Das war - Die Bastion


Zur Erinnerung
Das war ... Die Bastion, das westliche Gegenstück zur "Liebesinsel"
























Campingplatz, Postkarte von 1956
1956 beschloss der Überlinger Stadtrat, am westlichen Ende des seit wenigen Jahren bestehenden Campingplatzes eine bestehende kleine Landzunge zur Bastion auszubauen. Das Foto rechts ist eine Postkarte von 1956, man sieht bereits die fertig gestellte Schutzmauer und die ersten Arbeiten an der Bastion im Hintergrund. Aus dieser Zeit stammen auch die Trauerweiden, heute stattliche Bäume mit bis zu 4,5m Umfang und 18 Meter Kronendurchmesser.

Südkurier, Artikel vom 5.April 1956
Im Gegensatz zu der nicht sehr ansprechenden Schutzmauer aus Stahlbeton vor dem Campingplatz wurde die Umfassung der Bastion mit hochwertigen Natursteinen errichtet. Damit wurde auch eine Auflage des Denkmalamtes erfüllt. Eine kleine Rutsche wurde angelegt, ideal als sicherer Badeplatz für Kinder, aber auch ein Anlegeplatz für Paddler, Ruderer und Windsurfer.



Download: Eine Dokumentation über den Bau der Bastion kann man hier finden.
Download: Die Geschichte des Überlinger Campingplatzes

So soll es (nicht) werden: Die Zyklopenmauer
Was will die LGS GmbH daraus machen?
Die gesamte Natursteinmauer soll entfernt werden, ebenso der kleine Badeplatz. Alle Bäume mit einer Ausnahme werden gefällt. An Stelle der mittelalterlich wirkenden Natursteinmauer sollen sogenannte Flussbauwacken  in Einkorn- oder Drain Beton (siehe LBP Plan) gesetzt werden. Diese haben bis zu 160cm Kantenlänge, werden nach oben hin kleiner. Im oberen Bereich werden hoch wachsende Büsche gesetzt, die nicht nur die Sicht zum See, sondern auch den Zugang zum Wasser verhindern. Zwischen den Wacken sind breite Spalten, die nicht nur Kinderfüßen zum Verhängnis werden, sondern auch als "Sammelplatz" für Flaschenscherben und anderen Müll dienen werden. Das Muster dafür kann man auf dem Campingplatz "bewundern".

Auch diese Maßnahme soll eine ökologische Verbesserung  sein.

Ökologische Verbesserungen werden mit sogenannten Ökopunkten bewertet. Im zur LGS Planung erstellten "Landschaftspflegerischen Begleitplan", von April 2016 kann man lesen, dass die gesamte ökologische Verbesserung des Ufers, einschließlich dem Fällen der 160 Bäume, dem Entfernen der Trockenmauer und der Entfernung der "Bastion" etwa 120.000 Öko-Punkte wert ist.
Das entspricht etwa den Punkten, die man bei Umwandlung von 1 ha Ackerland zu einer Streuobstwiese bekommt. ist es das wert? Eindeutig Nein!