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Donnerstag, 23. April 2020

Wir wollen das LGS Gelände in 2020 öffnen!

Am Mittwoch hat der Gemeinderat einstimmig entschieden, dass die Stadt mit dem Land Gespräche über eine Verlegung der LGS nach 2021 aufnehmen soll. Die Argumente, insbesondere hinsichtlich der Kosten, sprechen für diese Lösung, die von der BÜB+ mitgetragen wird. Nicht mittragen werden wir allerdings die Absicht von LGS und OB Zeitler, das LGS Gelände in diesem Jahr für die Bürger und Besucher vollkommen abgesperrt zu halten.

Abgeriegelt mit Zirkusatmosphäre: Goldbacher Kapelle
Die BÜB+ möchte erreichen, dass sich die LGS Geschäftsführung und der Aufsichtsrat dafür einsetzen, dass eine vernünftige Lösung gefunden wird, die sowohl den Bürgern, aber auch den Notwendigkeiten hinsichtlich der Corona Pandemie gerecht wird. OB und LGS argumentieren, dass bei einer Öffnung des Geländes in 2020 ein Vorsteuerabzug in Höhe von etwa 2,9 Mio Euro gefährdet sei und dass es aus Kostengründen bei einer Verschiebung der LGS nicht möglich sei, die Flächen so zu pflegen, wie es einem LGS Gelände anstehen müsste. In dem Fall würden die Besucher nur enttäuscht sein.

Die BÜB+ ist der Überzeugung, dass die Bürger nicht erwarten, ein perfektes Gelände vorzufinden. Aber es ist ihnen auch nicht zumutbar, dass sie vor hohen Zäunen stehen müssen, während dahinter die Blumen blühen und verblühen, ohne dass man sie sehen dürfe. Immerhin wurde alles mit den Steuergeldern der Bürger finanziert. Die BÜB+ kämpft dafür, zumindest die Uferbereiche zu öffnen, während man über die  Rosenobel- und Menzingergärten durchaus diskutieren könne, zumal diese auch früher nicht zugänglich waren. Auch die "schwimmenden Gärten" könnten gesperrt bleiben. 
Das Argument der steuerlichen Probleme wird durchaus anerkannt, andererseits denkt die BÜB+, dass die für den Erhalt der Steuervorteile notwendigerweise erkennbare "Absicht zur Erzielung von Einnahmen" auch für das Jahr 2021 gelten könne. Man muss nur mit den zuständigen Stellen entsprechend verhandeln, in Zeiten der Corona Krise ist vieles möglich, was sonst unmöglich erscheint. Diesen Willen zu entsprechenden Verhandlungen und Gesprächen sieht die BÜB+ bei LGS Geschäftsführung und OB Zeitler derzeit nicht.

Die BÜB+ hat einen Antrag gestellt, die Thematik einer (Teil-)Öffnung der LGS Bereiche auf die Tagesordnung der Mai Gemeinderatssitzung zu setzen. Bis dahin könne die Verwaltung und LGS Geschäftsführung Gespräche aufnehmen. Bis zur Mai Sitzung weiß man dann auch, wie sich die Kontaktsperren entwickeln. 

In der Gemeinderatssitzung wurde dieser Wunsch der BÜB+ auf Prüfung der Möglichkeiten von der FDP als "populistisch" bezeichnet. Dies weist die BÜB+ als polemisch zurück, wohl wissend, dass in diesem Fall der Begriff "populistisch" gezielt abwertend gemeint war. Wobei es auch einen positiven Populismus gibt, der nichts anderes bedeutet, als sich für das Volk einzusetzen. Bereits 2018 und seitdem immer wieder mal wird der BÜB+ Populismus vorgeworfen. Dazu hatten wir schon hier eine Stellungnahme abgegeben, die immer noch aktuell ist.

Heribert Prantl, ein sehr "populärer" Journalist, früherer Staatsanwalt und Kolumnist bei der "SÜDDEUTSCHE ZEITUNG" hat ein Buch geschrieben, die "Gebrauchsanweisung für Populisten". Hier kann man ein Interview mit ihm zum Thema Populismus lesen.  Zitat: "...darf man das vielleicht so formulieren mit Martin Luther, dass man dem Volk aufs Maul schauen soll, aber nicht nach dem Mund reden. Das ist eine Devise, die ist jetzt 500 Jahre alt, aber sie, glaube ich, gilt immer noch für eine gute Politik."

Donnerstag, 21. Februar 2019

LGS Verkehrskonzept im Gemeinderat

Das spannendste Thema war das Verkehrskonzept während der LGS. Der Gemeinderat hatte lange um Informationen nachgefragt, am Mittwoch nun bekam man sie. 

Die Planung hat es in sich. Da die zentralen Parkflächen - entgegen der bisherigen Planung im bereich Härlen - nun auf dem Kramerareal im Osten eingerichtet werden sollen, ist ein unendlicher Strom von Autos, Bussen, Busshuttles quer durch die Altstadt zu erwarten. Zusätzlich zu dem ohnehin hohen Verkehrsaufkommen im Sommer. Einige Eckpunkte des Konzeptes:
  • Die Bahnhofstraße wird zur Einbahnstraße Richtung Osten, die Fußwege werden verbreitert. (Hotel- und Parkhauszufahrt nur von Westen?)
  • Das Aufkircher Tor wird gesperrt, eine Zufahrt in die Altstadt wird nicht möglich sein.
  • Am Parkhaus Stadtmitte/ZOB wird die Wiestorstraße gesperrt Richtung Franziskanertor.
  • Das neue Parkleitsystem wird nicht angepasst, es müssen Schilder genügen
  • Knapp 800.000 Besuche werden erwartet im Bürgerpark, Menzinger Gärten, Rosenobelschanze. Bis zu 10.000 an Spitzentagen
  • Man rechnet mit täglich Minimum 768 PKW, an Spitzentagen 1500 PKW und mehr
  • Durchschnittlich 30 Busse laden die Gäste am ZOB aus, die Busse parken dann in der Nußdorfer Straße auf dem Gelände der früheren Straßenmeisterei.
  • PKW Parkplatz wird das Kramerareal, ergänzt an Spitzentagen durch die Diehl Parkplätze. Vorn dort fahren Shuttlebusse im 10 Minuten Takt zum LGS Gelände, über die Nußdorfer Straße, Auerbuckel, Ulrichstraße, ZOB.
  • Anlieferungen an Geschäfte der Innenstadt sollten bis 9 Uhr vormittags erledigt sein.
  • Anwohner der Innenstadt und Berechtigte erhalten Bewilligungen in noch unbekannter Form. 
  • Der geplante Großparkplatz im Härlen, deutlich näher am LGS Gelände, kann wegen einer ablehnenden Mitteilung des Salem College nicht verwirklicht werden. (Schade, das war seit zwei Jahren Thema der Planung!!)
  • Umfassende Baustellen an der DB Südbahn Ulm-Friedrichshafen und auch auf der Strecke der Gäubahn Stuttgart-Singen werden zumindest zeitweise umfassende Schienenersatzverkehre notwendig machen.
  • Motorradfahrer und Fahrräder sollen an der alten Bahnhofstraße parken und dann Richtung Osten durch die Innenstadt abfahren! 
Die LGS GmbH und die Stadtverwaltung wollten die Zustimmung des Rates, auf dieser Basis weiterzuplanen. Sichtlich unangenehm war es ür OB Zeitler, als ein Antrag gestellt wurde: Der Verkehrsausschuss und der Gemeinderat seien in die weitere Planung einzubinden. Seine ablehnende Haltung half nicht. Künftig muss der Gemeinderat eingebunden werden. Bravo, eine richtige und gute Forderung und Entscheidung! Denn bei dieser Planung muss noch einiges überdacht werden.

Nicht ganz ohne Sorge war ein Bürger auf der Gästebank: "Das beste wird sein, ich wandere 2020 für 179 Tage aus!"

In der Gemeinderatssitzung würde eine sehr informative Präsentation der LGS GmbH gezeigt. Dabei war auch ein Streckenführungsplan. Wir haben versucht, diese Präsentation und den Plan zu erhalten, leider kam auf unsere zweifache Anfrage an die Pressestelle der Stadt bisher keine Antwort. 
Ergänzung: Die Überlassung der Präsentation wurde abgelehnt.

Mittwoch, 27. Februar 2019

Anwohner wehren sich gegen LGS Verkehrslenkung

In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde endlich das Verkehrskonzept für die Zeit der Landesgartenschau 2020 vorgestellt. Statt wie ursprünglich im Bereich südlich Härlen/Heizwerk geplant, soll der zentrale LGS Parkplatz nun im Osten der Stadt eingerichtet werden. Wir berichteten hier.

Leider stellte uns die LGS GmbH trotz mehrfacher Bitten nicht den - öffentlich während der GR Sitzung gezeigten - Plan und die Prognosezahlen für Besucher, PKW und Busse zur Verfügung. Somit sind wir auf Spekulationen und Informationen aus dritter Hand angewiesen. Wir haben versucht, den während der GR Sitzung gezeigten Plan nachzuvollziehen.
Es sind etwa 5,1km für eine Strecke, hin und zurück also etwa 10 Kilometer. Berechnete Fahrzeit pro Strecke 14 Minuten, vermutlich doppelt so lange, wenn die Stadt überfüllt ist und an diversen Aussteigepunkten angehalten werden muss. Alle Shuttlebusse, alleine in einer Richtung im 10 Minutentakt, müssen den Auerbuckel am Augustinum hoch, durch die St.Ulrich Straße vorbei am Altenheim St.Ulrich, zum ZOB und dann durch die Altstadt fahren. Die großen Reisebusse müssen bis/ab ZOB den gleichen Weg nehmen, da diese ebenfalls im Bereich Nußdorfer Straße parken sollen.
Auch wenn sicherlich angestrebt wird, den PKW Verkehr zum zentralen Parkplatz über die B31 Anschlussstellen (Nußdorf, Rengoldshausen) zu leiten, werden möglicherweise trotzdem viele PKW Fahrer versuchen, einen individuellen Weg über den genannten Streckenverlauf zu finden.
So etwa soll der LGS Besucherverkehr geführt werden. Unten rechts das Kramergelände. (Quelle der Karte: Google maps)
Die ursprüngliche Planung Härlen-LGS Gelände (Google maps)
In der ursprünglichen Planung war auch angedacht, die vielen Reisebusse auf der zweiten Spur der B31alt parken zu lassen. Von dort zu einem Aussteigepunkt am P&R Platz Härlen sind es nur wenige 100 Meter. Die berechnete Fahrstrecke für die Shuttlebusse Parkplatz Härlen - LGS Gelände  über B31alt - Brünnensbach Knoten - am See entlang - Bahnhofstraße beträgt 4,7km bei deutlich kürzerer Fahrzeit.

Viele Bürger sind verunsichert, weil ihnen keinerlei detaillierte Informationen gegeben werden. So hat sich bereits eine Bürgerinitiative gebildet, die massive Kritik äußert.

Die BÜB+ fordert dazu auf, unverzüglich eine öffentliche Bürgerinformation durchzuführen, zu der aber auch die Bürger ein Recht auf Meinungsäußerung erhalten müssen. Die Gründe, warum plötzlich die bisherige Planung mit großen Parkflächen im Bereich Härlen nicht weiterverfolgt wird, sind zu benennen.

Dienstag, 19. März 2019

Promenadenweg zur LGS gesperrt?

Heute erhielten wir einen Anruf einer Überlinger Bürgerin: Stimmt es, dass die Promenade zwischen Gondelehafen und Therme während der LGS für Passanten gesperrt ist?

21.3.2019 Aktuelle Ergänzung: Während der Bürgerfragestunde im Gemeinderat wurde auf Anfrage einer Besucherin bestätigt, dass der Promenadenweg vom Gondelehafen bis Therme während der LGS gesperrt sein wird. Fußgänger müssen somit über die Bahnhofstraße laufen, da der Uferweg nur mit LGS Eintrittskarte zugänglich ist.

Noch im Oktober 2018 wurde von der LGS GmbH ein Wegeplan veröffentlicht, in dem die Promenadenwege alle frei zugänglich waren. Zumindest waren sie als Rundwege gekennzeichnet. Der rote Kreis markiert den Bereich der Villengärten und "Pflanzenhaus". Eine Sperrung ist nicht ersichtlich, es sieht so aus wie an der Hauptpromenade, die schließlich auch nicht gesperrt wird.
Wegeplan der LGS vom Oktober 2018
Interessant übrigens, wo zu dem Zeitpunkt noch der zentrale PKW Parkplatz vorgesehen war: Oben die hellblaue Fläche im Bereich südl. Härlen.

Aktuell nun findet man auf der Homepage der LGS GmbH diesen Plan, den wir hier im Ausschnitt zeigen.Der Uferweg scheint gesperrt zu sein. Der Rundweg (gestrichelte blaue Linie) endet dort.
Bleibt die offene Frage: Müssen die Überlinger Bürger, die nicht in das LGS Gelände wollen, nun ab Gondelehafen /Pfahlbauhaus einen Umweg über die Bahnhofstraße laufen, um zur Therme zu kommen? Und ist der freie Uferbereich  unterhalb des "Hauses des Kurgastes" zur LGS gesperrt?
Wegeplan der LGS im März 2019

Mittwoch, 29. April 2020

Alt OB Ebersbach: Teilweise Öffnung in 2020 wäre richtig!

Alle sind sich einig, dass die Verschiebung der LGS in das Jahr 2021 der einzig sinnvolle und richtige Weg ist. Uneinig ist man sich hinsichtlich des Wunsches vieler Bürger, dass die LGS Gelände zumindest teilweise bereits in 2020 für die Überlinger geöffnet werden.
SÜDKURIER am 28.4.2020

Wir haben bereits mehrfach berichtet, haben widerlegt, dass es aus angeblichen steuerlichen Gründen nicht möglich sei, die Bürger in diesem Jahr begrenzt auf die LGS Gelände zu lassen. Es gibt sicherlich für beide Positionen gute Begründungen, wobei die BÜB+ ganz klar für die temporäre Öffnung zumindest von Teilbereichen  eintritt. In einem SÜDKURIER Leserbrief, aber auch von der SPD wurde dies öffentlich als "Populismus" bezeichnet.

Sehr unerwartet hat die BÜB+ nun ausgerechnet von einem prominenten SPD Mitglied Rückendeckung bekommen: Alt OB Reinhard Ebersbach, auch Vorsitzender des Vereins der Freunde der Landesgartenschau  äußerte sich im SÜDKURIER: "Wenn es nach ihm ginge, würden die Villengärten und eventuell auch die Rosenobel-Gärten teilweise in diesem Sommer für alle öffnen. „Aber das muss die Stadt entscheiden und die steuerlichen Aspekte müssen geprüft werden.“ Ebersbach freut sich jetzt schon auf das kommende Jahr. „Das wird eine schöne Landesgartenschau“, ist er sicher. „Dann ist alles schön angewachsen, inklusive der Lindenallee nach Andelshofen und dem Sipplinger Kirschbaum.“ 

Lieber Herr Ebersbach, Sie sprechen uns und sehr vielen Bürgern aus dem Herzen!

Montag, 12. Dezember 2016

Gezielte Fehlinformationen?

Für tausende Euro Steuergelder wird von der Stadt und der LGS GmbH eine "Informationskampagne" gestreut, die marketingtechnisch erfolgreich ist, aber eine Menge Fehlinformationen enhält. Wird hier versucht, mittels Film und Computerzeichnungen eine Wirklichkeit vorzutäuschen, die so nicht stimmt?

In den Computeranimationen werden die geplanten Uferabflachungen falsch dargestellt.
Fakefoto der LGS: Tiefster Wasserstand wie im Winter !

  1. Der gezeichnete Wasserstand ist der tiefste Winterwasserstand. Im Sommer ist der Pegel 1,5-2 Meter, bei Hochwasser sogar deutlich höher. Durch diesen Trick scheint die begehbare Fläche wesentlich breiter zu sein. Tatsache ist, dass selbst bei Normalpegel im Sommer die ersten zwei Terrassen nahezu vollkommen unter Wasser stehen. Bei einem richtigen Hochwasser wie im Juni 2016 werden auch Bereiche der dritten Terrasse überflutet sein. Ein Hochwasser wie 1999 lässt vom LGS Gelände nichts mehr übrig. Durch die Abflachungen gehen 6-8000 qm wertvolle und teuer gekaufte Fläche verloren.
  2. Der echte Grasrasenbereich, der in den Zeichnungen ewig breit aussieht, wird laut dem Maßnahmenplan maximal 6-8 Meter breit sein. In den Terrassen 1+2 wird schwer begehbarer Kies sein. Sand ist dort nicht, wie oft suggeriert. Der wäre beim ersten Sturm abgeschwemmt.
  3. Der Begriff "Strandrasengesellschaft" in der untersten Terrasse ist vollkommen irreführend. Das hat gar nicht mit einem Nutzrasen zu tun.
  4. Die drei Terrassen werden durch drei Zwischenmauern unterteilt, jede etwa 70cm hoch. In den Zeichnungen werden diese sehr verschämt nahezu flach dargestellt. Mittels Treppen und 5 Stufen müssen diese Zwischenmauern überwunden werden. Einen barrierefreien Zugang soll es nur noch an einer Stelle geben.
Das Video zeigt Situationen, wie sie aktuell im Ostbad oder im Badgarten existieren. So wird es im Westpark niemals werden können, dafür ist das Gelände viel zu schmal. 

Warum gibt es kein Schnittmodell?
Oft gefordert, aber von der LGS nie angefertigt wurde ein Schnittmodell. Nur damit könnte anschaulich der wirkliche Verlauf der terrassierten Abflachungen, aber auch die unterschiedlichen Wasserpegel gezeigt werden. Und wie schmal der verbleibende Nutzstreifen sein wird, wenn man mal die Flächen für Wege, die breiten Schutzhecken, die verlegte Straße und 2x2 Meter Radweg abzieht.

Mit der BÜB Lösung bleiben trotz breiter Seezugänge die großen Nutzflächen erhalten. Und die Bäume! Im östlichen Bereich ist der barrierefreie Zugang, dort besteht schon jetzt ein "Strandbereich" mit feinem Kies. Dieser soll laut LGS Plan aber zu Gunsten eines großen Röhrichtfeldes (Schilf) verschwinden!
BÜB Vorschlag: Breite Sitzreppen zum See, erhalt der ebenen Flächen für Sport und Spiel, Rad- und Wanderweg unter schattenreichen Bäumen. Ebener Kiesstrand ganz rechts, wie schon jetzt vorhanden.

BÜB Vorschlag: Kein Geländeverlust bei Mittel- und Hochwasser durch breite Sitztreppen, viel Spiel- und Sportfläche

Dienstag, 24. Januar 2017

Bombensuche? Kein wirkliches Argument!

Die LGS GmbH lässt verlauten, dass ein frühzeitiges Fällen der Bäume unverzichtbar sei, um auch dort nach möglichen Blindgängern aus dem Weltkrieg zu suchen. Aus unserer Sicht ist das ein weit "hervorgeholtes" Argument. Siehe SÜDKURIER Artikel.
Ende des 2. Weltkrieges, als einige Bomben auf das Bahnhofsareal fielen, bestanden die Straße und auch die Platanenalle bereits seit etwa 50 Jahren. Dort niedergegangene Blindgänger wären also sofort aufgefallen. Auch die Luftbildaufnahmen, nach denen die Fundorte möglicher Blindgänger überprüft werden, geben keinerlei Hinweis. Die Platanen auf der südlichen Straßenseite wurden erst etwa 1956 neu gepflanzt, nachdem der Fußweg zum Campingplatz angelegt wurde und die alten Bäume deshalb vermutlich weichen mussten. Man kann davon ausgehen, dass auch schon damals bei den Arbeiten mögliche Blindgänger gefunden worden wären. Auf dem gesamten LGS Gelände wurden trotz intensiver Suche keinerlei Blindgänger gefunden.

Im aktuellen HalloÜ schreibt die Stadtverwaltung, das Fällen der Platanenallee sei vor dem 1. März unbedingt notwendig, weil andernfalls der Zeitplan der LGS Planungen vollkommen durcheinander geriete. Seltsam: Im offiziellen Zeitplan der LGS ist als Baubeginn östlicher Uferbereich der Oktober 2017 eingeplant. Es besteht also weder Eile, noch die Gefahr, dass die LGS nicht zeitgerecht fertig werden würde.

Bereits seit April 2016 hat die BÜB gefordert, die Platanenallee samt Trockenmauer zu erhalten. Doch mangelnde Gesprächsbereitschaft und absolute Kopromisslosigkeit seitens Verwaltung und LGS GmbH haben die Situation massiv verzögert. Wir hätten schon lange eine Lösung haben können, mit denen sowohl die LGS GmbH als auch die Überlinger Bürger einverstanden sind.

Donnerstag, 19. September 2019

Parklei(d)t (ohne) System

Ob das noch etwas wird mit dem vor Jahren beschlossenen Parklei(d)t System für Überlingen, noch vor Beginn der LGS? Seit Monaten hört man nichts mehr davon, obwohl es eigentlich schon lange installiert und in Betrieb sein sollte. Wir erinnern uns: Das Parkleitsystem soll es den Autofahrern leichter machen, freie Plätze in den Überlinger Parkhäusern zu finden. Was natürlich auch nichts mehr nutzt, wenn diese bereits vollkommen überfüllt sind.
Was die Überfüllung betrifft: Da war am letzten Wochenende die tolle Veranstaltung des SWR, das "Pfännle", in Überlingen. Laut Südkurier waren 15.000 Menschen in der Stadt, entsprechend chaotisch war der Verkehr. Und wieder mal war am Sonntag die Innenstadt auch für Anwohner dicht gemacht: 520 private Parkplätze (die Zahl nannte CDU Stadtrat Ulrich Krezdorn) waren nicht nutzbar. Das sind deutlich mehr Plätze, als es selbst das größte unserer Parkhäuser bietet. Wieder waren Anwohner massiv verärgert, weil sie weder zu ihrem Parkplatz, noch zum Be- und Entladen fahren durften. Eine Katastrophe auch für Bürger mit Behinderungen! Ist es wirklich so kompliziert, nachgewiesene Anwohner einfahren zu lassen? Wir werden das Thema wieder ansprechen.

LGS Verkehrsführung

Grafik: Im Südkurier am 16.9.2019
Das "Pfännle" sollte eine Generalprobe für die Verkehrsführung zur LGS sein. Wie man im Südkurier lesen konnte, klappte es allerdings wenig: Vor den Parkhäusern bildeten sich lange Schlangen, dafür war der ausgewiesene Parkplatz Kramerareal wenig frequentiert. In einer LGS Veranstaltung wurde kürzlich kurz vor Schluss noch über die Verkehrsplanung zur LGS gesprochen. Viele Anwohner der betroffenen Strecken fühlen sich aber nach wie vor uninformiert. Uninformiert aber fühlt man sich auch als Gemeinderat: Immerhin hatte man per Beschluss verlangt, in die Planung eingebunden zu werden. Das kann und darf man nicht einer LGS GmbH alleine überlassen, der Gemeinderat muss in einer so wichtigen Angelegenheit mitentscheiden! Immerhin betrifft es unsere Stadt und ihre Bürger. Transparenz ist anders.

Bürgerinformation!

Die BÜB+ verlangt eine umfassende Bürgerinformation und Diskussion über die Planungen, dazu gehört auch eine eigene Veranstaltung nur zu diesem Thema. Wie wird bei einer Einbahnregelung der Bahnhofstraße und Franziskanerstraße das Zufahrtsrecht der Anwohner gehandhabt? Müssen Anwohner der Franziskaner- oder Christophstraße etwa 7 km Umweg über Brünnensbach, Goldbach, vorbei am LGS Gelände fahren, um vom stadteinwärts gesperrten Franziskanertor aus zu ihrem Haus zu gelangen? Das kann es wohl nicht sein.

Donnerstag, 11. April 2019

BÜB+ bei den Goldbachern

Immer wieder liest man, hört man von den leider ungehörten Problemen der Goldbacher Bürger: Sei es die uralte Kapelle, der man mit breiten Wegen für LGS Besucher "zu nahe rücken" will. Oder die 8 Meter Hecke, die in der gesetzlichen Schonzeit trotzdem entfernt wurde. Oder es geht schlicht auch um das Goldbacher "Strändle", das man den Einwohnern nehmen will.

Gut besucht war die Diskussion mit der BÜB+
Architekt Braungardt beschreibt die 1200 Jahre alte Kapelle

Für die BÜB+ sind diese Themen ein Anlass gewesen, sich mal vor Ort mit den Goldbachern zu treffen. Und das Interesse war sehr groß, etwa 30 Anwohner trafen sich an der Kapelle. Gassenpfleger Hubert Regenscheit führte die BÜB+ Gäste in die Themen ein. Er erzählte, dass das "Strändle" schon vor Jahrhunderten die Tränke für das Vieh der eigenständigen Gemeinde Goldbach war, zumindest bis zum Bau der Straße und der Bahnlinie. Danach nutzen und pflegten es die Goldbacher selbst als Badeplatz, sorgten für Ordnung und Sauberkeit. Damit im Umfeld der am ganzen Bodensee bedeutendsten historischen Kapelle aus dem 8. Jahrhundert kein Tummelplatz für Partymacher entsteht, bekamen nur die Goldbacher Familien einen Schlüssel, auf Nachfrage auch Gäste und auch Hödinger Bürger.
Dieses kleine Privileg will man nun den Goldbachern nehmen, laut Stadtverwaltung soll es nach der LGS öffentlich zugänglich für alle werden. Die Goldbacher sorgen sich, fürchten neben wild parkenden Autos eine Vermüllung und sind der Meinung, dass Überlingen selbst genügend offene Badeplätze hat. Ganz unrecht haben sie damit wahrlich nicht.

Herr Schönenberger zeigt alte Zeichnunge
Die alte 1200 Jahre alte Kapelle sehen die Bürger auch in Gefahr. Früher, vor dem Bau der Bahn und der Straße, stand sie folgerichtig nach den Worten der Bibel: "Du bist Petrus, der Fels, auf den will ich meine Kirche bauen" auf einem Felsvorsprung zwischen Steilwand und See. Sie gehörte zu Konstanz und zum Kloster Reichenau, weshalb sie möglicherweise dem Weltkulturerbe Kloster Reichenau  zugehörig sein wird. Südlich der Kapelle liegt der alte, aufgelassene Friedhof der Goldbacher. Und ausgerechnet hier entlang soll nun eine Flaniermeile in 2,0 Meter Breite entstehen, obwohl es nördlich um das Gebäude herum eine gut begehbare Wegeführung gibt. Die Sorge der Goldbacher: "Das soll ein bequemer Fahrradweg werden!"
Nicht schön: Abtrennung zum LGS Gelände

Genau das will man verhindern, schrieb diverse Briefe an Stadt und LGS GmbH, bat um Mitteilung, was denn nun tatsächlich geplant sei. Schlüssige Antworten erhielt man keine, was die Goldbacher total verärgert. Sauer ist man allerdings auch auf den Eigentümer der Kapelle, die Überlinger katholische Kirchengemeinde. Deren Stiftungsrat hat nämlich dem südlichen Weg und dem damit zu erwartenden Trubel zur LGS zugestimmt. Dabei sollte dieser Stiftungsrat eigentlich froh sein, dass die Kapelle überhaupt noch steht: Denn mindestens schon zwei Mal, (1821)1829 und 1885, wollte man dort das Kirchlein aus Kostengründen loswerden, abreissen. Schon damals wehrten sich die Goldbacher erfolgreich. Alleine deshalb reklamieren sie heute auch ein Mitspracherecht über das aktuelle Geschehen.

Bei all diesen Sorgen fällt kaum noch groß ins Gewicht, dass bei der LGS GmbH plötzlich (nach 2-3 Jahren...) erkannt wurde, dass eine alte dichte Hecke auf der Länge von immerhin 8 Metern die Pläne stört. Seltsam, dass trotz Verbot in der "Schonzeit" die Stadt Überlingen das Roden trotzdem genehmigte. Auch diese Pläne würden die Goldbacher gerne mal sehen.
Nur noch dicke Baumstümpfe, absolut gesund: In der Schonzeit wurde gnadenlos gerodet

Mittwoch, 6. März 2019

Nochmal: Verkehrsplanung zur LGS

Wie berichtet, wurde die bisherige Verkehrsplanung zur LGS komplett geändert. Die einstige Grundidee von LGS Geschäftsführer Roland Leitner: "Es  ist klar, jedes Auto, das nicht in die Innenstadt fährt, ist ein gutes Auto!" galt seit November 2017. Jetzt nicht mehr?

Nach Angaben LGS, Plan im SÜDKURIER am 30.11.2017
Am 30.11.2017 berichtete der Südkurier  auf Grund einer Pressemitteilung der LGS GmbH: Im Bereich Südlicher Härlen entstehen 1200 Parkplätze, die Besucher würden mit Shuttlebussen über die B31alt via Brünnensbach zum neuen Uferpark gefahren.

In der letzten Gemeinderatssitzung, 15 Monate danach, wurde als Grund für die Umplanung angedeutet, dass es nicht im Interesse des Salem College sei, wenn dort Parkplätze entstünden. Nur: Die Plätze sollten ja südlich der Kurt-Hahn Straße/Härlenweg entstehen, würden das College also gar nicht tangieren. (Siehe rechts Planskizze des SÜDKURIER vom 30.11.2017)
Warum also wurden erst jetzt die Pläne komplett umgeworfen? Jetzt sollen alle PKW im Osten der Stadt zum ehemaligen Kramer Gelände fahren, die Besucher werden danach mit Shuttlebussen durch die gesamte Innenstadt gefahren. Bis zu 30 Busse parken im Bereich des früheren Lagers vom Straßenbauamt in der Nußdorfer Straße. Ist das wirklich die optimale Lösung? Warum wurde die durchaus sinnvolle Planung von 2017 tatsächlich verworfen? Fehlt der LGS der "Schotter" zum Einschottern der Wiesenfläche?

Im jetzt vorgestellten neuen Verkehrskonzept gibt es noch weitere unlogische Ideen: So ist geplant, die Bahnhofstraße zur Einbahnstraße Richtung Osten zu machen, die Fußwege sollen zur Sicherheit für die Besucher verbreitert werden, Begegnungsverkehr soll somit nicht stattfinden. Aber: Wie sollen dann die Shuttlebusse Richtung LGS Uferpark kommen? Die müssen dann entgegen der Einbahnstraße fahren! Wie soll das denn funktionieren, wenn die Fußwege deutlich verbreitert sind? Und: Die vielen 10.000 Fahrradfahrer, die im Sommer Richtung Westen den - durch die Bahnhofstraße führenden - Bodenseerundweg befahren: Müssen die dann ebenfalls gegen die Einbahnstraße fahren? Wie sicher kann das für die Fußgänger und Radfahrer im Begegnungsverkehr sein?

Wie berichtet, wird die im Gemeinderat öffentlich gezeigte Präsentation der LGS GmbH mit Plan und prognostizierten Verkehrszahlen für eine Analyse nicht zur Verfügung gestellt. Man kann also nur spekulieren.

Zum Glück hat sich der Gemeinderat - gegen den Willen der Verwaltung - ausbedungen, in sämtliche weiteren Planungen hinsichtlich des Verkehrskonzeptes einbezogen zu werden. Eigentlich kann man nur empfehlen: Zurück zum deutlich besseren Konzept von 2017!

Eine Ergänzung einer aufmerksamen Leserin unseres Blogs. Sie fragt:
"Warum führt die geplante Strecke ausgerechnet durch Straßen, die beruhigt sein sollen, vorbei an Altersheimen, an Schulen und Schulwegen, an Bushaltestellen? Kindergartenkinder, Kinder, Jugendliche erfahren keinerlei Schutz! Wie soll das bei Schulbeginn mit unerfahrenen Schulkindern werden, zumal die Shuttlebusse die Schulwege immerhin mehrfach kreuzen? Das ist doch absurd!"

Donnerstag, 20. Juni 2019

Ersatz für gefällte Bäume LGS Gelände

Ergänzung am 25.6.

Wir bekamen auf unsere Anfrage bei der Stadt, wer denn die Ersatzbäume letztendlich bezahlt, diese Antwort:

"...die in der Liste „Ersatzpflanzungen“ aufgeführten Zahlen sind ausschließlich Ersatz für gefällte Bäume im Uferpark!
Die Ersatzpflanzungen im Uferpark selbst sind im Haushalt der LGS-GmbH in der Projektfinanzierung enthalten, alle übrigen sind über den städtischen Haushalt abgewickelt worden, da hier die GmbH keine Handlungsvollmacht hat.
Da ja auch die GmbH mit städtischen Zuschüssen finanziert wird, ist es in beiden Fällen „städtisches Geld“ und nach vollzogener Pflanzung auch städtisches Eigentum!"
Fazit: Also die LGS GmbH fällt die Bäume, die der Stadt ohnehin gehörten und die Stadt zahlt dann für den Ersatz??

 

So ist es korrekt: Kaum ist unsere Anfrage nach den Standorten der Ersatzpflanzungen gestellt, schon ist sie beantwortet. Zur Erinnerung: Wir hatten in der Bürgerfragerstunde des Gemeinderates gefragt, wann und wo die notwendigen Ersatzpflanzungen für die etwa 200 Bäume sind, die im Zuge der LGS Baumaßnahmen gefällt wurden. Darunter die bis zu 120 Jahre alten Platanen der denkmalgeschützten Allee.


Von der Stadtverwaltung kam nun eine detaillierte Aufstellung, siehe unten. Wobei ein neu gesetzter Jungbaum natürlich erst in vielen Jahrzehnten die Grünmasse hat und damit die CO2 Umwandlung leistet, wie es ein alter Großbaum kann. Schon 2016 hatten wir das  durch Fachleute mal berechnen lassen.



Standort                           Baumart             Anzahl ausgeführt   Anzahl geplant 2019/2020
Lippertsreuter Straße       Tulpenbaum          17
Lippertsreuter Straße       Zierbirnen             14
Andelshofen Alte Poststraße  Holl. Linde     15                              21
Lippertsreuter Straße       Eichen                     0                             18
Obere St.Leonhardstraße Blasenbaum          10
Rauensteinstraße              Holl. Linde           10                               3
Aufkircherstraße              Tulpenbaum            3
Aufkircherstraße              Zierbirne                 5
Rengoldshauser Straße    Krimlinde                3
Anlage Rauenstein           Winterlinde             1
Anlage Rauenstein           Ungar. Eiche           1
Analge Rauenstein           Hickorynuss            1
Breitleanlage                    Maulbeere               1
Kesselbachgraben            Seidenbaum             1
Stadtgarten                       Seidenbaum             1
Schloss Rauenstein          Blumenesche           2
Badgarten                         Säulenbuche            2
Victor Mezger Straße       Felsenbirne              1
Christian Lahusen Straße Schmalbl. Esche      1
Rengoldshauser Straße    Säulentulpenbaum    1
Luisenhöhe                       Säuleneiche              2
Barbelgängle                    Eisenholzbaum         1
Auf dem Stein                  Felsenbirne               1
Summe                                                             94                           42

Summe Ersatzpflanzungen im Uferpark                  54
Summe bereits vollzogener Ersatzpflanzungen     148
Summe Plan und Vollzug Ersatzpflanzungen        190
Nach Baumschutzsatzung erforderlicher Ersatz    103
Summe zusätzlicher Ersatzpflanzungen                   87

Was uns natürlich noch interessiert, ob die Ersatzpflanzungen, die auf Grund der LGS notwendig wurden, auch durch die LGS GmbH bezahlt wurden.

Freitag, 20. März 2020

Alternative Szenarien statt Plan B

Man "spiele das Szenario einer Verschiebung durch" heißt es in einem heutigen Südkurierartikel, der sich auf eine Pressemitteilung der LGS GmbH bezieht. Das Wort Plan B wird darin tunlichst vermieden. Letztendlich ist es nun der geforderte Plan B , man mag ihn nennen, wie man möchte. Klar ist: Der Eröffnungstermin 23.4. ist vom Tisch. Schade, aber nur richtig im Interesse der Gesundheit aller.

Bekanntlich hat am Donnerstag bereits die Mainau bekannt gegeben, dass die Saisoneröffnung verschoben wird. Sehr vernünftig, dort war man sich schon bewusst, dass es einfach nicht geht. Auch, wenn es weh tut. Bekanntlich hat die Mainau mit der LGS einen Ticketverbund. Logisch, dass nun die LGS auch nachziehen muss, denn was soll ein Ticketverbund, wenn die Mainau nicht offen hat? Und was nützt einem eine offene LGS, wenn weder Reisebusse anfahren oder Shuttlebusse von dem Parkplatz am Kramergelände zum LGS Gelände  fahren dürfen, um jede räumliche Nähe der Besucher zu unterbinden?

Donnerstag, 26. Januar 2017

LGS Ente?

Um eine eindeutige Information über eine möglicherweise erneute Bombensuche auf dem LGS Gelände zu bekommen, haben wir diese Anfrage an den Pressesprecher der Stadtverwaltung Überlingen, Herrn Wiedemer-Steidinger,  geschickt:

"Auf die Pressemitteilung der LGS GmbH, veröffentlicht gestern im Südkurier, gab es nicht nur im Anschluss an die gestrige GR Sitzung Diskussionen. Auf Nachfragen bei den Gemeinderäten wurde festgestellt, dass definitiv lediglich eine Person wusste, dass nochmals eine Bombensuche notwendig werden wird.

Im HalloÜ Ausgabe 11/16, Seite 2 ( Link zum Primo Archiv)  wird ausdrücklich das Ende der Bombensuche mitgeteilt. In der Folgezeit wurde trotz Recherche keine Informationen im HalloÜ gefunden, dass eine erneute Suche im Bereich der Platanenallee in 2017 zu erwarten ist. Befragten Anwohnern, die ggf wieder auf gepackten Koffern eine Evakuierung befürchten müssen, ist ebenfalls nichts bekannt.

Stellt sich die Frage, ob Herr Leitner irrt. Wie auch immer: Sollte tatsächlich eine erneute Bombensuche in diesem Sommer ab Juli notwendig werden, wäre eine zeitgerechte Information der betroffenen Bürger anzuraten. Der Zeitraum ist dann immerhin in der touristischen Hauptsaison und es betrifft unser Kurgebiet.

Sollte die Information allerdings eine der LGS-Enten sein, wäre nach der ausgelösten Verunsicherung der Bürger eine umgehende Klarstellung zu empfehlen."

Dienstag, 7. April 2020

Hoffnung !

Viele Menschen in Überlingen fragen mittlerweile, wie lange es mit der Beschränkung des öffentlichen Lebens noch so weiter geht. Ohne Silberstreif am Horizont ertragen sie den "Lockdown" immer schwerer. Es soll daher eine Einschätzung der Lage versucht und ein konstruktiver Vorschlag  für unsere Stadt gemacht werden.

Es ist nunmehr absehbar, dass ein normales Leben nach Corona erst Schritt für Schritt möglich sein wird, beginnend mit den ersten Maßnahmen wie die Teilöffnung der Schulen oder auch der Kindergärten hoffentlich schon Ende April/Anfang Mai, gefolgt von der Wiedereröffnung der Geschäfte.
Die sogenannten Risikogruppen der Bevölkerung werden aber noch länger einen zielgerichteten Schutz bedürfen, vor allem durch Einhaltung der Abstandsregeln und mehr. Die Eröffnung einer Landesgartenschau ist als Großveranstaltung deshalb frühestens im Sommer denkbar, also nachdem die Blütezeit des Frühlings vorbei ist. Vermutlich würde sie auch dann nur unter Auflagen genehmigt.
Sie macht so keinen Sinn und sie sollte deshalb ins nächste Jahr 2021 verschoben werden.
Schranken auf, wünscht sich die BÜB+ für das LGS Gelände
Der Vorschlag der Fraktion der BÜB+ lautet, das Gelände der LGS mitsamt seiner Infrastruktur wie Seebühne, Pflanzenhaus, Gastrogebäude, Kapuzinerkirche usw. jetzt aber nicht in einen eingezäunt einjährigen "Dornröschenschlaf" zu versetzen, sondern sinnvoll zu nutzen. Die Feiern zum 1250-jährigen Stadtjubiläum sollten in diesem Sommer wieder aufgenommen werden und bis in den Herbst den Überlinger Bürgern und den Touristen mit freiem Eintritt eine Freude zum Aufatmen machen. Unsere Chöre, Kapellen, Theatergruppen usw. könnten auftreten. Anders als zur Gartenschau, bei der etwa 3.000 Veranstaltungen angesetzt sind, handelte es sich hier um eine überschaubare Anzahl an Events und Besuchern. Dennoch müssten diese geplant und vorbereitet werden. Es ist keine Zeit zu verlieren.

Sonntag, 3. Juli 2016

Nicht repräsentativ ?


Ein Überlinger Bürger hatte am vorletzten Samstag an einer von der LGS veranstalteten Baustellenführung über das LGS Gelände teilgenommen, neben etwa 15 weiteren Besuchern.
Am letzten Samstag berichtete er an unserem Marktstand, was er dort erlebte:






Sie soll fallen: 60 Jahre alt, 150cm Stammdurchmesser


Auf Wunsch der Gäste begab man sich auch auf den Campingplatz, um dort die zum Tode verurteilten riesigen Trauerweiden anzuschauen. Auch die im mittelalterlichen Stil - als symmetrisches Gegenstück zur Liebesinsel - erbaute Uferbastion wollte man sehen. Herr Leitner von der LGS wurde gefragt, wie denn hier das Ufer gestaltet, was mit den Trauerweiden geschehen und wie die Bastion später aussehen wird.

Auch diese kerngesunde Trauerweide ist bald weg
Wahrheitsgemäß soll er das Fällen der etwa 10 Trauerweiden (bis auf eine) bestätigt haben, die Uferbastion solle entfernt und mit den im Muster gezeigten Zyklopenwacken ersetzt werden. Die Besucher sollen sich entsetzt gezeigt haben, fragten, ob es nicht Alternativen gäbe. Nein, so sei die Planung, sagte Herr Leitner wohl und bat zur Probeabstimmung: Der Teilnehmer berichtete, dass bis auf eine Hand alle streckten und für den Erhalt des jetzigen Zustandes stimmten. Sichtlich überrascht soll Herr Leitner dann nur noch gesagt haben, dass dies "keine repräsentative Abstimmung gewesen sei!"


Herr Leitner, dürfen wir Sie dann um eine repräsentative Abstimmung bitten? Noch ist Zeit, die Trauerweiden und die Bastion mit dem einzigartigen und  sicheren Badeplatz zu retten.

Donnerstag, 29. September 2016

Die Linden brauchen keine Heiligsprechung!

Architekt Jürgen Staud aus Salem befasste sich mit den zwei riesigen Linden, die bei einer Entfernung der Trockenmauer in Gefahr geraten. Er schreibt:

Muss die Natursteinmauer wirklich fallen ?

Die Untersuchung des vorhandenen Baumbestandes und seines Umfeldes auf dem künftigen LGS-Gelände war wohl doch etwas oberflächlich. Aber was hat die Mauer mit den Bäumen zu tun ?

Auf dem kleinen Grundstück östlich vor dem ehemaligen Campingplatz stehen zwei ca. 110 Jahre alte Sommerlinden die zwar nicht zum „Heiligtum“ erklärt wurden, wie Herr Sorms als Demeter-Landwirt und Gemeinderat der LBU / Grünen vor einigen Tagen bereits feststellte, doch sind sie im „Baumerhaltungsplan“ vom 24.5.16 immerhin als „besonders erhaltenswert“ bzw. „erhaltenswert“ eingestuft und beide zusätzlich als „Bäume mit Biotoppotential“ ausgewiesen. Bei ihren Größen von ca. 30 m bzw. 35 m Höhe und einem Kronendurchmesser von ca. 18 m bzw. 20 m braucht man hoffentlich nicht befürchten, dass sie bei der angekündigten Neukartierung durch die Stadtverwaltung durch das Raster fallen.

 Aber zurück zur Mauer. Diese steht ca. 4,20 m bzw. 5,40 m von den Linden in Richtung See entfernt. Linden haben eine Pfahlwurzel und zusätzlich weit ausladende Seitenwurzeln um dieses Riesenbiotop nicht nur zu versorgen, sondern ihm auch einen sturmfesten Stand zu geben. Beim Entfernen der heiß umkämpften Mauer und beim Geländeabtrag, egal ob für einen Flachufer- oder Steiluferbereich, verlieren die beiden als Naturdenkmal registrierten Linden, die mit ihren Kronen mind. 3,0 m über das Wasser ragen, ihre Standfestigkeit und werden Opfer einer unüberlegten Handlung. Aus den LGS Plänen ist zu ersehen, dass der abgeschrägte Uferbereich bis an die Baumstämme reichen soll.

Übrigens, die beiden Linden bilden zusammen mit einer ebenfalls sehenswerten, seitlich aus der Mauer wachsenden Zwillingspappel - mit ähnlichem Alter und 35 Meter Höhe - ein Trio, das aus Seesicht eine markante Landmarke darstellt.

Diese Tatsachen müssten doch auch eine LGS-Verwaltung sowie einen Gemeinderat einschl. Demeter-Landwirt umstimmen und zu einem Kompromiss und einem Teilerhalt der viel zitierten Natursteinmauer beitragen. Eine Besichtigung vor Ort ist jederzeit möglich, denn das Grundstück ist jetzt frei zugänglich. Ein alter, schön gewachsener Baum ist schon mit Respekt und Anerkennung zufrieden und benötigt keiner „Heiligsprechung“.  


Mittwoch, 29. April 2020

Persönlicher Populismus?

Im SÜDKURIER vom 28.4.2020 erschienen zwei Leserbriefe zur Forderung der BÜB+, Mittel und Wege zu suchen, dass zumnindest eine Teilöffnung der LGS Uferbereiche für die Überlinger Bürger ermöglichst wird. (Wir hatten hier bereits letzte Woche dazu geschrieben.) Während ein Leserbrief von Frau Liesching unsere Position stützt, wird sie vom anderen Leserbriefschreiber als "persönlicher Populismus" des Fraktionssprechers der BÜB+ bezeichnet.

Leserbriefe im SÜDKURIER vom 28.4.2020
Da freut man sich zunächst über den heutigen Leserbrief von Frau Liesching und ist dann mehr oder weniger traurig bis entsetzt über den daneben stehenden Leserbrief von Matthias Theissen. Wer es nicht gelesen hat bisher: Siehe Ausriss nebenstehend.

Man könnte aktuell meinen, dass sich einige Gemeinderatskollegen der SPD und FDP verabredet hätten, die BÜB+ in die negativ populistische Ecke zu drängen, ganz nach dem Motto: Irgendwas wird schon hängen bleiben. Dass sich aber nun auch Menschen - die in der Regel erst denken und dann bewusst schreiben - an dieser Wortwahl beteiligen, macht bestürzt.

Lest bitte in diesem Zusammenhang auch das aktuelle HalloÜ, lest was wir und die SPD schreiben. Dann entscheidet, wer sachlich informiert, ohne jeden Angriff, und wer genau das Gegenteil macht.

Liebe Leser, in allen Gesprächen, die ich seit einigen Tagen führe, wird mir bestätigt, dass die Zielrichtung der BÜB+ Fraktion auf eine zumindest teilweise Öffnung der LGS Uferbereiche richtig ist. Wir bekamen sogar Anregungen zur Umsetzung, wofür ich herzlich danke. Bitte teilt mir Eure Meinung mit, sehr gerne auch dann, wenn Ihr für die vollständige Absperrung des LGS Geländes eintretet. Wofür es sicherlich auch gute Argumente gibt. Aber das Horrorszenario einer Steuerrückzahlung in Höhe von 2.9 Mio Euro ist sicherlich kein Argument. (Dirk Diestel)

Nachtrag:
Wie oben geschrieben, waren die drei Stadträte der BÜB+ nicht glücklich über den Leserbrief von Herrn Theissen. Auf unsere Kritik insbesondere zum verwendeten Begriff des "persönlichen Populismus" hin meldete er sich bei der BÜB+ und schrieb, dass sein Leserbrief unvollständig abgedruckt sei, dadurch härter klingend als gemeint. Gerne veröffentlichen wir hier die ungekürzte Version, die Herr Theissen uns zur Verfügung stellte:

Weniger ist oft mehr.
Die Aufforderung des Gemeinderats Roland Biniossek (BÜB+), die Landesgartenschau-Areale trotz deren Verschiebung auf 2021 auch schon in diesem Jahr für die Bürger zu öffnen, war ein wenig durchdachter Alleingang: Dem persönlichen Populismus dienlich (wer solchen braucht), der Sache allerdings nicht. Alle die weitsichtiger denken und wie ich höre, auch viele in der BÜB+ selbst, halten das aus gutem Grund zurecht für falsch.
Die Begründung der LGS GmbH, wonach allein die Wege durch den neuen Uferpark viel zu schmal seien, um die Corona-bedingten Mindestens 1,5 Meter Abstand einzuhalten, ist zwar eine Groteske für sich: Schließlich wurden sie demzufolge ja auch „für danach“ bereits zu schmal geplant. Die anderen Gründe, dass keine vorzeitige Öffnung erfolgen sollte, sind jedoch nicht minder wesentlich.
Viele Überlinger, die Gefallen an dem finden, was anstelle der altehrwürdigen, gefällten Platanen-Allee an (wie soll ich es nennen?) „Gegend“ geschaffen wurde und die bisher noch keine Karten gekauft hatten, werden sich auf die Socken machen und im nächsten Jahr sagen: „Hab‘ ich schon gesehen“. Und anstelle von Busreise plus Kartenkauf 2021 würden sich doch Viele im Umland in‘s Auto setzen und sich das Gelände schon dieses Jahr „für umme“ anschauen, selbst wenn Menzinger Gärten und Rosenobel halt zu sind. Der Kostenaufwand der Verschiebung geht jetzt schon in die (ja ungeplanten) Millionen. Wieviel davon an der Stadt (sprich: an jedem von uns) hängen bleibt, ist noch ungewiss, bis sich Land, Stadt, LGS GmbH und auch diese „BW Grün“ (von der spricht keiner) mal einig sein werden, wer denn eigentlich nun nur „Beauftragter„, „Ausrichter i.A.“ oder der wirkliche „Veranstalter“ ist (der haftet). Jedenfalls wird 2021 jeder Besucher, jede Karte, jeder Cent gebraucht werden, weshalb eine „Öffnung jetzt“ nur weiterer Schaden wäre. Öffnen wir lieber wieder die ausreichend breite Seepromenade, damit die Gastronomen wenigstens ein bisschen Umsatz mit Eis und Speisen für „to go“ machen können. Des Oberbürgermeister’s Sorge vor „Menschenmassen“ ist doch Quatsch: Die anderen Orte mit ihren offen gebliebenen Seepromenaden haben dies ja bewiesen. Mehr Vertrauen in das Bewusstsein, in die Vernunft und die Umsicht der Menschen wäre bürgernäher als dieses „Dekret“ von oben herab.
Matthias Theissen, Überlingen

Dienstag, 15. November 2016

Ersatzbäume sollen Ausgleich sein

Eine Zusammenfassung der drei Beiträge zum CO2 Ausstoß findet man hier

Die LGS will an Stelle der gefällten Großbäume Ersatzbäume pflanzen. Das sei "Baumschulware, mit etwa 20cm Stammumfang" (Herr Leitner im Gemeinderat) . Das entspricht also einem Stammdurchmesser von 6-7cm. Genau so einer wurde zum 1. Spatenstich symbolisch gepflanzt.

In den zwei vorherigen Beiträgen haben wir errechnet, dass die CO2 Menge, die für die Granittransporte von Italien nach Überlingen in die Atmospäre geblasen wird, in etwa 121 Tagen von den bestehenden etwa 80 Großbäumen abgebaut werden könnte.
Jetzt sollen stattdessen aber Jungbäume kommen, im LGS Gelände etwa 30 Stück. Um die Grünmasse zu ersetzen, müssten für jeden gefällten Großbaum etwa 1-2000 Jungbäume gepflanzt werden.

Rechnen wir also mal aus, wie lange die 30 Jungbäume brauchen, um die 84 Millionen Liter CO2 abzubauen.

Ein einziger Großbaum baut täglich 9400 Liter CO2 ab. Da er nur durch durchschnittlich 1500 Jungbäume ersetzt werden kann, wird also ein Jungbaum 9400:1500 = 6,3 Liter CO2 täglich abbauen.
Bei 30 Jungbäumen sind das täglich 188 Liter CO2 Abbbau.

Um also die produzierten 84 Millionen Liter CO2 abzubauen, benötigen diese 30 Jungbäume 446.809 Tage. Das sind 1224 Jahre.

Wollen wir fair sein: Die LGS will zusätzlich 170 Jungbäume setzen, allerdings nicht im Überlinger Kernstadtgebiet, sonder in den Randbezirken und in den Ortsteilen. Wo es ohnehin schon sehr grün ist. Aber berechnen wir mal, wie lange diese in der Summe dann 200 Ersatzpflanzungen brauchen, um die produzierten 84 Millionen Liter CO2 abzubauen:

Ein Jungbaum baut täglich 6,3 Liter ab.
200 Jungbäume also 1260 Liter.
Um die 84 Millionen Liter abzubauen, brauchen diese 200 Bäume  66.670 Tage. Also "nur noch" 183 Jahre. 

Wie kann man also glauben, dass mit den Ersatzpflanzungen ein Ausgleich für die Leistung der gefällten Großbäume geschaffen wird??

Feinstaub: 
Es ist für Laien kaum zu berechnen, wieviel Feinstaub durch diese 250 LKW Transporte produziert wird.  Aber:

Dieselruß wirkt klimatisch 360.000 bis 840.000 mal so stark wie CO2! 

Und man weiß, dass gerade Platanen überdurchschnittlich viel Feinstaub binden können. 

Sauerstoff:
Ein großer 100jähriger Baum bildet pro Jahr etwa 4,6 to Sauerstoff, allein an einem Sonnentag rund 18.700 Liter ! Ein Jungbaum, wie oben beschrieben, schafft nur 12,5 Liter!

Dienstag, 14. Juni 2016

Offizieller Auftakt zur Unterschriftensammlung

Der offizielle öffentliche Auftakt* zur Unterschriftensammlung ist am
23.6.2016 um 19.30 Uhr in der Gärtnerei Widmer beim Friedhof Überlingen.
Die Sprecher der BÜB werden den Besuchern bekannte und neue Informationen über den Stand der Planung der LGS und des Bürgerbegehrens geben. Selbstverständlich können die Besucher Fragen stellen. Fachkundige Personen werden zur Verfügung stehen. Die Besucher können sich sofort in die Unterschriftenlisten eintragen.

Umrahmt wird der Abend mit Liedern von und mit dem Überlinger Barden Eloas Lachenmayr, der sich gerne zur Teilnahme bereit erklärt hat.

Die offizelle Frage für das Bürgerbegehren lautet:
"Sind Sie für den Erhalt der alten Baumallee auf dem Gelände der LGS 2020?"

Wir gehen davon aus, dass mit dem Erhalt der Baumallee, bestehend aus bis zu 120 Jahre alten Platanen, Kastanien und weiteren Bäumen auch der Bestand der historischen Trockenmauer aus dem 19. Jahrhundert gewährleistet ist. Auch mit dieser Trockenmauer sind attraktive Uferzugänge zum See durchaus möglich, gleichzeitig aber wird die für die Bürger zur Verfügung stehende Bürgerparkfläche deutlich größer sein, als sie es mit der Mommsenplanung ist.
Nicht in das Bürgerbegehren aufgenommen ist der Erhalt der mächtigen Trauerweiden auf dem Gelände des Campingplatzes und der Uferbastion. Alle diese Forderungen sind in einem rechtlich haltbaren Fragetext nicht formulierbar. Trotzdem appellieren wir an die Planer der LGS, Wege zum Erhalt der Trauerweiden (z.B durch Verpflanzung) zu finden und die im mittelalterlichen Stil gebaute Bastion nicht mit den grausigen Zyklopenwacken zu verschandeln.

Die Besucher können Unterschriftenlisten mitnehmen, um sie Freunden und Bekannten zu geben.
* Bereits jetzt kann man die Listen hier herunterladen. Letzter Tag der Unterschriftenaktion ist der 9.7.2016


Sonntag, 3. Juli 2016

Wie krank sind die Bäume?

Angeblich sollen viele der Bäume, die im LGS Gelände fallen sollen, krank sein.
Seltsam 1: Fast alle der riesigen Weiden auf dem Campingplatzgelände sollen von Pilz befallen sein, das Fällen soll unvermeidlich sein. Was irritiert: Eine der schönen Weiden darf ja bleiben, die scheint also gesund zu sein.
Seltsam 2: An der Straße wurden schon mal drei der ältesten Platanen gefällt. Die sollen auch größtenteils krank sein und ohnehin kurzfristig eingehen. Wenn man sich den Baumstumpf einer der vermutlich ältesten Fällopfer anschaut, wundert man sich: Kein Stückchen ist faul!

Obwohl das bei Platanen ja sogar normal ist, dass die innen Faulstellen haben. Sonst hätten die Vögel und vermutlich auch Fledermäuse  sie ja auch nicht auserkoren, um darin ihr Nest zu bauen und zu brüten. Selbst der Waldkauz brütet in einer. Schade, wenn er sein natürliches Heim demnächst verlassen soll, um in ein "künstliches Fertighaus" einziehen zu müssen.

Dieser Baumstumpf ist übrigens frei zu besichtigen: Unmittelbar vor dem Bahnübergang bei der Zufahrt zum Stellwerk, links halb verdeckt von Bauschutt und Asphalt. Im Moment treibt er von unten sogar wieder aus!

Weitere zwei Baumstümpfe sind auf dem abgesperrten Gelände auf der anderen Straßenseite.