Eloas Lachenmayr:
Seine Eindrücke von der Obdachlosenunterkunft an Heiligabend 2019
Die BÜB+ (Bürger für Überlingen e.V.) ist eine parteipolitisch, konfessionell und wirtschaftlich unabhängige Wählerinitiative. Unterstützer der BÜB+ kann jede Person sein, die unsere Werte, Ziele und Vorstellungen mitträgt. Wir verfolgen ausschließlich kommunalpolitische Ziele zum Wohle unserer Stadt und ihrer Bürger.
Mittwoch, 18. November 2020
SWR Fernsehen: Die Frauen bei der Entsorgungsstation
Montag, 16. November 2020
Der Unterschied zwischen San Gimignano und Überlingen
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| Historische Türme in San Gimignano/Toskana |
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| Computeranimation: Bis 20m hohe Speichertürme* neben den "nur" 12m hohen Schornsteinen des Heizwerkes vor Aufkirch |
Bis zu 20 Meter hohe Wasserspeicher
Denn schon bald könnten weniger imposante Türme das schöne Bild und die Überlinger Stadteinfahrt verschandeln. Im bisher landwirtschaftlich genutzten Bereich beim Holzschnitzelheizwerk werden auf bis zu 10.000qm bis zu vier Meter hohe Solar Thermieplatten errichtet, dazu mehrere bis zu 20 Meter hohe Speichertürme für das warme Wasser. Die Stadtverwaltung nennt es ein "ökologisches Leuchtturmprojekt". Für die BÜB+ Stadträte ist diese Planung "undenkbar, unfassbar, unmöglich". Die drei Stadträte der BÜB+ haben es abgelehnt, hatten aber leider keine Chance gegen eine deutliche Mehrheit der anderen Fraktionen. Vielleicht war man sich nicht bewusst, was wir damit unserer Landschaft antun. Eine Visualisierung wurde von der Verwaltung nicht vorgelegt.
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| Computeranimation*: 8-10.000qm Solarthermieplatten in 0,7-4m Höhe, wo bisher Grünfläche ist. Die Bilder erhielten wir von einem Überlinger Bürger, Danke! |
Kann man es sich vorstellen, dass eine auf das Stadtbild bedachte und stolze Stadt wie San Gimignano ihren Stadteingang derart verunstaltet? Kaum. Selbst dann, wenn es sich um eine eigentlich aus ökologischer Sicht sehr positive Baumaßnahme handelt. Wir sind vollkommen einig, dass solche Solarthermieanlagen eine notwendige und hervorrragende Möglichkeit sind, regenerativen Strom oder Energie zu erzeugen. Aber ausgerechnet dort, an dieser Stelle? Ist denn unserem Stadtwerk am See gar nichts mehr heilig, nachdem man schon das historische unter Denkmalschutz stehende Wasserdruckrohr verfüllte? Ist für den Profit alles möglich?
Es wäre auch anders denkbar gewesen!
Solche Solarthermieplatten gehören heutzutage auf die Dächer von Gebäuden, warum nicht dort am Schättlisberg, wo die neuen Gebäude entstehen, für die die Wärme gewonnen werden soll? Und zwischen den Gebäuden würden dort auch die bis zu 20 Meter hohen Wasserspeichertürme deutlich weniger auffallen oder stören. Da hat wohl keiner daran gedacht. Jetzt muss das Landschaftsbild und wertvolle Grünfläche geopfert werden.
Und selbst, wenn man die Fläche zur Disposion stellen würde, was für eine sinnvolle Nutzung ja durchaus denkbar ist: Dort in dem Bereich hätte man sehr gut unseren städtischen Bauhof und die Stadtgärtnerei unterbringen können, was schon seit Jahren angedacht wird. Und auf den Dächern dann die Thermieplatten.
Wir würden es im Übrigen sehr begrüßen, wenn das bestehende Holzschnitzel Heizwerk nicht nur wie geplant "ertüchtigt", sprich modernisiert wird. Überlingen hat Unmengen von Holz, das dort in einer erweiterten Anlage genutzt werden könnte.
*Ergänzung
Bei den oben gezeigten Computervisualisierungen ist man bei den Türmen von folgenden Maßen ausgegangen: Höhe die laut BPLan maximal mögliche mit 20 Metern, Durchmesser 5 Meter (ergibt ein Volumen von je knapp 400.000 Liter). Abstand zwischen den Türmen 2,5 Meter. Theoretisch könnten auch drei Türme gebaut werden. Das Technikhaus ist mit angenommenen 10x10 Meter Fläche und 4 Meter Höhe eingezeichnet.
Montag, 9. November 2020
1998, vor 22 Jahren
Die Stadt Überlingen beauftragte damals für das Gebiet um die Fischerhäuser Vorstadt einen Rahmenplan "Altstadt II-West", der Gemeinderat genehmigte ihn. Darin fanden sich solche Sätze: "Die Rahmenplanung für das Sanierungsgebiet mündet nicht in einen rechtsverbindlichen, sondern ggf. in einen „Selbstbindungsplan der Gemeinde. Dieser Plan ist nach § 1(5)10 BauGB als „sonstige städtebauliche Planung zu sehen und bei der Aufstellung von Bauleitplänen zu berücksichtigen."
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| Die neuen "Fischerhäuser" in der Südansicht: "Marginale Nachverdichtung" |
Und: "Die geschlossene Bebauung an der Christophstraße kontrastiert zur aufgelockerten Bauweise an der Gartenstraße mit städtebaulich wertvollen Einzelaspekten."
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| Der Rahmenplan von 1998: Hangkante und Mezgergarten freigehalten |
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| Dicht an der Hangkante, fast so hoch wie das "Neue Gefängnis" |
Während der letzten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bau und Verkehr wurde diese digitale Ansicht vorgestellt: Leider auf Grund von schlechten Datenleitungen nahezu nicht zu nutzen. Was aber auch so ersichtlich war und für Unmut sorgte, waren die geplanten Dimensionen für die Gebäude, der vollkommen unsensible Umgang mit einem historisch gewachsenen Stadtquartier. Die BÜB+ wird sich dieser Planung und der Zerstörung gewachsener Strukturen mit aller Kraft widersetzen.
Freitag, 23. Oktober 2020
Der §1 des Grundgesetzes
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Auch im wohlhabenden Überlingen müssen Menschen unter unzumutbaren (ja, man kann sagen: unter menschenunwürdigen) Bedingungen leben. Die Stadt hat unmittelbar an der Überlinger Müllumladestation (offiziell auch "Entsorgungszentrum" genannt) Füllenwaid mehrere Baracken, die als "Notunterkünfte" dienen sollen. Die, laut Definition von OB Jan Zeitler, obdachlosen Personen "kurzfristig Erfrierungsschutz" bieten sollen, mehr nicht. Das Problem: Für viele dieser Personen bedeutet "kurzfristig" bereits jahrelang. Eine der langjährigen Bewohnerinnen, einst unverschuldet samt ihren zwei minderjährigen schulpflichtigen Kindern in die Obdachlosigkeit gerutscht, lud kürzlich unsere BÜB+ Stadträtin Kristin Müller-Hausser zu einem Gespräch ein. Auch die Südkurier Mitarbeiterin Stef Manzini kam hinzu, sie hatte schon mehrfach über die Zustände in den Baracken berichtet.
"Schönheitspflaster"
Ohne unsere Hilfe kommen die Menschen aus dem sozialen Teufelskreis und aus den Baracken bei der Müllentsorgung nicht mehr heraus.
Dieser Meinung sind die BÜB+ Stadträtin Kristin Müller-Hausser, ihre Stadtratskollegen Roland Biniossek und Dirk Diestel
Montag, 12. Oktober 2020
Auto oder Fähre?
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| Die Seegold vor Überlingen (Foto: Giess Personenschifffahrt) |
Aus Sicht der BÜB+ muss diese ÖPNV Verbindung auch im Winter unbedingt erhalten bleiben.
Es lebe der Sport!
"Der ist gesund und macht uns hart! Er gibt uns Kraft, er gibt uns Schwung: Er ist beliebt bei alt und jung ..." Was Reinhard Fendrich in seinem bekannten Song so eindrücklich beschreibt, ist nicht nur in Überlingen nicht immer ganz einfach umzusetzen.
Da hat die Stadt einen wunderbar sanierten Sportplatz "Ob den Mühlen", gerne und viel durch die Überlinger Schulen genutzt. Bisher durften auch Hobbysportler dort ihre Runden drehen oder Kindergruppen den Ball kicken. Und mit Sicherheit haben auch die jährlich von der Stadt geehrten Spitzensportler nicht nur am Beginn ihrer Karriere dort ihre Ausdauer trainiert. So wie viele ältere Bürger und freie Sportgruppen, die nicht in Vereinen organisiert sind. Es war ein friedliches und gesundes Miteinander.
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| Per Kette verschlossenes Tor (Illustration) |
Freitag, 9. Oktober 2020
Gemeinwohl - handfest und sichtbar
(Eine Zuschrift von Florian Jekat) Alles für das Gemeinwohl - so oder ähnlich war und ist es immer wieder vor Wahlen zu hören und zu lesen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem schönen Wort: Gemeinwohl.
Es stellt sich heraus, dass Gemeinwohl bzw. seine Synonyme wie 'öffentliches Interesse' unbestimmte Rechtsbegriffe sind, sprich eine genau Präzisierung fehlt. Vielmehr soll im konkreten Einzelfall entschieden werden, was im Sinne des Gemeinwohls ist und was nicht. Doch wonach richten sich die Entscheidungsträger im Rat, wenn es um Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls geht? Oder wonach richtet sich die Stadtverwaltung in ihrem Verwaltungshandeln, wenn es um Fragen des Allgemeinwohls geht?
Fragen Sie doch mal einen Stadtrat Ihren Vertrauens nach der Grundlage seiner Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls, beispielsweise bei der Entscheidung zu Gunsten der Laserklinik Dr. Braun an der Aufkircherstraße. Doch wie lässt sich das Handeln des Rats und der Verwaltung im Sinne des Gemeinwohls sichtbar machen? Eine Möglichkeit ist die Nutzung einer Gemeinwohlbilanz, die der Gemeinwohlökonomie entstammt. In ihr werden 20 Gemeinwohlthemen aufgeführt, die die Werte Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit´, sowie Transparenz und
Mitentscheidung berühren. Diese Bilanz wird, nachdem sie initial aufgestellt wurde, mit der Zeit fortgeführt. Sie ermöglicht einen ungeschönten Blick auf die Orientierung am Gemeinwohl bei kommunalen Entscheidungen.
Mindestens eine Gruppierung hatte die Gemeinwohlökonomie im Wahlkampf zum Thema. Es bedarf nur eines Beschlusses des Gemeinderats um in eine neue Zukunft zu starten, die sich tatsächlich und nachvollziehbar in Form einer Gemeinwohlbilanz am Gemeinwohl orientiert.
Montag, 5. Oktober 2020
Was passiert im Rauenstein?
Diese Frage, meist mehr oder weniger entsetzt, wurde uns in den letzten Tagen öfters am Telefon und per Email gestellt: Soll etwa der Park überbaut werden? Oder der Apfellehrpfad verschwinden? Werden die schönen alten Bäume gefällt?
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| Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Rauenstein-Kibler |
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| Erste Ideen für den überbauten Parkplatz bei Erhalt der großen Bäume |
Nicht nur die BÜB+ Stadträte sehen diese geplanten Gebäude als einen möglicherweise optimalen Auftakt einer lang geplanten städtischen oder spitälischen eigenen Wohnbaugesellschaft. So können Flächen im eigenen Besitz bleiben und gewünschte Rahmenbedingungen umgesetzt werden. Wichtige Bedingung für jede weitere Planung: Frühzeitige und umfassende Information der Bürger!
Montag, 28. September 2020
2014: Gemeinderat beschließt mehr Bürgerbeteiligung
Der Wunsch der Bürger nach mehr Bürgerbeteiligung ist nichts Neues. Bereits 2014, kurz nach der damaligen Kommunalwahl, beschloss der Gemeinderat (noch mit Frau Becker als OB) mehr Bürgerbeteiligung zu wagen und setzte eine sogenannte Koordinierungsgruppe dafür ein.
Mittlerweile sind sechs Jahr vergangen und man fragt sich, was aus der Koordinierungsgruppe und dem beschlossenen Willen nach mehr Bürgerbeteiligung geworden ist. Zumindest hat der in 2019 neu gewählte Gemeinderat bisher keine Vertreter der Fraktionen gewählt. Die veröffentlichten Vorhabenlisten sucht man seit 2017 vergebens.
- Klinik Dr. Braun,
- Volksbank Campus,
- Bebauung St. Leonhardwiese,
- Bebauungsplan Fischerhäuser Vorstadt,
- Motorradstellplätze an diversen Standorten,
- Hotel Zimmerwiese,
- Druckleitung Wasserkraftwerk,
- Umbau Hafenstraße,
- Verkehrskonzept zur LGS,
- Totalsperrung der Uferbereiche,
- Beitritt von Überlingen zum Städteverbund "Sicherer Hafen",
usw.
In diversen Leserbriefen klagen die Bürger: "In den letzten Monaten kann man in Überlingen feststellen, dass das Wort Bürgerbeteiligung nicht mehr ist als ein Lippenbekenntnis" oder "Alltagsprobleme der Überlinger Bürger werden ignoriert oder nach dem schwarzen Peter Prinzip verschoben" und die Forderung: "Ich wünsche mir mehr Bürgernähe und Gespür."
In den Augen von Baubürgermeister Längin ist Bürgerdialog Verschwendung von Steuergeldern.
Das sehen wir vollkommen anders: Wie schon bisher hat die BÜB+ auch in Zukunft immer ein offenes Ohr für die Interessen der Bürger und ihren Wunsch nach Beteiligung. Wir werden hinterfragen, was aus der Koordinierungsgruppe für Bürgerbeteiligung geworden ist und versuchen, sie zu reanimieren.
Dienstag, 22. September 2020
Kinder- und Jugendfreundliche Stadt
Wann haben Sie das letzte Mal Kinder frei in der Stadt spielen sehen? Wo ist Raum für Kinder, den sie zum Spielen, Erleben und auch Aufenthalt nutzen können, ohne in vorhandene, umzäunte Gebiete zu weichen? Wo finden Jugendliche ihren Platz, wenn sie unter sich sein wollen?
Familien, Kinder und Jugendliche sind aus der Mitte der Gesellschaft verdrängt worden. Ihre Belange werden häufig ignoriert oder unter „wichtigere“ ökonomische Zwänge untergeordnet. Ganz aktuell werden die ihre Belange wegen "zwingender" gesundheitlicher Zwänge verdrängt. Und das beste kommt zum Schluss: Es handelt sich um ein etabliertes und ausgereiftes Werkzeug. Es bedarf nur eines Beschlusses des Gemeinderats und schon kann es beginnen.
Die Spielleitplanung
- bringt eine bessere Lebensqualität für alle Generationen
- sorgt dafür, dass die Verwaltung weniger Fehlausgaben hat, sondern sich am Bedarf der Kinder und Jugendlichen orientiert
- kann ökologische, soziale und ökonomische Belange im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung miteinander verknüpfen
- zeigt Kindern und Jugendliche, dass sie aktiv das Gemeinwesen mitgestalten können
- stärkt das Gemeinwesen, da sich auch Erwachsene außerhalb der Verwaltung in die Spielleitplanung einbringen
Text: Florian Jekat
Mittwoch, 16. September 2020
Die essbare Stadt
Schon im April 2019 hatten wir hier die Stadt Andernach mit dem Konzept einer "Essbaren Stadt" vorgestellt. Überall im Stadtgebiet werden dort in verschiedenen Ecken, statt Blümchen und Rasenflächen, Obst und Gemüse gepflanzt, von Anwohnern betreut und von jedem geerntet. Wir haben das Konzept damals schon als nachahmenswert für Überlingen gesehen.
Mittlerweile gab es in Überlingen stattdessen die Diskussion um Dr. Viktor Schlak, der auf einem brachliegenden Kleingarten "illegal" Kartoffeln pflanzte und diese dann kostenlos der TAFEL zur Verfügung stellte. Dafür wurde er von der Stadt verklagt und vom Gericht verurteilt.
Ein schönes Vorbild auch für Überlingen.
Freitag, 11. September 2020
Moria geht alle an
Liebe Freunde der BÜB+: Eigentlich kümmert sich die BÜB+ laut Satzung grundsätzlich nur um kommunalpolitische Angelegenheiten, die Landes-, Bundes- und gar Weltpolitik bleibt außen vor. Doch aktuell gibt es ein Thema, das uns auch kommunal berührt, oder besser gesagt, berühren muss!
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| Entsetzen in Moria Foto: Stuttgarter Zeitung |
Viele Kommunen und Städte in Deutschland, aktuell 174, haben bereits reagiert, haben sich zu einem "sicheren Hafen" erklärt mit der Bereitschaft, eine Anzahl der geschundenen Menschen aufzunehmen, eine Bleibe und vorläufige Heimat zu bieten. Überlingen gehört noch nicht dazu. Wir von der BÜB+ werden eine entsprechende Initiative unterstützen. Es sollte für eine Stadt wie Überlingen absolut kein Problem sein, 10 oder 15 Menschen eine Bleibe zu geben. Jetzt zu handeln ist ein Gebot der Menschlichkeit. (Dirk Diestel)
Montag, 24. August 2020
Laserklinik: Gut, aber zu groß, zu massiv, zu hoch
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| Zu groß, zu massiv, zu nah an der Straße, Parkplatzsituation gefährlich |
- Das für die Überbauung vorgesehene Gelände ist im Flächennutzungsplan von 1998 südlich des Krankenhauses bis Uhland- und Schreibersbildstraße für Gemeinbedarf mit medizinischer Nutzung vorgesehen. Arztpraxen sind laut einem Urteil vom 12.12.1996 kein Gemeinbedarf.
- Die reine Nutzfläche des Gebäudes, ohne den öffentlichen Bereich, beträgt ca. 3700 qm, davon umfasst der OP Bereich alleine ca. 415 qm. Das Helios Spital mit 6 OP-Räumen kommt auf lediglich ca. 200-300 qm OP Fläche!
- Welche Ärzte beziehen die 10-15 vorgesehenen Arztpraxen? Laut kassenärztlicher Vereinigung ist das Kontingent der niedergelassenen Ärzte mehr als erfüllt. Nach Rückfrage bei Überlinger Ärzten wird es vermutlich keine Standortwechsel geben. Daher kommen nur Privatpraxen in Frage.
- Es sind weitere gewerbliche Nutzungen vorgesehen, die in Konkurrenz zu nahegelegenen Geschäften (Backshop, Cafeteria) oder Geschäften in der Innenstadt (Sanitätsbedarf) stehen und so deren Fortbestehen gefährden.
- Der Handelsverband Südbaden gibt zu bedenken, dass durch die jetzige Planung der Handel in der Innenstadt beeinträchtigt wird.
- Das Gebäude soll eine Höhe bis zu 18 Metern bekommen, zzgl. Dachaufbauten. Die BÜB+ fordert erneut unbedingt ein Stangengerüst, das die Dimensionen visualisiert.
Die Verkehrs -und Parkplatzsituation ist unserer Meinung nach unzureichend durchdacht
Zu- und Abfahrverkehr, der sich über den ganzen Tag verteilen wird, kann nur in der Uhlandstraße möglich sein, auf Höhe des Zebrastreifens, ohne dortige Wendemöglichkeit. Der nördliche Fußweg fällt weg, auf der anderen Straßenseite ist kein durchgängiger Gehweg vorhanden!
Die geplanten Parkplätze direkt an der Aufkircherstraße stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle dar: Besucher von Helios, Diakonie, zukünftiges Pflegezentrum, Edeka Markt, P&R Platz Nutzer, Reisemobilhafen Besucher, Gäste, Bewohner von Härlen und Schättlisberg, Schul- und Kindergartenkinder nutzen diesen Fußweg, den aus- und einparkende Autos queren müssen. Der normale Autoverkehr und die Stadtbusse kommen dazu: Eine hochgefährliche Situation!
Der Hubschrauber Landeplatz des Helios Krankenhauses hat keinen Bestandsschutz. Er kann nicht verlegt werden, wenn im Zuge einer weiteren kommenden Hochbebauung in dieser Dimension der Anflug nicht mehr möglich ist.
Nicht zuletzt sollte der Grünstreifen entlang der Aufkircherstraße für ein schönes Stadtbild erhalten bleiben.
Bedauerlicher Weise sind die Bedenken und Anregungen von Anwohnern und anderen kompetenten Bürgern so gut wie nicht beachtet worden, obwohl ihnen von Stadtverwaltung und Gemeinderat oft versichert wurde, dass das Bauleitverfahren genau dazu als "Bürgerbeteiligung" dient. Das ist ein Übel in Überlingen und führt immer wieder zu Unwillen und Unverständnis bei den betroffenen Bürgern. Die BÜB+ würde einen Dialog zum Besseren sehr begrüßen.
Montag, 17. August 2020
Überlingen bleibt Beobachtungsfall
Schon oft hat sich der unterhaltsame Satire-Blog der Journalistin Karin Burger (nicht verwandt mit einem bekannten Überlinger Historiker und langjährigem Stadtrat a.D.) mit den Vorgängen in Überlingen befasst, neben den Betrachtungen über satirisch zu beobachtende Vorgänge in anderen Kommunen des Bodenseekreises und Sigmaringen.
In ihrem Blog "Satiresenf" gibt sie unterhaltsam ihren Senf dazu: Was die Stadt Überlingen mit einem sozial engagierten Kleingärtner anstellt, wie bedeutsam Baubürgermeister Längin die Sinnhaftigkeit von frühzeitiger Bürgerbeteiligung (nicht) sieht und warum die Klage von OB Jan Zeitler über unterschiedliches Abstimmungsverhalten möglicherweise an Unzulänglichkeiten der Verwaltung liegen könnte.
Frau Burger beschreibt hier treffend das Überlingen Sommerloch.
Dienstag, 28. Juli 2020
Gut ein Jahr BÜB+ im Gemeinderat
Transparenz
ist eines unserer wichtigsten Themen bei allen städtischen Entscheidungen. Wir setzen uns bei jedem wichtigen Thema dafür ein, dass vor Beschlüssen die betroffenen Bürger gehört, bzw. zumindest ausführlich über Entscheidungsgründe informiert werden, wenn - wie coronabedingt in den letzten Monaten - direkte öffentliche Bürgerinformationen und -diskussionen nicht möglich sind. Leider ein Kampf gegen Windmühlenflügel, wenn Bürgerbeteiligung öffentlich als Steuergeldverschwendung bezeichnet wird. Seien es Bebauungspläne, die schnell verabschiedet werden sollen, oder andere Planungen - wir setzen uns öffentlich und deutlich für mehr Bürgerbeteiligung ein. Wenn wir der Meinung sind, dass diese nicht ausreichend stattgefunden hat, stimmen wir nicht zu. Aktuell zum geplanten Dr. Braun Ärztehaus mit Penthousewohnungen unmittelbar an der Aufkircher Straße, das bis zu 18 Meter plus ein Meter Dachaufbauten für Technik hoch werden soll. Wir sind mit den Anliegern einig, dass diese Kubatur an dieser Stelle nicht vertretbar ist, fordern Reduzierung, indem man z.B. eine OP Etage in das Untergeschoss verlegt. Ebenso die geplanten Parkplätze entlang der Aufkircher Straße, die zu einer Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer werden können. Parkplätze gehören größtenteils unter die Erde, vor den Gebäuden müssen Grünstreifen sein. Wir lehnen das Vorhaben Ärztehaus nicht grundsätzlich ab, aber die Auswirkungen der vorgelegten Planung sind zu erheblich.Mehr Blüh- und Naturwiesen
Essbare Stadt
Schöne Ferien
Montag, 20. Juli 2020
Bürgerdialog sei Verschwendung
Bleiben wir in der Fischerhäuser Vorstadt, ein kleiner Stadtbezirk, der in Jahrhunderten so gewachsen ist. Mit kleinteiliger Bebauung (Fischerhäuser), mit einer an vielen Stellen bedeutenden kulturellen Geschichte. Gelegen unmittelbar unter der steilen Hangkante, die nicht nur hier die Stadt prägt. Dominiert von einem wuchtigen Solitärbau (ehemaliges Gefängnis), der jetzt ausgerechnet Maßstab für eine künftige Bebauung sein soll. Dafür soll ein Bebauungsplan erstellt werden, der aber absolut nicht im Sinne der dort wohnenden Eigentümer ist: Die wollen ihre Viertelstruktur erhalten, mit kleinen Gebäuden, mit Gärten, mit vielleicht Handwerks- und kleinen Einzelhandelsbetrieben. (Nicht nur ein BÜB+ Wunschtraum: Ein Viertel für Kunsthandwerker). Man will - von der einen Ausnahme eines Investors abgesehen - keinen Schättlisberg 2.0 haben. Man will dem Namen "Fischerhäuser Vorstadt" gerecht bleiben. Man will, dass die Hangkante erlebbar bleibt, die Straßen klein, wie auch der Verkehr. Man will mitreden bei der Planung, sie nicht übergestülpt bekommen!
Die erwähnte Ausnahme
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| Leider vermutlich keine Fiktion: Hangkante und Mezgergarten verbaut |
Zurück zur Meinung von Bürgermeister Längin, dass Bürgerdialog unnötig und Verschwendung von Steuergeldern sei. Man muss sich die Frage stellen, was das Erstellen eines Bebauungsplans kostet, der folgend immer wieder geändert werden muss, um zuletzt möglicherweise in die Tonne getreten zu werden? Bürgerinformation, Bürgerbeteiligung, miteinander reden: Das ist weder ein sinnloser Mehraufwand und keinesfalls Steuerverschwendung, es ist schlicht unverzichtbar schon zu Beginn einer jeden Planung. Bürgerbeteiligung ist gelebte Demokratie.
Mittwoch, 8. Juli 2020
Licht und Schatten
Licht
Schatten
- Ist es ausgeschlossen, dass durch massive Reflexionen dieser riesigen Glasflächen die Anwohner im Bereich Hildegardring beeinträchtigt werden, ebenso Fahrzeuglenker?
- Gibt es Untersuchungen, ob Solarthermie tatsächlich die beste technische Lösung zur Erzeugung alternativer Energie ist? Wäre es nicht sinnvoller, das bestehende - technisch nicht mehr optimale - Heizwerk zu erweitern und auch den Ausstoß von Feinstaub zu reduzieren?
- Wieviel kostet zusätzlich die deshalb abgelehnte Aufständerung der Anlage, um darunter den wertvollen landwirtschaftlichen Boden weiterhin (z.B. mit Blühwiesen) nutzen zu können?
- Wie groß werden die Tanks sein, in denen das Warmwasser gespeichert werden muss? (Antwort eines Stadtrates: Die kommen unter die Erde)
- Wie wirkt sich die geplante Anlage auf die Landschaft aus, insbesondere auf die Sichtbeziehung nach Aufkirch?
Landesschau Reportage zum "Fall" Dr. Schlak
Mittwoch, 24. Juni 2020
Blühwiesen statt Mais
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| Blumenwiese statt Maismonokultur |
Solarthermie: So nicht!
Innerstädtische Blühwiesen
Dienstag, 23. Juni 2020
Sachbeschädigung
"Schule zu", "Zu 2020", "See zu":Montag, 15. Juni 2020
Mit Kanonen gegen Kleingärtner
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| Bauernkrieg vor 500 Jahren: Mit Kanonen gegen Bauern |
Nachtrag:
Der SÜDKURIER berichtet erneut zum Thema, auch über die Pressemitteilung der BÜB+
Am vergangenen Dienstag fand vor dem Amtsgericht eine Güteverhandlung statt. Der SÜDKURIER berichtet.
Freitag, 12. Juni 2020
Ein bisschen wie in Schilda
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| Das fensterlose Rathaus in Schilda, Licht in Säcken sollte Erhellung bringen |
Denn man hatte schlicht keine Fenster geplant, das bemerkte dann erst der Schneidermeister. Er und andere Bürger wurden beauftragt, das erhellende Licht in Säcken in das Verwaltungshaus zu tragen. Wir wissen, das klappte auch nicht so gut. Besser wäre es vielleicht gewesen, wenn man ihn und die anderen Bürger schon vorher bei der Planung beteiligt hätte, sicherlich wäre der Planungsfehler früher aufgefallen.
| Parkplatz ohne Zufahrt: Gesperrt wegen Anwohnerklagen |
Der Schreiber dieser Zeilen ist selbst Motorradfahrer. Er weiß, dass man unterwegs auf Tour froh ist, einen Parkplatz zu finden. Aber auch, dass man sich mit seinem persönlichen Freizeitvergnügen oft genug mehr als unbeliebt macht. Nur wenige Biker sind so vollkommen rücksichtlos, lassen die schweren Maschinen aufbrüllen, bevor man meist gruppenweise durch die engen Straßen donnert. Aber diese wenigen machen das Image aller Motorradfahrer kaputt. Die Biker, die Rücksicht nehmen, die leiser anfahren und nicht dröhnend durch die Dörfer heizen, sind die Leidtragenden von Widerstand und Verboten.
Mit Sicherheit wäre längst eine Lösung für einen Motorradparkplatz gefunden, wenn man das Thema mit Anliegern und Bikern diskutiert hätte. Dann wäre man vielleicht auf die Idee gekommen, den Streifen bei den -fast nie genutzten- Tischen zwischen Wiestorstraße und Zimmerwiese zu nutzen. Dort gibt es keine Anlieger, die belästigt werden. Zufahrt von der Wiestorstraße aus, auch über den wenig genutzten Gehweg hinweg, sollte möglich sein. Wenn nicht, dann könnte die Aufgabe einiger PKW Plätze auf der Zimmerwiese entlang der Wiestorstraße eine andere Möglichkeit sein. Der Parkplatz könnte schon lange fertig gestellt sein, Anwohner und Biker wären zufrieden.
Und was wird nun mit dem teuer umgestalteten Rabengarten, wenn Klage und Petitionen Erfolg haben? Wie die BÜB+ schon früher mal vorgeschlagen hatte, wäre hier ein optimaler Platz für Fahrräder, mit Ladestationen für eBikes und für die immer mehr kommenden eRoller. Die beherrschen in Asien bereits die Innenstädte. Dagegen wird sich mit Sicherheit kein Anwohner sperren, die sogar gegen die Nutzung von kleinvolumigen Motorrollern keine Einwände hätten.
Reden und planen wir miteinander. Vorher! So, wie es die Schweizer uns erfolgreich vormachen: Mit den Bürgern beraten, diskutieren, abstimmen, bauen. Die BÜB+ steht für Bürgerbeteiligung und Information.
Freitag, 5. Juni 2020
Sommertheater
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| Dank Förderverein: Sommertheater 2019 |
Das Theater, das seit vielen Jahren die Theaterfreunde in Überlingen erfreut. Ok, zugegeben, mal mehr, mal weniger. Aber Theater ist Kunst und da kann man sich in der Bewertung auch mal drüber uneinig sein. Nicht streiten, oder zumindest nicht abstreiten, darf man das bewundernswerte Engagement des Fördervereins Sommertheater, der jedes Jahr unglaublichen Ehrgeiz aufbringt und keine Mühen scheut, diese schöne Tradition am Leben zu halten. Das muss jetzt vorab mal deutlich gesagt werden.
Denn das Sommertheater soll neu konzipiert werden. In der letzten Sitzung des Kulturausschusses wurden vier Bewerbungen für ein neues Konzept vorgestellt. Zwei davon werden in der nächsten Gemeinderatssitzung erneut diskutiert und dann wird beschlossen, wer zum Zuge kommt. Für die BÜB+ kommt eigentlich nur die Bewerbung von Simeon Bläsi in Frage, der nicht nur die Erfahrung hat, sondern ausdrücklich gewillt ist, mit dem Förderverein Sommertheater (der übrigens etwa 300 Mitglieder hat) zusammen zu arbeiten. Er könnte möglicherweise auch auf das Theater Lindenhof in Meichingen zurückgreifen, das sich ebenfalls mit einem überzeugenden Konzept vorgestellt hatte. Der Förderverein schätzt nach eigenen Angaben dieses Theater sehr, das zudem auch über Landeszuschüsse finanziell sicher aufgestellt ist. Dass sich das Theater Lindenhof eine mindestens dreijährige Laufzeit des Vertrages wünscht ist nachvollziehbar, aber eigentlich auch nur von Vorteil für Überlingen: Nicht, dass wir im nächsten Jahr schon wieder vor dem Nichts stehen.
Das zweite zu beratenden Konzept von RAW Event möchte die Veranstaltungsreihe "Kultur im Kapuziner" mit dem Sommertheater verschmelzen, was unserer Meinung nach nicht wünschenswert ist. "Kultur im Kapuziner" ist das Eine, aber unser eher traditionelles Sommertheater eben das Andere. Zumal bei diesem Konzept der Förderverein vermutlich nicht eingebunden wird.
Auf dieses sommerliche Theater, also mit Simeon Bläsi und dem Förderverein - egal, wie und wo es in Coronazeiten und angesichts eines gesperrten Kapuziner stattfinden kann - würde sich die Fraktion der BÜB+ sehr freuen. Vorher wünschen wir allen aber noch einige schöne Ferientage, trotz Distanzregeln und mit Schutzmasken! Allen Unkenrufen und Verschwörungstheoretikern zum Trotz: Diese Maßnahmen haben Erfolg im Kampf gegen das Virus gebracht, das muss so bleiben!























