Freitag, 8. Juli 2016

Granit aus Südtirol

Es gab Befürchtungen, dass der Granit für die Zyklopensteine aus China kommen würde, aus dem dort üblichen nicht nachhaltigen Abbau und womöglich mit Hilfe von Kinderarbeit. Aussagen während eines Rundgangs mit den Mitarbeitern der LGS ließen dies befürchten.
Die LGS GmbH hat nun ausdrücklich klar gestellt: Der Granit kommt aus Südtirol. Dort kann man hoffen, dass der Abbau umweltschonend erfolgt und Kinderarbeit ist sicherlich nicht im Spiel. Wir werden diese Versprechungen mit Sicherheit nachprüfen.

Aber: Auch Südtiroler Granit hat am Bodensee eigentlich nichts zu suchen, schon gar nicht in diesen gewaltigen Massen (Ein Überlinger Stadtrat prägte dafür den Begriff "Westwall"). Granit ist am See völlig naturfremd. Vom ökologischen Unsinn mal ganz abgesehen: Tausende Tonnen müssen irgendwie an den See kommen, vermutlich per LKW quer über die Alpen. Allein damit dürfte der ohnehin marginale ökologische Nutzen der Uferumgestaltung deutlich ins Negative drehen.

Warum, fragt man sich, soll eine vorhandene, voll funktionsfähige Trockenmauer aus heimischem Rorschacher Sandstein entfernt werden, um dafür die ökologisch zweifelhafte Zyklopenmauer zu errichten? Zuschüsse, heißt das Zauberwort. Aus unseren Steuergeldern.



1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Genau das, jeder Cent Zuschuss wird von uns Steuerzahlern eingezahlt. (nicht jedoch von den Steuersparmodellen...)