Warten wir mal den Bericht des Südkurier ab, das wird spannend.



Mittwoch, 21. Februar 2018

Petition gegen das geplante Parkhaus Therme

Liebe Freunde, gegen das geplante Parkhaus Therme wurde von privater Seite heute eine online Petition gestartet. Zwar wird es kaum noch möglich sein, dieses Projekt zu stoppen, aber zumindest kann man dem Gemeinderat und OB Herrn Zeitler zeigen, dass zumindest teilweise die Bevölkerung wieder einmal nicht mit dem einverstanden ist, was beschlossen wurde.
Im Gemeinderat wurde von allen Stadträten gesagt, dass dieses Parkhaus eigentlich nicht optimal sei, man habe Bauchschmerzen, es sei viel zu teuer und am falschen Platz. Man müsse sich schon jetzt Gedanken über eine Erweiterung machen. Und trotzdem haben alle (bis auf Roland Biniossek) dafür gestimmt. Was ist das für eine Logik? Sagen Sie dem Stadtrat, was von diesem Beschluss zu halten ist.
Link zur online Petition
Link zum Südkurier Artikel über den GR Beschluss
Link zum Südkurier Artikel: Keine Alternative

Mittwoch, 31. Januar 2018

Eisbahn am Chantilly-Platz?

Der Südkurier berichtet über Pläne, wegen Umbaumaßnahmen am Landungsplatz die privatwirtschaftlich betriebene Eisbahn im kommenden Winter auf dem Chantilly-Platz am Mantelhafen zu installieren. Der notwendige Vertrag soll bereits unterschrieben sein, die Kosten trägt die Stadt und damit der Steuerzahler.

Als die Architektin Frau Mommsen den Wettbewerb für die Umgestaltung der Stadt zur LGS gewann, waren in ihren ersten Plänen die vier großen Kastanien entfernt. Ebenso, wie die Promenade baumlos und der Abriss der Baresel-Plattform geplant war. Zum Glück konnten diese Absichten gestoppt werden, sowohl die vier Kastanien, als auch Promenadenbäume und Baresel-Plattform wurden von den Überlinger Bürgern gerettet.

Und nun soll dort die Eisbahn hinkommen. Dafür muss das Gelände eingeebnet und von allen störenden Bebauungen befreit werden. Die Gefahr, dass dadurch die Wurzeln der 100jährigen Kastanien geschädigt und damit die ganzen Bäume gefährdet werden, ist immens.

Hände weg vom Chantilly-Platz und von den Kastanien!
Man will es nicht unterstellen, dass hier möglicherweise die Realisierung der alten Mommsenpläne durch die Hintertür versucht wird. Aber die Gefahr besteht, dass die Bäume so schwer geschädigt werden, dass sie dann "leider..." gefällt werden müssen. Dass die Stadt mit angeblich bereits kranken Bäumen argumentiert, um so einfacher deren Fällung durchsetzen zu können, ist ja seit kurzem kein Geheimnis mehr.

Sonntag, 28. Januar 2018

Man liest es und kann nur staunen


OOPS, die Platanen waren ja gar nicht krank!
Da äußert sich am 23.1. in einem Südkurier Interview der Chef des Grünflächenamtes, Rolf Geiger, zu den nun vor fast einem Jahr gefällten Platanen der denkmalgeschützten Allee. Unter der Überschrift „Die Bäume passen nun in einen Leitz-Ordner“ berichtet Geiger über die Dokumentation der Alleebäume, die auf Verlangen des Denkmalamtes vor dem Fällen erstellt werden musste. Einige Zitate aus dem Südkurier Artikel:
  • „weil er sich selbst als Baumschützer sieht, sei es ihm sehr schwer gefallen, sich für die Fällung einzusetzen. Aber wenn es höheren Zielen dient, habe er sich als Bediensteter der Stadt für diese Ziele einzusetzen.“
  • „Mehr als 90% der Platanen wurden mit erhaltenswert beurteilt, der zweithöchste Wert der vierstufigen Skala.“
  • „Es war von Anfang an klar, dass die Bäume nicht aus gesundheitlichen Gründen gefällt werden. Die Entscheidung war eine politische!“
  • „Von Seiten der Stadt und der LGS GmbH wurde teilweise auch mit dem geschwächten Zustand der Bäume argumentiert“
  • „Es wurde leider auch mit viel Emotionen argumentiert, unter anderem wurden falsche Zahlen zum Alter genannt. Da haben wir reagieren müssen!“
  • „So findet sich in der Dokumentation auch die Bewertung des Denkmalamts wieder, die der Anlage einen "dokumentarischen Wert" bescheinigte – "insbesondere für die stadtgestalterischen Maßnahmen um 1900 und für die Entwicklung Überlingens als Fremdenverkehrs- und Erholungsort"
  • „Zwar sei die LGS "eine unheimliche Herausforderung und spannend", dass sie aber so viel Energie koste, habe er im Vorfeld nicht erwartet. Insbesondere die Diskussion mit den LGS-Planern koste Kraft. Zwar sei die Zusammenarbeit generell gut, doch nicht immer verfolgten LGS GmbH und das Grünflächenamt dieselben Ziele. "Planer denken nur in ihrem Projekt."
  • „...die Tausenden Weidensetzlinge, die zur Stabilität zwischen den Granitblöcken im Uferbereich gepflanzt werden. Spätestens alle zwei Jahre sollten diese geschnitten werden, sollen künftig doch keine ausgewachsenen Bäume den Blick auf den See versperren. Das Problem: Der Aufwand dafür ist immens.“
Was soll man dazu noch sagen?
Herr Geiger bestätigt also ganz klar, dass er im Auftrag der Verwaltung „zielorientierte Wahrheiten“ verbreiten musste, dass die Bäume alle ohnehin krank seien. (Das von der BÜB von einem anerkannten Sachverständigen beauftragte Gutachten hatte sowohl den hervorragenden Zustand als auch das maximale Alter der Bäume genannt). Er bestätigt, dass die Platanenallee einen bedeutenden historischen Wert gehabt habe, dass die zukünftige Pflege des neuen Uferparks ihm und seinen Mitarbeitern extreme Pflegeaufwendungen verursachen wird. Alles Argumente der BÜB zum Erhalt der Allee und der Sandstein Trockenmauer, für die etwa 3500 Überlinger Bürger sich mit ihrer Unterschrift eingesetzt hatten. Aber gegen „alternative Wahrheiten“ der Verwaltungsspitzen, denen sogar die Gemeinderäte Glauben schenkten, hatten Allee und Mauer keine Chance.

Welch ein Hohn,
dass nun ausgerechnet die letzte einsame Trauerweide im Uferpark den 2018 Jahresbutton der LGS ziert. „Der shooting star“ des Uferparks sei sie, schreibt die LGS GmbH. „Seit 60 Jahren dort verwurzelt und schon Einiges erlebt“ habe sie dort. Schade, dass sämtliche anderen der wunderschönen Trauerweiden nie die Chance hatten, auch zum Shooting Star zu werden. Weil sie ja angeblich alle krank waren, wurden sie gefällt. Alles Fake News und alternative Wahrheiten: Sie waren schlicht einem seelenlosen Granitwackenufer im Weg, das nun durch tausende pflegeaufwändige Weidensetzlinge kaschiert wird.

Dienstag, 12. Dezember 2017

BÜB Quo vadis? Frohe Weihnachten!

Liebe Freunde der BÜB,

es war lange ruhig in unserem Blog, aber zum eigentlichen Auftrag der BÜB gab es einfach nicht mehr viel zu schreiben. Die herrlichen Bäume, die uns den Namen gaben und wir retten wollten, sind weg. Stolz wurden von der LGS Neupflanzungen mit 15cm Durchmesser präsentiert-aber können sie die Bäume ersetzen, die bis zu 150cm Durchmesser hatten? Auch die historische Trockenmauer aus Rorschacher Sandstein ist mittlerweile größtenteils entfernt und durch seelenlose Granitwacken aus Südtirol ersetzt. Wir wollen jetzt nicht nachkarten, aber traurig macht es noch immer.

Was wird aus der BÜB?

Diese Frage stellten wir uns zuletzt häufig und sie wurde uns gestellt. Soll eine erfolgreiche Bürgerbewegung einfach in der Versenkung verschwinden? Gibt es in Überlingen nicht viele andere Themen, für die es sich lohnen würde, die Stimme zu erheben? Man denke an das geplante Parkhaus für rund 10 Mio Euro, unmittelbar vor dem denkmalgeschützten Tunneleingang West. Für gerade mal etwa 80 zusätzliche, zu den bereits bestehenden Parkplätzen, soll ein Koloss mit vier Stockwerken entstehen. Für viele Bürger eine teure Verschandelung der Ortseinfahrt. Oder man denke an die sich häufenden Bausünden, die vom Bauamt genehmigt, aber den Gemeinderäten nicht oder zu spät zur Kenntnis gebracht werden. Denken wir an die baulichen Abweichungen von der Altstadtsatzung, die augenscheinlich kaum kontrolliert werden. An den Mangel an wirklich bezahlbaren Wohnungen. Die Verkehrsmisere. Die Schulen, die Vereine. Gründe zum notwendigen Einmischen gibt es zur Genüge.

Bürgerliste ÜBerlingen?

Im Jahr 2019 sind wieder Kommunalwahlen. Von verschiedenen Seiten wurden wir schon ermuntert und aufgefordert, mit einer BÜB Liste zur Wahl anzutreten. Versprochen: Wir machen uns darüber Gedanken! Wie denken Sie darüber? Bitte schreiben Sie uns ihre Meinung. Positiv oder negativ.

Zunächst aber wünschen wir allen Freunden der BÜB, aber auch all denen, die uns nicht unterstützten konnten, allen Überlingerinnen und Überlingern eine gesegnete friedliche Weihnachtszeit. Für 2018 Gesundheit, Zufriedenheit und immer die Portion Glück, die man braucht.

Schreiben Sie uns: bueb.ueberlingen(at)gmail.com

Montag, 11. Dezember 2017

Baum Lyric

Liebe BÜBler, lange haben wir hier nichts mehr gepostet. In einer email schickte uns Gisela Harz-Uhrig den Link zu einem wunderschönen irischen Lied auf Youtube, da wir euch nicht vorenthalten möchten. Es passt wunderbar zur herbstlichen Stimmung. Die kanadische Sängerin Loreena McKennitt hat ein Gedicht von  B.L.Yeats  (irisch.Nationaldichter ) "Two Trees"  vertont.

Freitag, 28. April 2017

Menschenkette gegen Baumfällungen in Königsfeld

Wir hatten schon mal darüber berichtet, dass der Kampf gegen Baumfällungen nicht nur in Überlingen stattfindet. In Königsfeld sollen auch eine Menge Bäume grundlos fallen.
Die Freunde in Königsfeld rufen zu einer Menschenkette auf. Hoffen wir, dass man dort mehr Erfolg als wir in Überlingen hat!


Freitag, 21. April 2017

OB Zeitler zum Villensterben

In einem Interview mit dem Südkurier äußert sich OB Zeitler zum Thema Villensterben. Auch er sieht die Eigentümer in der Pflicht, aber wie soll das funktionieren? Wenn eine Erbengemeinschaft besteht und nur einer das bestmögliche finanzielle Ergebnis erzielen will, bleibt einem anderen Erben kaum eine Möglichkeit, den Verkauf an einen Immobilienhai zu verwehren. Die Stadt selbst geht mit schlechtem Beispiel voran, indem sie die in SWÜ Besitz (100%ige Tochter der Stadt Überlingen) befindliche Wagner-Villa neben der Therme abreißen lässt. Für Parkplätze.

Fehlende Bebauungspläne und der verflixte §34 sind das Eine. Aber auch ohne diese hätte eine Gemeinde rechtliche Steuerungsmittel, um unerwünschten Entwicklungen vorzubeugen. Wenn man es nur will.
So gibt es die Möglichkeit der Erhaltungssatzung nach § 172 BauGB, mit der zur Erhaltung der städtebaulichen Eigenart eines Gebietes auf Grund seiner städtebaulichen Gestalt Änderungen, Nutzungsänderungen und Abbrüche („Rückbau“) der Genehmigung bedürfen, die versagt werden kann.

Aber auch ein konsequenter Einsatz unserer Altstadtsatzung wäre hilfreich, wobei diese seit Jahren aktualisiert werden soll. Ganz wichtig wäre auch das frühzeitige Informieren des Gemeinderates über bedeutende Eingriffe durch Baumaßnahmen, auch wenn dazu rechtlich leider keine Pflicht besteht. So wird im Bauamt vermutlich bevorzugt der Weg des geringsten Widerstandes genommen, indem man den Bauwünschen der rechtlich versierten Investoren zustimmt.
Info dazu.

Montag, 20. März 2017

Villensterben (*)

Am 6.3. schrieben wir schon kurz über das Überlinger Villensterben *, dass sich jetzt sogar die Stadt über ihre 100% Tochter SWÜ an dem Trauerspiel beteiligt.
Am vergangenen Mittwoch war das Thema Inhalt einer Bürgerfrage im Gemeinderat. Der Bürger fragte an, ob es in der Mühlenstraße nicht zu verhindern sei, dass dort an Stelle der Villa Braus so ein riesiges "quadratisch, praktische "gutes" Gebäude hingestellt wird. Das, ebenso wie gleich gegenüber, doch unmöglich in die Straße passen würde, zumal doch nach §34 zumindest ein "Einfügen" notwendig sei.

Hier die zwei geplanten Objekte zunächst im Foto, wie es auf den Bauschildern gezeigt wird:
Hier war bisher die Villa Braus

Oben das geplante Gebäude auf dem Grundstück der ehemaligen Villa Braus, unten gegenüber links von dem Ärztehaus Merkelbach.

Fügt sich ein in die Umgebungsbebauung?
Die Stadt habe keinen Einfluß
auf die Pläne der Bauherren, weil sich nach §34 die Gebäude nur in die Umgebungsbebauung einfügen müssten, erklärte lapidar wieder einmal Baubürgermeister Längin. Man fragt sich allerdings, wie diese Bauwerke sich einfügen.
Und man fragt sich, wie andere Städte es schaffen, auch ohne Bebauungsplan (warum eigentlich gibt es dort keinen??)  das Gesicht ihrer Stadt zu erhalten.

Der Text des §34/1 sagt: " ... ein Vorhaben ist zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist."

Diese zwei Bauvorhaben fügen sich keinesfalls in die Eigenarten der Umgebung ein! Flachdächer mit Penthouse sind hier bisher nicht vorhanden. Allerdings werden nun Präzedensfälle für zukünftige Bauten geschaffen.  
Wie kann unser Bauamt so etwas genehmigen?
Geht man bequem einfach den Weg des geringsten zu erwartenden Widerstandes in der Erkenntnis, dass finanzstarke Bauherren sofort vor Gericht ziehen? Auch wenn der GR/Bauauschuss in Überlingen leider nichts mehr entscheiden darf: Warum verlangt man dort nicht wenigsten Einsicht in die Baupläne, wenn es um so exponierte Bereiche geht? Oder: Warum werden sie vom Bauamt nicht freiwillig vorgelegt? Und: warum müssen die Bürger so etwas vom Baustellenschild erfahren?

Die Stadt hat Einfluss (wenn sie will...)!

Gegenstand der Bürgerfrage war auch die Villa Wagner neben der Therme. Einen Tag nach der GR Sitzung hat der Aufsichtsrat des 100% städtischen Tochterunternehmens SWÜ beschlossen, diese Villa zu Gunsten von Parkplätzen(!!) abzureissen. Wer genehmigt das? Natürlich das Bauamt, das angeblich keinen Einfluss auf Pläne der Bauherren habe? Welch ein Widerspruch! Provisorische Parkplätze könnte man während des Parkhausbaus auch entlang der Bahnhofstraße anlegen, dafür muss keine Villa fallen. Selbst wenn es nicht die schönste (weil verwahrloste) Villa ist: Es ist ein Stück Überlinger Geschichte.

* Wie schrieb eine Überlingerin so treffend in einem Leserbrief an den Südkurier: "Villen sterben nicht, sie werden plattgemacht!" Dem ist nichts hinzu zu fügen.


Montag, 13. März 2017

Profilneurosen

In der vergangenen Woche freuten wir uns darüber, dass es Dank der BÜB Aktivitäten zumindest geschafft wurde, die 49 Bäume an der Promenade und auch die Baresel Plattform zu retten. Wir erhielten viele zustimmende Rückmeldungen, dafür danken wir herzlich. Es gab aber auch öffentliche Kritik eines FWV Stadtrates: Es sei profilneurotisch(*), wenn die BÜB sich diesen Erfolg auf die Fahnen schreiben würde. Der Südkurier Artikel dazu. Dankenswerterweise hat der Südkurier die Begründung des Vorwurfes sofort widerlegt.

Natürlich wäre es ohne die 300 engagierten Bürger, die in Nußdorf bei der vom GR beschlossenen Bürgerbeteiligung zum Thema Promenade massiv auf den Erhalt der Bäume drängten, gegen die vorgelegte Planung des Gemeinderates und der Architektin nicht möglich gewesen, diese zu retten. Dass aber diese Bürger zum Thema sensibilisiert wurden, war einem ersten Bericht in www.büb.info bereits am 25.5.16 , dann massiv aber auch der Veröffentlichung des "rote Punkte Plans" im SÜDKURIER am 3.6.16 zu verdanken. Dass wir sehr glücklich über den dann erzielten Erfolg sind, hat nichts mit einer "Profilneurose" der BÜB oder ihrer Sprecher zu tun.

Letztendlich ist es auch egal, wer für sich den Erfolg verbuchen darf: Hauptsache, die Promenadenbäume bleiben und wir können unser Eis im Schatten darunter genießen.
 
* Wikipedia zu Profilneurose: "In diesem Zusammenhang wird auch häufig umgangssprachlich von einer 'Profilneurose' gesprochen und bezeichnet Verhaltensweisen von Personen, die ihre Kompetenz aus Minderwertigkeitsgefühlen ständig unter Beweis stellen müssen. Der Duden definiert den Begriff als „neurotische Angst, (besonders im Beruf) zu wenig zu gelten“ sowie „das daraus resultierende übersteigerte Bemühen, sich zu profilieren."

Also, Minderwertigkeitskomplexe in irgendeiner Form haben wir bei der BÜB wirklich nicht.

Montag, 6. März 2017

Liebe BÜBler,

die denkmalgeschützte Platanenallee und andere Bäume sind weg. So auch die wunderbare 35 Meter hohe Doppelpappel, die mitten in der stabilen Sandstein Trockenmauer wuchs. Man begreift es nicht: In diesem Bereich war doch gar keine Uferabflachung geplant, dieser riesige Baum hätte doch weiterleben können.

Am vergangenen Samstag war LGS Baustellenbegehung, viele Bürger waren dabei. Und viele zeigten sich entsetzt, wie roh und brutal die Bäume entfernt wurden. Aber auch von der Uferneugestaltung im Westen, wo man jetzt schon sehr deutlich sieht, dass es wohl nichts wird mit den bequemen freien Seezugängen. Anschließend war dann "Bürgerbeteiligung" in Nußdorf: Wie soll der Bürgerpark nach der LGS werden? Der "lustigste" Vorschlag: Ein Baumhaus Hotel. Man fragt sich, in welchen Bäumen das noch realisiert werden soll?

Die BÜB war nicht ganz erfolglos

Nur durch unsere massiven Aktionen kam ans Tageslicht, dass an der Promenade nahezu sämtliche Bäume entfernt werden sollten (Mommsen Zitat: "Eine baumlose italienische Piazza"). Und auch die Baresel Plattform bleibt nun zu unserer großen Freude erhalten. Fast schade: Eine weitere LGS Attraktion (neben dem nicht möglichen Cafe im Stellwerk und der nicht zulässigen Plattform im See) aus dem so "tollen" Mommsenplan ist wohl auch nicht zu realisieren. Der Höhensteg im Ochsengraben. Die LGS und der Baubürgermeister versuchen es weiterhin zu verheimlichen, aber das Projekt ist tot. Abgesehen davon, dass der Eigentümer angeblich keine Pfähle auf seinem Grundstück zulässt, müssten diese nach den Baugrunduntersuchungen 8-10 Meter tief in den Boden führen, bis sie auf Fels stoßen. Das ist schlicht unbezahlbar. Wann lassen Stadt und LGS die Wahrheit aus dem Sack?

Das Überlinger Villensterben 

ist unübersehbar, allseits beklagt. Man könne da als Stadt nichts machen, sagt Baubürgermeister Längin. Und nun das: Die Villa Wagner, direkt neben der Therme, soll für Parkplätze(!) abgerissen werden. Sie gehört den SWÜ, also der Stadt. Es wurden schon Bäume gefällt, damit die Therme Mitarbeiter direkt vor der Tür parken können. OK, die Wagnervilla ist nicht die allerschönste, aber eben auch ein Stück Überlinger Geschichte. So wie die Villa Trabold gleich daneben, die auch immer mehr verfällt. Angeblich weiß der Gemeinderat offiziell von den Abrissplänen nichts!

Dienstag, 28. Februar 2017

Eine letzte Videofahrt

Von Volker B. erhielten wir eine freundliche email. Vielen Dank! Er schreibt uns:
Hallo liebe BÜB, per Video habe ich kurz vor die Fällung die Allee noch einmal festgehalten. Schade, dass sie dieses Frühjahr nicht wieder erblühen kann…
Beste Grüße
Volker B. Hödingen


Wie das Massaker am Rosenmontag (Kommentar: Statt Karbatschen wurden die Kettensägen geschwungen...") dann aussah, kann man in Fotos und einem Video auf Südkurier online sehen.

Wir möchten an dieser Stelle den vielen Unterstützern danken, die uns in den letzten Tagen geschrieben und ihr vollkommenes Unverständnis für dieses Fällmassaker ausgedrückt haben. Und einen besonderen Dank auch an die Spender, die uns mit einem kleinen Betrag auf das Spendenkonto etwas geholfen haben, die enormen Kosten des Verfahrens zu stemmen. Einen ganz besonderen Dank an die Rentnerin Frau B., die gestern der BÜB 500€ zur Verfügung stellte-obwohl sie, wie uns gut bekannt, dieses nicht leicht aufbringen kann.

Noch kahl, aber gerettet: Die Bäume am Landungsplatz
Bei dem herrlichen frühlingshaften Wetter gestern am Rosen- und Platanenfällmontag hat sich der Schreiber dieser Zeilen für ein erstes Eis auf den Überlinger Landungsplatz gesetzt. Genau unter einen der 50 Bäume, die wir glücklicherweise an der Promenade vor dem Fällen retten konnten. Denn das darf nicht vergessen werden: Auch diese sollten samt der Baresel Plattform nach den Plänen der Architektin Mommsen und und der LGS GmbH entfernt werden. Ein Trost an einem traurigen Tag.

Montag, 27. Februar 2017

Das Lied der Bäume

Eine ganz nette email erhielten wir von unserem Freund und Mitstreiter, dem Barden Eloas Lachenmayr. Mit unss trauert er um die alten Bäume, die einer gesichtslosen Uferarchitektur weichen. Seit neun Jahren veranstaltet er jährlich das "Fest der Bäume" - ahnte er schon 2008, was die Überlinger in ihrem Wahn nach Zerstörung von alten Werten im Jahr 2017 anrichten würden?
Damals sang er erstmals sein "Lied der Bäume" im Überlinger Badgarten.

Wir gratulieren Eloas und seiner Familie übrigen ganz herzlich zur Geburt seines jüngsten Sohnes! Alles Gute!

Freitag, 24. Februar 2017

Es ist vorbei


Liebe BÜBler, lieber Unterstützer, liebe Freunde,

diese Nachricht schreiben wir mit einer unendlichen Traurigkeit. Nicht nur, weil am Montag die Platanenallee Geschichte sein wird. Sondern auch, weil man als engagierte Überlinger Bürger lernen muss, dass konstruktive Gespräche eher unerwünscht sind, dass stattdessen mit Lügen und Fehlinformationen Politik gemacht wird. Dass Bürger, die eine andere Meinung vertreten, massiv unter Druck gesetzt werden, dass sie mit Beleidigungen, Hass und Häme überzogen werden. Und das nicht nur von „normalen“ Bürgern, sondern auch von Mitgliedern der Verwaltung und des Stadtrates.

Wir haben es uns nicht leicht gemacht, am Mittwoch – nachdem wir die Mitteilung des Petitionsausschusses bekommen hatten - die Einstellung der weiteren rechtlichen Schritte zu beschließen. Nicht nur in der Erkenntnis, dass es keine Chance mehr gibt, das Blatt noch zu wenden. Sondern auch, weil wir drei Sprecher der BÜB uns schlicht eine Fortsetzung der gerichtlichen Auseinandersetzung finanziell nicht leisten können. Schon das Verwaltungsgerichtsurteil belastet uns mit etwa 5000€. Zwar ist noch ein Betrag in der Kasse, der aberbei weitem nicht reicht. Wir bitten um Verständnis, dass auch unsere eigenen Mittel begrenzt sind. Wenn dann noch in gegnerischen Rechtsanwaltsschreiben  Drohungen über Schadensersatz in bis zu Millionenhöhe zu lesen sind, wird einem ganz anders-selbst wenn diese Drohungen vermutlich nur leere Worte sind. Aber man weiß ja nie.

Kann man Gerüchten glauben, hat die Stadt mit deren teuren Rechtsanwalt einen Vertrag abgeschlossen, in dem ihm für den Streitfall ein Mindeststreitwert in Höhe von 200.000€ zugestanden wird. Das Gericht legte ihn auf „nur“ 15.000€ fest. Die Differenz muss die Stadt aus Steuergeldern an den Rechtsanwalt  bezahlen. Man hat es ja. Dann gab es in der Verwaltung angeblich Stimmen, bei Gericht zu versuchen, den Streitwert nachträglich zu erhöhen und die erhöhten Kosten damit der BÜB aufzulasten. So geht man miteinander um.

Liebe Freunde, wir Sprecher der BÜB danken euch herzlich für alle Unterstützung, Hilfe, Tipps und Ratschläge. Wir danken den 3400 Bürgern, die für das Bürgerbegehren unterschrieben haben, auch wenn die Stadt davon über 1000 als ungültig bezeichnet. Das hat sie aber nur behauptet, niemals belegt bisher. Daher bleiben wir bei den 3400 Unterschriften.

Die BÜB ist besiegt, aber nicht geschlagen. Mal sehen, vielleicht hört man wieder von uns, wenn die nächsten Kommunalwahlen anstehen. Vielleicht steht BÜB dann mal für eine Wählergemeinschaft „Bündnis Überlinger Bürger“.   Was haltet ihr davon?

Donnerstag, 23. Februar 2017

Besten Dank!

Wir möchten Ihnen nicht die email Zuschrift von Thomas Matejka vorenthalten, der wie OB Jan Zeitler vor lauter Freude über die Ablehnung der Petition "nicht an sich halten" kann. Er schreibt:

Mit der Entscheidung des Petitionsausschusses am heutigen Tag kann Überlingen aufatmen und nun endlich mit der Fällung der Platanen beginnen! Die aufreibenden Auseinandersetzungen mit der BÜB haben viel Zeit und Energie gekostet und den Zeitplan für die LGS gefährdet. Damit die Fällung fristgerecht durchgeführt werden kann sollten hilfsbereite Bürger die eine Kettensäge besitzen bei den Fällarbeiten mitmachen können. Wenn Sie möchten kann ich Ihnen zur Erinnerung Bilder der Platanen zur Verfügung stellen.

Freundliche Grüße
Ein LGS-Freund


Er vergisst, dass nach dem ursprünglichen Terminplan der LGS die Fällung und Baubeginn im östlichen Uferbereich erst ab Oktober 2017 terminiert war. Von einer Gefährdung des Zeitplans durch die BÜB  kann also nicht gesprochen werden.

Mittwoch, 22. Februar 2017

KONTEXT Wochenzeitung Stuttgart: Kahlschlag

Die KONTEXT Wochenzeitung aus Stuttgart, berichtet hier (LINK) ausführlich über das Geschehen rund um die Überlinger Platanenallee.



"Nizza am Bodensee" wurde Überlingen einst genannt. Den Stadteingang schmückt eine mondäne Platanenallee. Die Bäume sollen jetzt weg. Für eine Landesgartenschau. Die Stadt hat getan was sie kann, um die Bürger gegen sich aufzubringen. Eine Posse vom Bodensee."

Warum nur sieht man es außerhalb der Überlinger Stadtmauern so viel deutlicher als innerhalb, was hier so alles falsch läuft?