Samstag, 9. Juni 2018

Sind wir "Negativisten"??


Liebe Freunde und Unterstützer der BÜB+

Wenn man heute früh den Südkurier und den Leserbrief des Herrn Dambacher gelesen hat, ist zumindest meine erste Reaktion zwiespältig gewesen: Soll man sich ärgern, entsetzt oder gar wütend sein? Oder sollte man lachen?

Ich persönlich habe mich für ein trauriges Lachen entschieden.

Der Herr Dambacher vergleicht unsere BÜB+ nun tatsächlich mit der AfD. Eine „üble Mischung aus Negativisten“ nennt er uns. Vermutlich hat er bisher nicht die Leitlinien und das Leitbild von uns gelesen, für jeden auf der Homepage der BÜB+  erreichbar. Dort haben wir unser Selbstverständnis formuliert, das nun wirklich absolut nichts mit den Rassisten der AfD gemeinsam hat.

Die BÜB+ ist offen für alle , die diese unsere eindeutigen und unverhandelbaren Wertvorstellungen teilen. Über einzelne gemeinsam erarbeitete und formulierte Ziele kann man immer diskutieren und demokratisch beschließen, wie in jeder Partei und in jedem Verein auch. In der BÜB+ sind Mitglieder oder Sympathisanten nahezu jeder Partei aktiv. Roland Biniossek als Mitglied der LINKEN kam zur BÜB+, weil er von unseren Zielen und Wertvorstellungen überzeugt ist. Es ist also sicher nicht so, dass BÜB+ und LINKE eine neue linke Szene in Überlingen strukturieren. In einigen Punkten sind, zugegeben, unsere Ziele eher „links“ einzuordnen: Wenn wir mehr bezahlbaren Wohnraum und dafür beispielsweise eine massive Erhöhung der Zweitwohnungssteuer fordern oder eine Ausweitung der Berechtigungen für den Überlinger Sozialpass. Wenn wir wollen, dass auch Putzfrauen ein Einkommen erhalten, von dem man leben und eine ordentliche spätere Rente erwarten kann. Wenn man für die benachteiligten Menschen in einer Gemeinschaft eintritt, hat das nichts mit Links oder Rechts zu tun. Es ist einfach der Versuch, für diese Bürger das Leben in einem reichen Land ein klein wenig leichter zu machen. Ich persönlich gebe es gerne zu: Obwohl ich 40 Jahre aktiv in der Jungen Union und der CDU war, vertrete ich solche „linken“ Positionen. Weil Menschlichkeit nichts mit „Rechts“ oder „Links“ zu tun hat. Und weil selbst das „C“ der christlichen Parteien nicht immer Garant für christliches Verhalten ist.

Ich war nie Mitglied der „Grünen“, trotzdem schätze ich viele der grünen Politiker auf allen Ebenen durchaus und anerkenne, was die Partei vor vielen Jahren für unsere Umwelt angestoßen und erreicht hat. Und so sehe ich es auch nicht als verwerflich an, gegen viele Dinge in der Opposition zum Überlinger Gemeinderat zu sein. Wenn man mit 3400 Unterschriften von Bürgern (leider erfolglos) für den Erhalt einer denkmalgeschützten alten Platanenallee eintritt und (erfolgreich) gegen das komplette Abholzen aller Bäume an der Promenade kämpft – dann sind das eigentlich urgrüne Positionen, die wir bei der BÜB+ sehr gerne vertreten. Weil es kein anderer tut, versuchen wir auch die sinnlose Fällung der drei Kastanien am Landungsplatz zu verhindern.

Wir vertreten auch viele liberale Positionen: Unsere Forderung nach mehr Offenheit, Information und Bürgerbeteiligung könnte liberaler nicht sein. Nach wie vor werden viele Themen im Gemeinderat und in den Aufsichtsräten der Überlinger Gesellschaften nichtöffentlich diskutiert. Dann kommen solche Entscheidungen zu Stande, wie die klammheimlich beschlossene Verfüllung des Wasserrohres vom Andelshofener Weiher mit Beton. Die Bürger werden nicht informiert, nicht gefragt, heimlich überrumpelt. Und ja: Teure nichtöffentliche Klausurtagungen des Gemeinderates, möglichst weit weg vom interessierten Bürger, lehnen wir auch ab.

Wir kritisieren viele Dinge in unsere Stadt, die nicht nur unserer Meinung nach falsch laufen. Aber sind wir deshalb „Negativisten“, also Menschen, die gegen alles erstmal meckern und nichts für gut befinden? Konstruktive Kritik hat absolut nichts mit Negativismus zu tun. Wir sind bereit, für unsere Ziele zu kandidieren und sie auf demokratischem Weg zu erreichen. Ist das ein Herr Dambacher auch? Was sind seine Ziele? Wo engagiert er sich?

Liebe Freunde der BÜB+, als Sprecherrat und Sprecher der BÜB+ kann (soll) man keine Leserbriefe schreiben. Eine zulässige Pressemitteilung ist dieser eigentlich nur dumme Leserbrief jedoch nicht wert. Wir würden uns aber freuen, wenn aus Ihren Reihen klare Meinungsbilder auch in Form eines Leserbriefes kommen. Und wir freuen uns über jede Anregung, die in unsere gemeinsamen Ziele einfließen kann. Sprechen Sie ihre Bekannten und Freunde an, ob sie nicht Interesse daran hätten, gemeinsam mit der BÜB+ etwas für unsere Heimatstadt Überlingen zu erreichen. Im Sinne von Fortschritt.

Dirk Diestel, Sprecher der BÜB+

Nachtrag:
Zwei Leserbriefe sind im Südkurier den Ausfällen des Herrn Dambacher entgegengetreten



Montag, 4. Juni 2018

DAV erreicht das Spendenziel

Wir freuen uns mit dem DAV, dass das Spendenziel in Höhe von 50.000€ für die geplante Kletterhalle erreicht wurde. Unterstützer der  BÜB+ haben sich nach einer internen Sammlung mit 500€ daran beteiligt.

Der Gemeinderat ist nun aufgefordert, die letzte Finanzierungslücke für die Kletterhalle zu schließen. Zumindest aber sollten die geplanten Erbpachtkosten für das Grundstück gestrichen werden! Andere Vereine erhalten deutlich größere Flächen -zu Recht!- kostenfrei von der Stadt, warum muss der DAV dafür bezahlen? Auch die Kletterhalle ist ein attraktives Angebot für den Schulsport, alle Überlinger und für den Tourismus.

Samstag, 2. Juni 2018

Gesamtstädtisch denken???

Zu unserem Post zum Thema "gesamtstädtisch denken" (Stadtrat Robert Dreher) erhielten wir eine interessante Zuschrift, die das Thema nochmals beleuchtet:

"Nochmals zum Gesamtstadtrat Dreher (FWV):
Gesamtstädtisch denken heißt doch, die Stadt behutsam zu entwickeln unter Berücksichtigung vieler
Aspekte und Interessen. Es heisst nicht, dass zwei Bürgermeister und eine GR-Clique ihren Dickkopf durchsetzen.

Nebenbei:  27 Architektenentwürfe zum Westpark hatten gesamtstädtisch geplant, indem sie die historische Entwicklung und die denkmalgeschützte Platanenalle respektierten. Der Radikal-Plan von Frau Mommsen -der einzige, der sich nicht an die Wettbewerbs-Vorgaben hielt- und der die Stadt gespalten hat, wurde von einigen Dickschädeln kompromisslos durchgesetzt.

Gesamtstädtisch denken heisst aber immer, den Kompromiß zu suchen."

Dem ist nichts hinzuzufügen. Gelernt hat daraus weder der Stadtrat, noch die Verwaltungsspitze.

Dabei wäre es so einfach, den 3400 Bürgern, die für den Erhalt der Platanenallee und der alten Sandstein Trockenmauer gestimmt hatten, wenigsten ein klein wenig die Hand zu reichen: Indem man den letzten Rest der Trockenmauer erhält, anstatt ihn mit den Granitwacken aus Südtirol zuzuschütten. Im Bereich der zwei großen Linden kann man die Trockenmauer nämlich nicht entfernen, ohne die Bäume stark zu gefährden. Also will man sie zuschütten! Welch ein (teurer!) Unsinn.
Das letzte Stück Trockenmauer könnte gut integriert werden. Foto: J.Betten
Unser Appell: Kommen Sie den 3400 Bürgern entgegen, erhalten Sie den Rest der alten historischen Trockenmauer! Es ist immerhin ein Teil der alten Schutzeinrichtung für die Bodenseeuferbahn, die in dieser Form einmalig am ganzen See war. Eine Hinweistafel an Land könnte den LGS Besuchern zeigen, wie man im 19. Jahrhundert das Ufer schützte, ganz natürlich ohne Beton und Zement.

Montag, 21. Mai 2018

Die neue Promenade: Licht und Schatten

Hunderte, Tausende sind schon über den fertig gestellten Teil unserer Promenade spaziert. Fast ausnahmslos stolperfrei, sehr gut. Die umfangreichen Nachbesserungen haben ihren Sinn gehabt und erfüllt.
Sehr schön geworden sind auch die sanierten alten Betonpflanzkästen, die sehen nun aus wie neu. Mit der aktuellen Bepflanzung kann man sagen: Gut gemacht! Fehlen tun uns allerdings einige der Bäume, unter denen man im letzten Sommer noch so schön auf den Bänken sitzen konnte, um im Schatten sein Eis zu schlecken oder um nur dem Menschenstrom hinterherzuschauen. Jetzt sitzt man auf den Rändern der Betonumfassungen voll in der Hitze und das Eis schmilzt schneller als es geleckt werden kann.

Großes Entsetzen oder zumindest ein "wie kann man nur so was machen" dann am großen, neuen Pflanzbeet am Mantelhafen vor der alten Turnhalle: Ein großer, potthässlicher Stromkasten steht unübersehbar an der Südseite. Ja, wer um Gottes Willen plant denn so eine Scheußlichkeit? Hätte man diesen Trumm nicht dezent in einer Ecke der Turnhalle verstecken können? Erinnerungen an ähnliche Verschandelungen durch Telekomkästen (u.a. an der Wiestorstraße beim Franziskanertor) kommen hoch. Hatte man nicht damals schon intensiv über Geschmacksverirrungen diskutiert und gar nichts daraus gelernt?
Wem soll das denn gefallen? "Perfekt" angepasst an das Pflanzbeet, wer plant denn so was?





Südkurier berichtet:“Gesamtstädtisch" entschieden?

In einem ausführlichen Artikel berichtet der Südkurier Redaktionsleiter Stefan Hilser über die offizielle Vorstellung der BÜB+.
Interessant ist der Bericht über die „Protestbewegungen“ aus früheren Jahren: Die Freien Wähler, die LBU (Liste Bürgerbeteiligung und Umweltschutz) und die ÜfA (Überlingen für Alle). Alle Gruppierungen wurden gegründet und waren erfolgreich, vergaßen aber im Laufe der Jahre, warum sie letztendlich gegründet wurden. Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung muss besser werden!

Seltsam die Aussage von FWV Fraktionssprecher Robert Dreher: BÜB+ Sprecher Dirk Diestel hätte in der Platanendebatte "gesamtstädtisch" abgestimmt, wenn er für die FWV 2014 in den Gemeinderat gewählt worden wäre. Nein, das hätte er nicht:

Einerseits hätte er niemals unter Fraktionszwang gegen seine Überzeugung abgestimmt. Man darf aber auch fragen, was Robert Dreher unter "gesamtstädtisch" versteht. Waren die 3400 Bürger, die innerhalb von nur 2,5 Wochen für den Erhalt der denkmalgeschützten Platanenallee und der historischen Trockenmauer unterschrieben hatten, etwa kein Teil der Gesamtstadt? Konnte man es "gesamtstädtisch" nennen, dass diese Bürger von Verwaltung und nahezu dem ganzen Gemeinderat vollkommen ignoriert wurden, dass man jedes Gespräch, jeden Vorschlag zu einem runden Tisch mit der BÜB konsequent ablehnte? War es ein "gesamtstädtisches" Verhalten, dass die BÜB Aktiven massiv diffamiert wurden, dass bis heute ein die BÜB unterstützender  Geschäftsmann keine städtischen Aufträge mehr erhält? Dass man (zum Glück erfolglos) versuchte, über Tricks die Sprecher der BÜB in den finanziellen Ruin zu treiben?

Nein, wäre der heutige BÜB+ Sprecher 2016 schon im Gemeinderat gewesen, wäre der beantragte Bürgerentscheid zwar ebenso abgelehnt worden. Aber es hätte eine Stimme mehr dafür gegeben.

Und damit schließt sich der Kreis: Mehr Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung wird nur mit der neuen BÜB+ zu erreichen sein.

Donnerstag, 17. Mai 2018

50 Gäste bei unserer Vorstellung

Obwohl parallel die LGS GmbH einen Infoabend im Kursaal veranstaltete (dort waren 80 Besucher), und der starke Regen sicherlich einige Bürger vom Besuch abhielt, konnten wir zu unserer ersten offiziellen Vorstellung 50 Besucher begrüßen. Damit hätten wir nicht gerechnet, umso mehr freuen wir uns über das Interesse der Überlinger Bürger an der neuen politischen Kraft in Überlingen, der BÜB+.
Im voll besetzten Bräustüble antwortet Stadtrat Roland Biniossek auf Bürgerfragen

Nach einer Vorstellung des Sprechers Dirk Diestel und der anderen 8 Sprecherräte referierte Diestel über das Leitbild und die Leitlinien der neuen BÜB+. Das Leitbild steht unter dem Zitat des ersten Deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss: "Die Gemeinde ist wichtiger als der Staat und das Wichtigste in der Gemeinde sind die Bürger".

So steht auch für die BÜB+ an erster Stelle der Leitlinien: "Wir fordern umfassende Information und Beteiligung der Bürger bei allen relevanten Planungen und Entscheidungen." Genau daran fehlt es in Überlingen. Roland Biniossek verwies darauf, dass der Gemeinderat die "Regierung" sei, die Verwaltung nur ausführendes Organ. Dieser Tatsache sind sich der Gemeinderat und die Verwaltung  leider nicht immer bewusst.

Die Anwesenden stellten anschließend rege Fragen, neben vielen weiteren ganz speziell nach dem Fallrohr für das Wasserkraftwerk, nach der unbefriedigenden Bautätigkeit in Überlingen und natürlich nach dem Erhalt der Bäume am Landungsplatz. Die Sprecherräte der BÜB+ konnten auf alle eine Antwort geben. Über allen Fragen stand die Hoffnung, dass mit der BÜB+ eine größere Offenheit, mehr Bürgerbeteiligung und weniger Geheimniskrämerei in den Gemeinderat ab 2019 einziehen wird. Nach knapp zwei Stunden endete das offizielle Programm, anschließend gab es aber noch viele individuelle Gespräche zwischen Bürgern und den Aktiven der BÜB+.

Sonntag, 13. Mai 2018

Pirouetten

Seltsame Pirouetten müssen Verwaltung und der größte Teil der Gemeinderatsfraktionen drehen, um ihr Gesicht zu wahren. Waren es bisher die (angeblichen) Versorgungsleitungen, die unter den drei Bäumen verlaufen und deshalb das Fällen der Kastanien notwendig machen, musste man jetzt einen anderen guten Grund finden. Stellte es sich doch auf Nachfrage des Südkurier (die BÜB+ bekam keine Information dazu) heraus, dass im Bauamt niemand auch nur die leiseste Ahnung hat, wo die Leitungen genau verlaufen. Es gibt schlicht keine Pläne, die Behauptung war eine reine Erfindung.
Also müssen jetzt die Bürger herhalten und ihr angeblicher Wille, die Bäume zu fällen. (Bericht im SÜDKURIER)  2016 kamen im Rahmen der Bürgerbeteiligung rund 350 Bürger nach Nußdorf ins Dorfgemeinschaftshaus – sieben mal mehr als erwartet – um dort gegen die Kahlschlagpläne der Architektin Mommsen zu protestieren. Wir erinnern uns: Sie wollte die Promenade baumfrei machen und die so "furchtbar hässliche" Bareselplattform gleich mit entfernen. Sieg auf der ganzen Linie für die engagierten Bürger! Für die folgenden Planungen und Vorstellung im Kursaal gab es sogar Beifall, als die Architektin den Baumerhalt versprach. Auch dort forderte kein einziger Bürger die Fällung der drei Kastanien und es gab schon gar nicht so einen seltsamen Wunsch, diese nach der Fällung um 1,5 Meter nach Norden versetzt neu zu pflanzen. Warum denn auch?

Die ganze Angelegenheit wird immer verdrehter. Da sagte doch am Rande der letzten Gemeinderatssitzung ein Stadtrat, man müsse die drei Bäume fällen, um den Freiraum für Veranstaltungen zu vergrößern. Und sie würden ja etwas weiter nördlich neu gepflanzt. Sollte dieser eine vielleicht versehentlich die Wahrheit gesagt haben?

Liebe Leser: Sollten wir etwas verpasst haben und die Fällung tatsächlich dringender Bürgerwunsch sein, teilt es uns mit. Dann stellen wir unsere Bemühungen um den Erhalt dieser drei Kastanien sofort ein. Zur Erinnerung: Es sind die drei Bäume, die in einer Reihe zwischen Eingang Greth und Lenkbrunnen stehen, zwei davon haben eine schöne runde Sitzbank um sich herum.

Radfahrer in der Hafenstraße

Der Gemeinderat hat es nun beschlossen, dass die enge Hafenstraße für den motorisierten Individualverkehr gesperrt wird. Ausgenommen sind alle Busse, Liefer-LKW, Anwohner, Anlieger, Behinderte, Fußgänger und natürlich Radfahrer. Denen aber kommen nun unzählige Fahrradfahrer in Ost-West Richtung frontal entgegen: Das ist unsagbar gefährlich. Wie sagte Busunternehmer Morath kürzlich: Die fahren zum Teil so rücksichtslos, da sind Unfälle vorprogrammiert.

An der Ecke Marktstraße müssen die Radler dann an einer extra einzurichtenden Radfahrerampel warten, bis sie in die Marktstraße einfahren und von dort nach links in die Christophstraße abbiegen dürfen. Kann das gut gehen? Vielen wird das zu „einfach“ sein, sie fahren dann lieber geradeaus weiter, entgegen dem Verkehr durch die Kessenringstraße. Das hatte man ja vorher in der Hafenstraße geübt. Nur dass die Kessenringstraße noch enger ist und der Stau vermutlich endlos, weil ja alle PKW nun nach links in die Marktstraße abfließen müssen. Wir meinen: So funktioniert das nicht!

Kann man es den Radlern nicht zumuten, die kurze Strecke durch die Münsterstraße zu schieben? Vielleicht über die eine oder andere Holperschwelle, um es auch den unbelehrbaren Rasern klar zu machen?

Auch wir wünschen uns weniger Verkehr in der Innenstadt, aber nicht so und durch mehr Verkehr auf Kosten der Anwohner in der Franziskanerstraße, Wiestorstraße, St. Ulrichstraße. Vorbei an drei Altenheimen und der Schule. Aber auch an Münsterplatz und Gradebergstraße wird mehr los sein: Viele werden diese Abkürzung nehmen, um zur Post, Polizei oder zum Augustinum zu gelangen.

Warum fängt man nicht mal so an:

Werktags ab etwa 20 Uhr, Sonn- und Feiertags ganztägig wird die Innenstadt am Franziskanertor, am Ochsen und an der Kurapotheke per versenkbarem Poller dicht gemacht. Anwohner bekommen einen Schlüssel. Und am Fischerbrunnen wird aus der Christophstraße das Linksabbiegen untersagt, um den ungewünschten Kreisverkehr durch die Stadt zu beenden.
Sagen Sie uns Ihre Meinung dazu!

Dienstag, 15.5. um  19 Uhr im Bräustüble des "Ochsen"

Freitag, 11. Mai 2018

Aufschub der Baumfällungen im GR abgelehnt

Der Antrag von Roland Biniossek, auf dem Landungsplatz solange keine Bäume zu fällen, bis die Umgestaltung im Bereich zur Hofstatt begonnen wird, wurde abgelehnt.
Selbst die LBU-Grünen stimmten geschlossen dagegen, nehmen es also in Kauf, dass im Herbst die drei Kastanien fallen.

Dabei gibt es absolut keinen Grund für die Fällung, zudem sich nun der Vorwand  "darunter verlegte Leitungen im Wurzelbereich" als fake news ersten Ranges erwiesen haben. Die Bauverwaltung unter BM Längin hat null Ahnung, wo die Leitungen laufen. Das gestand sie jetzt ein.

Gleichzeitig beschloß der GR gegen vier Stimmen, die Hafenstraße für den motorisierten Individualverkehr (MIV) zu sperren und dort einen gegenläufigen Fahrradverkehr einzuführen. Da Busse, Liefer LKW, Anlieger, behinderte und Bewohner weiterhin durchfahren dürfen, sind massive Konflikte mit den Radlern abzusehen. Diese müssen dann auch noch an einer Radlerampel warten, bis sie in die Marktstraße abbiegen und von dort links zur Weiterfahrt in die Christophstraße abbiegen dürfen. Nicht wenige werden vermutlich geradeaus gegen den Verkehr in die noch engere Kessenringstraße weiterfahren. Wer kann diesen Unsinn noch stoppen?

Die einzig vernünftige Regelung wäre, die Radler absteigen und durch die Münsterstraße schieben zu lassen. Diese 200m wird jeder überstehen.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Pressemitteilung zu den drei Kastanien am Landungsplatz

Pressemitteilung der BÜB+

Kastanien am Landungsplatz


"Die BÜB+ hatte nach dem Gemeinderatsbeschluss zur Fällung der drei Kastanien mit entsprechend gleichwertiger Ersatzpflanzung dazu ihre Zustimmung signalisiert, weil die in der Sitzung genannte Begründung („Leitungen unter den Wurzeln“) stichhaltig und nachvollziehbar erschien.

Nachdem nun aber öffentlich wurde, dass im Bauamt nicht einmal bekannt ist, wo die alten Leitungen verlaufen, revidiert die BÜB+ ihre Aussage und fordert den Erhalt der drei Bäume. Die BÜB+ empfindet es als ein unfassbares Verhalten der Bauverwaltung, den Gemeinderat und die Öffentlichkeit mit vollkommen ungesicherten Behauptungen zu beeinflussen.

Die Behauptung, dass die Leitungen direkt unter den Bäumen im Wurzelbereich verlaufen, erscheint ohnehin unglaubwürdig: Vorausgesetzt, die Leitungen bestanden bereits, bevor die Bäume vor etwa 50 Jahren gesetzt wurden, so ist kaum anzunehmen, dass sie direkt auf die Leitungen gepflanzt wurden. Im umgekehrten Fall, wenn die Bäume bei der Verlegung der Leitungen bereits vorhanden waren, kann man ebenfalls davon ausgehen, dass sie nicht im Wurzelbereich verlegt wurden. Beides wäre ein unsinniges Vorgehen gewesen.

Mit modernen Metallsuchgeräten sollte es möglich sein, den Verlauf der alten Leitungen festzustellen. Die BÜB+ fordert nun den Gemeinderat auf, den Beschluss betreffend der drei Kastanien unverzüglich abzuändern und sie am bisherigen Standort zu belassen. Dies auch hinsichtlich der beträchtlichen Kosten für annähernd gleichwertige Ersatzbäume, die mit Pflanzung bei etwa 50.000€ liegen. Sollte der Gemeinderat es für notwendig erachten, das Wenden von Reisebussen zu verhindern, sind dazu nicht zwingend Bäume notwendig. Dafür sind im Notfall demontierbare Poller sicherlich besser geeignet."

Dienstag, 8. Mai 2018

Die Linde am Münsterplatz

Es gab eine gewaltige Aufregung, als am Freitag Nachmittag eine der zwei Linden neben dem Hochkreuz am Münsterplatz gefällt wurde. Der Südkurier berichtete gestern.

Nach vielen Aufforderungen durch Bürger haben wir am Montag Abend noch eine Anfrage über die Hintergründe an den Leiter des Grünflächenamtes, Herrn Rolf Geiger geschickt. Bereits am heutigen Morgen liegt die ausführliche Antwort vor, mit der für uns die Angelegenheit zwar sehr traurig, aber auch erledigt ist. Gegen diesen Pilz scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Hoffen wir, dass bald eine Ersatzpflanzung kommt und der verbliebene südliche Baum nicht auch befallen ist.

Mit der Stellungnahme sind auch sämtliche Spekulationen hinfällig, die ja sogar so weit gingen, dass der Baum angeblich weichen musste, damit der neue - oft unter dem Baum parkende - Dienstwagen des OB nicht durch die klebrigen Tropfen der Lindenblüten verdreckt wird. Dazu erübrigt sich ohnehin jeder Kommentar!

Rolf Geiger schreibt:
...es ist mir völlig klar, dass „Nichtfachleute“ kein Verständnis dafür haben, wenn ein voll belaubter und vermeintlich vitaler Baum gefällt wird.
Als Leiter der zuständigen Fachabteilung trage ich die Verantwortung über die Verkehrssicherheit unserer städtischen Bäume. Hätte ich in diesem konkreten Fall „Münsterplatz“ nicht die sofortige Fällung vollzogen, und der Baum wäre am nächsten Morgen zur Marktzeit vollends umgestürzt, so wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Personenschaden zu befürchten gewesen. Bei Personenschäden ermittelt dann von Gesetzes wegen die Staatsanwaltschaft, und ich als Verantwortlicher würde in letzter Konsequenz persönlich haften müssen (Strafgesetz).

Der Befall durch den Brandkrustenpilz an der Linde war uns seit letztem Jahr bekannt. Dass der zerstörerische Verlauf so rasant voran schreitet war nicht zu erwarten. Da uns die Biologie des Pilzes und die Auswirkungen seiner Tätigkeit sehr wohl bekannt sind und wir auch ausreichend Erfahrung damit haben, war für uns die Einschätzung der Gefahrenlage völlig klar. Der Baum hat von einem auf den anderen Tag eine Schräglage bekommen, die sowohl sichtbar als auch am Stammfuß durch Einsinken im Süden und Aufwerfen im Norden erkennbar war. Durch die Arbeiten beim Fällen sind diese Merkmale am Boden natürlich verändert worden.

Fremdgutachten sind keine eingeholt worden.Wurzelproben brauchen wir keine entnehmen, da wir den Pilz bestens kennen. Stützmaßnahmen wären unsinnig, da das Wurzelversagen ja immer schneller voranschreitet.
Auch ein Gutachten hätte niemand die Entscheidung abgenommen. Diese muss letztendlich immer vom jeweilig Verantwortlichen getroffen werden.


Freitag, 4. Mai 2018

Kastanien: Genaue Lage der Leitungen unbekannt!

Wenigstens der Südkurier hat die Informationen bekommen, die uns verweigert werden. OK.
Aber wundern tut es nicht, wenn man den Inhalt der Nachricht an den Südkurier liest: Man weiß gar nicht, wo die Leitungen liegen! Wieso wird dann behauptet, die Bäume müssen weg, weil darunter die Leitungen lägen?

Erst die Bäume abhacken, dann den Platz umbuddeln und dann irgendwo die Leitungen finden? Es ist kaum zu glauben, dass sie unter den Bäumen sind: Wenn die Bäume zuerst da waren und dann die Leitungen verlegt wurden, hat man die sicher nicht unter den Bäumen durchgezogen. Umgekehrt: Wenn die Leitungen schon waren, als die Bäume gesetzt wurden, hat man diese sicher nicht auf die Leitungen gesetzt.

Warum also sollen die drei Kastanien weg? Baumfreie Piazza nach Wunsch der Architektin? das wollen die Bürger ausdrücklich nicht!

Bericht über die BÜB+

Bitte hier lesen!


Donnerstag, 3. Mai 2018

Ab sofort: BÜB+

Viele wird es freuen, manche erschrecken:
Aus der BÜB ist nun die BÜB+ geworden. Wir treten an, um im kommenden Jahr in den Gemeinderat der Stadt Überlingen einzuziehen.

„Die Gemeinde ist wichtiger als der Staat und das Wichtigste in der Gemeinde sind die Bürger.“
(Theodor Heuss, 1. Bundespräsident )

Warum BÜB+? Weil wir uns nicht nur für die Überlinger Bäume, sondern auch für alle Überlinger Bürger einsetzen wollen. Weil wir meinen, dass nur im Gemeinderat Entscheidungen wirklich zu beeinflussen sind. Weil wir aktiv mitgestalten wollen.

Warum sehen wir es als notwendig an, dass eine weitere Gruppierung im Gemeinderat vertreten ist?

Die Antwort ist einfach: Wir wollen, dass sich in unserer Heimatstadt etwas bewegt! Wir wollen, dass neue Ideen diskutiert werden, dass Themen wie Bürgerbeteiligung, Offenheit, Information, Mitgestaltung, Umweltschutz, Denkmalschutz, Menschenschutz und so viele mehr nicht nur beschworen, sondern endlich mal umgesetzt werden! Die verkrusteten Strukturen im Gemeinderat, die seltene Bereitschaft, an die Verwaltung auch unbequeme Fragen zu stellen, das häufige Unvermögen, in wichtigen Themen eine klare Linie zu zeigen: Da muss endlich mal frischer Wind wehen!

Wir freuen uns, dass sich der engagierte Gemeinderat Roland Biniossek entschlossen hat, neben anderen Kandidaten nun auf der Liste der BÜB+ anzutreten.

Der Sprecherrat der BÜB+ von links:
Robert Stärk (Kasse)
Annemarie Marocco-König
Kristin Müller-Hausser
Rolf Briddigkeit (Schriftführer)
Dirk Diestel (Sprecher)
Roland Biniossek
Holger Schappeler

Auf dem Foto fehlen
Prof. Peter Schmid
Hans-Peter Burkhardt


Wir möchten uns vorstellen

Am Dienstag, 15.5.2018 um 19 Uhr im Bräustüble Hotel Ochsen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen, diskutieren, Ihre Meinung zu unseren Ideen für Überlingen hören. Wir möchten Ihre Ideen und Wünsche hören! Und wir möchten Sie fragen, ob Sie nicht Lust und Interesse haben, uns zu unterstützen oder sogar im kommenden Jahr auf der BÜB+ Liste für den Gemeinderat zu kandidieren. Machen Sie mit für unser Überlingen!

Unser Leitbild und unsere Leitlinien finden Sie auf www.büb.plus
Per E-Mail erreichen Sie uns unter info@büb.plus

Mittwoch, 2. Mai 2018

Homepage in Bearbeitung

Liebe Besucher unserer BÜB+ Seite:
Wir bitten um Verständnis, dass aktuell unsere Homepage umgestaltet wird. In wenigen Tagen sind wir wieder komplett online, mit neuen Inhalten.

Sonntag, 29. April 2018

Eloas Lachenmayr grüßt aus Irland

"Unser" Überlinger Barde Eloas Lachenmayr hat seinen Wohnsitz nach Irland verlegt, wo wohl seine Art frei und ungezwungen zu leben rechtlich weniger "anstößig" ist, als hier im streng reglementierten Deutschland.
Er hat von den drei Kastanien am Landungsplatz erfahren und schreibt uns:

...
unfassbar das alles.
Ich lebe ja nun in Irland und kann von der Ferne feststellen, dass die Deutschen wohl langsam den Verstand verloren haben hinsichtlich eines gesunden Heimatgefühls, einer Heimat, die es auch zu schützen gilt. Alle Nachbarländer die ich in den letzten Jahren besuchen durfte haben das gut drauf, nur Deutschland scheint irgendwie gerade Selbstmord-Gedanken zu haben.

Hier die Uraufführung vom „Lied der Bäume“ im Überlinger Stadtgarten 2008 mit den Neuen Barden.
ARTE hat das ganze mit 5 Kameras gefilmt und uns nun zur Verfügung gestellt.
Du hast es zur freien Verfügung und kannst es auch auf Deiner Seite verlinken.
Wir haben das „Fest der Bäume“ von 2005-2011 jährlich im Stadtgarten Überlingen veranstaltet, bis man uns mit denselben Methoden, wie man Bäume in Überlingen los wird beseitigt hat „Ba(r)den verboten" !!!   
Viele Grüße Jens Eloas Lachenmayr (ehemaliger Stadtbarde der ehemals freien Reichsstadt zu Überlingen)
 
Das erwähnte Video ist hier zu finden
 
Herzliche Grüße nach Irland, du fehlst uns hier in Überlingen!

Samstag, 28. April 2018

Wo liegen die Leitungen?

Das Hauptargument der Verwaltung für die angeblich notwendige Fällung der drei Kastanien am Landungsplatz sollen die Leitungen sein, die in unmittelbarer Wurzelnähe der Bäume verlaufen. Um diese Angabe zu prüfen, haben wir eine email an den zuständigen Baubürgermeister, Herrn Längin geschrieben:
Sehr geehrter Herr Längin,

ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Plan über den jetzigen Verlauf der Leitungen auf dem Landungsplatz zur Verfügung stellen. Insbesondere möchte ich den Verlauf der Leitungen sehen, die nach Angaben im GR unmittelbar unter den drei Kastanien laufen. Dankbar wäre ich auch für einen Plan, der die Position der Neuverlegungen zeigt.

Sehen Sie realistisch vielleicht eine Chance, die Bestandsbäume an den neuen Standort zu versetzen? 
Wo exakt soll der neue Standort sein? Das scheint ja nicht die Position der drei Bäume zu sein, wie sie in dem Plan vom 13.9.2016  zur Bürgerbeteiligung gezeigt wurde.

Können Sie, bzw. Herr Geiger,  berechnen, was ein Verlegen der Leitungen (die ja ohnehin erneuert werden sollen) weg von den Bestandsbäumen kosten wird im Vergleich zu drei neuen Kastanien, die in der Größe etwa dem Bestand entsprechen? Dazu muss natürlich dann noch Transport und das eigentliche Pflanzen addiert werden.
Da die alten Leitungen nach der Neuverlegung theoretisch abgeschnitten werden könnten – was in einem Beitrag im GR angesprochen wurde- stellt sich tatsächlich die Frage, was teurer ist.

Gerne hätte ich auch noch einige Informationen über den Zeitablauf: Wann werden die Ersatzbäume gesetzt, wann der Bestand gefällt? Zugesagt war im GR ein zeitnahes Pflanzen der Ersatzbäume nach der Fällung. Was heißt zeitnah?
Wir unterstützen übrigens voll den Antrag von Herrn Biniossek, dass die Fällung erst nach der Neupflanzung erfolgt. Das würden wir als vertrauensbildende Maßnahme der Stadt sehen. Nach den Erfahrungen mit der Platanenallee (die  laut Herrn Geiger im SK Interview doch gesund und nur „politisch krank“ waren) werden Sie verstehen, dass ein gesundes Misstrauen berechtigt ist.

Jetzt warten wir mal auf die Pläne, sofern sie kommen. Wenn nicht, könnte dies natürlich ein Hinweis sein, dass das Argument "Leitungen unter den Bäumen" vielleicht doch nicht so zwingend ist. Sollte sich herausstellen, dass dies nur ein Vorwand für eine beabsichtigte Vergrößerung der Veranstaltungsfläche für Eisbahn und Co. ist, wird die BÜB nicht zögern, unverzüglich weitere Schritte einzuleiten. Das kann eine Petition an den Landtag, aber auch ein Bürgerbegehren sein.

Vollkommen unverständlich erscheint uns eine Aussage von Stadtrat Sorms, der die drei Bäume als "in einem jämmerlichen Zustand" beschrieb.
Liebe Überlinger: Macht am Wochende mal einen Spaziergang zu den drei Bäumen, kauft ein leckeres Eis, setzt euch auf die Rundbank unter den Bäumen und schaut euch den "jämmerlichen Zustand" an.

Donnerstag, 26. April 2018

Die Kastanien müssen weg, aber jetzt mit Ersatzpflanzungen

Am Mittwoch wurde vom Gemeinderat beschlossen, dass die Kastanien weg müssen, weil direkt darunter zu erneuernde Versorgungsleitungen liegen. Es sollen hochwertige Ersatzpflanzungen etwas weiter nördlich erfolgen.

Die BÜB hat mit ihrem öffentlichen Protest zwar nicht den Erhalt der drei Bäume erreichen können, aber zumindest eine Ersatzpflanzung.

Dazu hat die BÜB eine Stellungnahme geschrieben:

Die BÜB nimmt erfreut zur Kenntnis, dass nun statt einer bisher geplanten ersatzlosen Fällung der drei Kastanienbäume am Landungsplatz  jetzt hochwertiger, nach Möglichkeit sogar gleichwertiger Ersatz gepflanzt werden soll. Nur auf Grund des starken öffentlichen Druckes der BÜB gegen die geplante Fällung konnte nun zumindest erreicht werden, dass wieder drei Rosskastanien als Ersatz gepflanzt werden,  nur unwesentlich entfernt vom Standort der bestehenden Bäume. Sie werden etwas weiter nördlich stehen und hoffentlich weiterhin einen attraktiven Sichtschutz Richtung Norden bilden. Zwei der Bestandsbäume sind aktuell mit einer beschatteten umlaufenden Sitzbank versehen. Die BÜB fordert die Stadt auf, auch für diese Bänke einen vollwertigen Ersatz zu schaffen. 

Die nun erstmals öffentlich genannten Gründe für die geplante Fällung – vorausgesetzt, dass sie zutreffend sind - lassen die Notwendigkeit zum Entfernen in einem neuen Licht erscheinen. Sofern unmittelbar unter den Bäumen tatsächlich zwingend zu erneuernde Versorgungsleitungen liegen, wäre die Notwendigkeit nachvollziehbar. Ein dies belegenden Leitungsplan wurde bisher allerdings nicht veröffentlicht. Eine Fällung nur mit dem Ziel, eine für kommerzielle Veranstaltungen größere Veranstaltungsfläche als bisher zu bekommen, wäre von der BÜB konsequent abgelehnt worden.

Als sehr wichtig sieht die BÜB es an, dass laut Zusage die „größtmöglichen Bäume“ als Ersatz gepflanzt werden, die erhältlich sind. Darauf und auch auf die Zusagen, dass die Neupflanzungen unmittelbar Zug um Zug nach der Fällung der bestehenden Bäume erfolgen soll, legt die BÜB großen Wert und wird die Einhaltung prüfen.
Wir würden es allerdings begrüßen, wenn die Bestandsbäume erst nach der erfolgten Neupflanzung entfernt würden. Leider wurde ein entsprechender Antrag abgelehnt.

Laut Planung ist vorgesehen, auch die drei kleineren Bäume vor der Touristinformation ersatzlos zu entfernen. Die BÜB bittet die Verwaltung zu prüfen, ob dies im Zuge der Neugestaltung des nördlichen Bereiches tatsächlich notwendig ist.
Die BÜB kritisiert, dass die ursprüngliche Planung und Beschlussvorlage der Verwaltung nicht mit den erzielten Ergebnissen der Bürgerforen im Jahr 2016 übereinstimmte. Die engagierten Bürger sollten erwarten können, dass die in drei Bürgerforen gefundenen Vereinbarungen auch eingehalten und nicht, wie im aktuellen Fall, missachtet werden.

Mittwoch, 25. April 2018

Presseerklärung, Schreiben an die Gemeinderäte und OB Zeitler


Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,
sehr geehrter Herr OB Zeitler,

ich möchte Ihnen unten angehängt die Pressemitteilung zur Kenntnis geben, die der Südkurier erhalten, aber wohl versehentlich nicht vor der heutigen GR Sitzung veröffentlicht hat.
Ein Beschluss zur Fällung der drei Kastanien, entgegen allen Zusagen und Versprechen im Rahmen der umfangreichen Bürgerbeteiligung, wird die BÜB nicht ohne Reaktion hinnehmen.
Es macht herzlich wenig Sinn, mit den Bürgern Lösungen in einem Konflikt zu erarbeiten, wenn diese dann ohne jedes Gespräch oder Informationen hinweg gewischt werden.

Die BÜB wird gegen einen Fällbeschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ankämpfen. Auch dann, wenn vage eine Ersatzpflanzung an unbekannter Stelle, in unbekannter Qualität und  zu unbekannter Zeit versprochen wird.
Da der nördliche Landungsplatz kurz- bis mittelfristig sicherlich nicht umgestaltet wird, ist das keine Alternative. Wir werden auch keine „politische Krankheit“ der Bäume akzeptieren.

Wir hoffen auf Ihre Einsicht, dass man so mit engagierten Bürgern nicht umgehen darf, das haben sie nicht verdient.
Mit freundlichen  Grüßen

Dirk Diestel
Sprecher der



Zum Thema drei Kastanien Landungsplatz
Pressemitteilung

Am kommenden Mittwoch soll der Gemeinderat über die Pläne zur Umgestaltung des Landungsplatzes für die Landesgartenschau beschließen, in denen jetzt auch das Fällen von drei etwa 50 Jahre alten Kastanien vorgesehen ist. Diese stehen in Höhe des Kinoeingangs in Reihe Richtung Lenkbrunnen.
Die BÜB spricht sich entschieden gegen das Fällen dieser platzprägenden Bäume aus.

Bereits 2016 , während der „denkwürdigen“ Bürgerversammlung in Nußdorf und den folgenden zwei Bürgerforen im Kursaal, waren es eindeutige Zusagen der Architektin Frau Mommsen, der LGS GmbH und der Stadtverwaltung, dass diese Bäume erhalten werden. So wie die meisten der anderen 49 Promenadenbäume, die ursprünglich zu Gunsten der Vision einer urbanen Stadt „wie eine italienische Piazza in Venedig oder Siena“ entfernt werden sollten. In den damals veröffentlichten Plänen und auch im nachfolgenden HalloÜ Bericht sind diese drei Bäume mit Erhalt gekennzeichnet. Das Ergebnis der Bürgerforen war ein breiter Konsens über Wünsche und Notwendigkeiten.

Mit ihrem Vorhaben brechen  die Stadtverwaltung und die LGS GmbH diese Vereinbarung mit den Überlinger Bürgern, ohne diese im Vorfeld der Entscheidung auch nur ansatzweise zu informieren. Dieses Verhalten führt die Bürgerbeteiligung und ihre Ergebnisse ad absurdum. Die Bürger verlieren die Lust, sich überhaupt zu beteiligen , wenn Vereinbarungen ohnehin nicht eingehalten werden. Die wiederholten Versprechen der Verwaltung und des Gemeinderates auf mehr Bürgernähe und -beteiligung verlieren ihre Glaubwürdigkeit.

Abzulehnen sind die Fällungen aber auch aus der Begründung heraus, die von der Verwaltung angeführt wird. Die Bäume sollen einer möglichst großen freien Veranstaltungsfläche weichen. Man fragt sich, welcher Art diese Veranstaltungen sein können: Für die Eisbahn hat es (bisher) immer gereicht, auch die Festzelte zu besonderen Ereignissen (Narrentreffen) fanden  immer genügend Platz. Das Fällen der Bäume nur aus kommerziellen Interessen ist – ebenso die denkbare Absicht, auf diesem Weg doch noch den urbanen Platz im Sinne der Mommsen`schen Planung zu gestalten – strikt abzulehnen. 

Als Ausgleich der Fällung schlägt die Verwaltung vage eine Ersatzpflanzung im nördlichen Bereich des Landungsplatzes vor. Da die Realisierung des dortigen zweiten Bauabschnittes  aber vermutlich aus Geld- und Zeitmangel auf unbestimmte Zeit verschoben wird, ist mit einer kurzfristigen Ersatzpflanzung kaum zu rechnen. Zumal dann nur kleine Baumschulbäume gesetzt werden, die wieder 50 Jahre benötigen, bis sie die Größe der vorhandenen Bäume erreichen. Zwei der jetzt betroffenen Bäume sind mit einer umlaufenden Sitzbank versehen, die sehr gerne von wartenden Busgästen oder Passanten genutzt werden, um dort im Schatten zu verweilen und ein Eis zu genießen.

Die BÜB erklärt ausdrücklich, dass sie einen Fällbeschluss des Gemeinderates gegen die mit den Bürgern getroffenen  Vereinbarungen nicht untätig hinnehmen wird.

Freitag, 20. April 2018

Gebrochene Zusagen, drei Kastanien sollen fallen

Was hatte man 2016 nicht alles versprochen, nachdem 300 Bürger in Nußdorf den Aufstand wagten, um gegen die geplante Fällung nahezu sämtlicher Bäume an der Promenade und den geplanten Abriss der Baresel Plattform zu protestieren.
Im Südkurier wurde vorher der legendäre "Rote Punkte Plan" veröffentlicht, jeder der 49 Punkte stand für einen Baum, der gefällt werden sollte:

"Ich habe verstanden", sagte dann Architektin Frau Mommsen. "Wir haben verstanden", sagten auch die damalige OB Frau Becker und der noch immer amtierende Baubürgermeister Längin. In zwei weiteren stark besuchten Bürgerversammlungen im Kursaal wurden dann Pläne gezeigt und Versprechungen gemacht. Siehe im HalloÜ Ausgabe 38/2018, Seite 4+5  Schauen wir uns mal den Plan an, der den Bürgern am 13.9.2016 für die Promenade gezeigt wurde mit dem Versprechen, dass fast alle Bäume erhalten bleiben:
Bitte beachten Sie die roten Pfeile: Der rechts zeigt auf 5 Bäume, die erhalten bleiben sollten. Heute fehlen zwei davon. Angeblich, weil der Platz für die Feuerwehr zu eng war. Aber seltsam, genau dort, wo am meisten Platz ist, fehlen sie.

Aktuell aber ganz wichtig ist der linke rote Pfeil. Der zeigt auf drei wunderbare große Kastanien, die zu Recht erhalten bleiben sollten. Hier im Detail:

Aber in der letzten Gemeinderatssitzung wurde plötzlich ein Plan gezeigt, auf dem diese drei Bäume fehlen. Angeblich, weil sie weg müssen, um die Freifläche (gelber Rahmen) für Veranstaltungen so groß wie möglich zu bekommen:
Drei rote X bezeichnen die drei wunderbaren Kastanien, die weg sollen. Für Veranstaltungsfläche.
Was für eine Veranstaltung soll das denn sein? Die Eisbahn kann es doch wohl nicht sein, die hatte in den letzten Jahren immer genug Platz. Für ein großes Zelt (zum Narrentag) langte der Platz bisher auch immer.
Soll hier jetzt plötzlich doch noch der große baumfreie Platz geschaffen werden, von dem die Architektin wohl noch immer träumt? "So wie der Marcusplatz in Venedig oder der Platz in Siena", das war ja ihre hochfliegende Wunschvorstellung!
Liebe Gemeinderäte, Verwaltung, Planer: Wenn das am kommenden Mittwoch so beschlossen wird, sehen wir das als Kampfansage an. Wie kann man die Versprechen, die man den Bürgern vor zwei Jahren gegeben hat, so rücksichtslos und skrupellos brechen? Wir wissen sehr gut, wie man ein Bürgerbegehren gegen einen Gemeinderatsbeschluss initiiert!
Damit Sie sehen, um welche Bäume es geht, hier ganz aktuelle Fotos:
Die drei Bäume rechts sollen nach dem Willen der Stadtverwaltung weg!
Werden so die Versprechen gebrochen, klammheimlich ohne die Bürger zu informieren?
Kämpfen Sie mit der BÜB für den Erhalt dieser drei Bäume, die sinnlos geopfert werden sollen!


Dienstag, 13. März 2018

Das war es dann

Der so schön geplante Höhensteg im Ochsengraben, der die Besucher in luftiger Höhe zum St.Johann Turm führen sollte, ist also vermutlich auch gefloppt. Dabei war das doch schon lange abzusehen oder sogar bekannt: Hier auf BÜB.info berichteten wir bereits am 6.März 2017 , dass damit wohl nichts wird.

Jetzt berichtet der SÜDKURIER, dass sowohl mit den Eigentümern, als auch mit dem Denkmalamt bisher keine Einigung erzielt werden kann.
Damit ist das dritte "Highlight" der Mommsenplanung gestorben: Erst das DB Stellwerk, dass Frau Mommsen zum LGS Café machen wollte, dabei nur nicht fragte, ob die DB es eventuell noch benötigt. Dann die so tolle Badeplattform vor dem ehemaligen Campingplatzgelände, die schlicht so nicht genehmigungsfähig ist.

Freitag, 9. März 2018

Uns fehlen zwei Bäume!!!

Noch in der Gemeinderatssitzung am 5.4.2017 wurde den Räten und der Bevölkerung ein Plan für die Promenadengestaltung gezeigt, der im mittleren Bereich des östlichen Bauabschnitts 5 (in Worten; Fünf) neue Bäume zeigt. Dieser Plan war auch Ergebnis der erfreulich umfangreichen Bürgerbeteiligung zu diesem Thema. Und jetzt fehlen auf der Promenade in diesem Bereich zwei der geplanten fünf Bäume. Man findet nur drei Pflanzlöcher.
Hier sind noch fünf neue Bäume zu sehen, die als Ersatzpflanzung für gefällte Bäume geplant waren

Gerüchteweise hört man, dass nach einer Begehung durch die Feuerwehr diese zwei Bäume "weichen" müssen, um eine unbehinderte Zufahrt auch der großen Drehleiter zu ermöglichen.
(Frage: Wie ging das denn früher??)

Das mag ja notwendig sein, darüber braucht man nicht zu reden. Sicherheit geht vor.

Aber:
  • Warum werden die Bürger über diese Änderung der vereinbarten Planung nicht informiert? 
  • Warum passiert das wieder klammheimlich in der Hoffnung, dass es die Bürger schon nicht merken werden? 
  • Warum gibt es Bürgerbeteiligungen, wenn man sich doch nicht daran hält? 
  • Wurde denn wenigstens der Gemeinderat informiert, der diese Planung so beschlossen hatte? Wahrscheinlich eher nicht. Wenn doch: Warum spricht kein GR darüber? Oder ist es wieder mal eine nichtöffentliche Entscheidung des geheimen Aufsichtsrates der LGS?
Edit:
Nach der vorläufigen Freigabe des östlichen Promenade berichtete der SÜDKURIER auch über eine Information von Herr Geiger, Leiter des städtischen GRünamtes.
Da heißt es allerdings, dass statt "vier Bäumen nur drei gepflanzt" würden. Es waren aber fünf geplant. Und es bleibt trotzdem die Frage, warum über diese Änderung erst bei der vorläufigen Freigabe der Promenade bereichtet wurde. Die Bürger haben ein Recht auf frühzeitige Information aus erster Hand!

Dienstag, 27. Februar 2018

Das neue Pflaster an der Promenade, oweh!


      Vor wenigen Tagen wurde der östliche Bereich der Promenade teilweise für die Fußgänger wieder freigegeben. Hunderte strömten hin und - waren mehr oder weniger entsetzt.



Für einen 1,3 Millionenbetrag wurde der Belag
erneuert, aber so etwas hatte man nun doch nicht erwartet.

Dabei hatte man den Bürgern doch extra einen Musterbereich beim Haus des Gastes (LGS Geschäftsstelle) gezeigt. Schön eben, absolut barrierefrei, mit engen Fugen, die keinem hohen Absatz von Damenschuhen gefährlich werden können.

Und jetzt? Abgeplatzte Ecken, ungleichmäßige Fugen von schmal bis sehr breit, Anschlußsteine grob behauen statt geschnitten, hochstehende Kanten und das ganze Bild ohne "Linie". Wie sollte es mal aussehen laut den LGS Planern? So wie in der Spitalgasse sollte es werden-davon ist das Ergebnis aber sehr weit entfernt.

Herr Betten vom Verein Bürgersinn e.V. hat das ganze mal aus seiner fachmännischen Sicht fotografiert, die Bilder sagen mehr als Worte. Und er stellt Fragen:

+ Warum gibt es Bereiche mit press verlegten Steinen, wo kein Brechsand mehr eingeschlämmt werden kann und dann wieder überbreite Fugen. Ein nochmaliges Einschlämmen der noch oder wieder offenen Fugen ist anzunehmen.

+ Der Übergang zu den Granitplatten ist unterschiedlich hoch und nicht ebenflächig.

+ Warum wird der Übergang von der Fläche zu geraden Linien mit gebrochenen, nicht geschnittenen, Steinen hergestellt (Bsp. Parkplatztrennlinie bei der Wasserschutzpolizei).


+ Das Fugenbild der Einzeiler als Abgrenzung zu den Grundstücken ist nicht immer gut gelungen.


+ Man hat den Eindruck, dass in manchen Bereichen ein hoher Anteil an 2. Wahl Steinen (Bruchflächen u. Kanten) verarbeitet wurde.

+ Warum sind an zahlreichen Steinen Ecken und Kanten abgebrochen? 
 
+ Gab es eine Probefläche zu Beginn der Pflasterungen, an der sich die verschiedenen Pflasterkolonnen der Firma immer wieder orientieren konnten?


Herr Betten schreibt in einem Brief an die Stadt, an die Fraktionen und an die dafür Verantwortlichen der LGS GmbH: "Da nun noch weitere große Flächen zur Pflasterung anstehen, sollte geprüft werden, ob die vorhandenen Ausschreibungsunterlagen eine qualitativ höherwertige Leistung ermöglichen, um den versprochenen Standard der Spitalgassen- Ausführung den Bürgern auch zu liefern."


Die BÜB meint: Herr Betten und der Bürgersinn haben nicht nur absolut Recht. Im Gegenteil, er drückt seine Kritik viel zu freundlich aus. Das ganze ist eine unglaubliche Schlamperei. Man könnte meinen, hier wird versucht, der Stadt mit einer "Leistung" von un- oder angelernten Arbeitern etwas qualitativ vollkommen Mangelhaftes unterzujubeln. Wenn der Landungsplatz ähnlich mangelhaft wird, hätten wir besser den alten Zustand behalten.


Auch die BÜB stellt Fragen:
Wer hatte hier die Bauaufsicht, warum stellte man diese Mängel nicht schon schon während der Arbeiten  fest? Warum hat man im Bereich Fauler Pelz die alten Platten belassen und nicht bis an die Hauskante erneuert?

Wie kann man so etwas zufrieden der Bevölkerung vorstellen, siehe Südkurier am 14.2.2018 ?


Ergänzung:
In der Gemeinderatssitzung am 28.2. wurden die Mängel angesprochen. Die Verwaltung sagte genaue Prüfung und Beseitigung der Mängel zu. Laut DIN Norm müssen die Pflastersteine mit maximal 8-15mm Fugenbreite verlegt werden, angestrebt ist ein besserer Wert.
















Montag, 26. Februar 2018

Ein Übungsobjekt für die Feuerwehr?

Wir berichteten über die "seltsame Baumfällung" in der Mühlenstraße. Heute nun berichtet der Südkurier darüber, inclusive einem Kommentar. Dem man sich nur anschließen kann. Insbesondere deshalb, weil jeder Handgriff und jedes Gerät der Feuerwehr -abgesehen von echten Noteinsätzen - jedem anderen Bürger teuer in Rechnung gestellt wird.




Sonntag, 25. Februar 2018

Der reale Irrsinn

In Überlingen dröhnen in diesen Tagen überall die Motorsägen, damit noch kurz vor dem Stichtag 28.2. tabula rasa gemacht wird. Wir erinnern uns: Letztes Jahr am Rosenmontag, am letztmöglichen Tag, fielen die Platanen der denkmalgeschützten Baumallee. Der reale Irrsinn ist mittlerweile erkennbar. Der Landesgartenschlauch nimmt triste Gestalt an.

In diesem Jahr sind es massive Baumfällungen, die für den realen Irrsinn sorgen.  Doch nicht nur Überlingen treibt diesen Irrsinn auf die Spitze, andere können es auch sehr gut. Da gibt es doch in Nordbayern Menschen, die zum Anlegen von geschützten Gräsern ein lange gewachsenes Biotop abholzen. Begründung: "Aus naturschutzfachlicher Sicht wird der geschützte Lebensraum aufgewertet". Ja, das kennen wir doch! So ähnlich war die Begründung auch in Überlingen. Unfassbar:

Freitag, 23. Februar 2018

Und schon wieder ein alter Baum weg!

Aufregung heute gegen 14 Uhr in der Mühlenstraße, genau gegenüber der Post. Passanten bleiben stehen, schauen, schimpfen. "Schon wieder ein alter Baum weg! Warum denn das schon wieder?"
Von der Feuerwehr(!) steht ein Transporter da, oben im Baum Feuerwehrleute mit der Kettensäge. Und dann hebt der Kran der Supermarktbaustelle den halben Baum ab, legt ihn auf der Straße ab. Die andere Hälfte folgt bald. Geschätzt 25 Meter war der hoch.
Die uninformierten Zuschauer fragen sich, warum dieser Baum sterben muss. Der Südkurier Redakteur  ist vor Ort, fotografiert. Auch dort weiß man nichts über die Hintergründe, warum gerade die Feuerwehr hier aktiv wird.

Warum schafft es die Stadtverwaltung nicht, die Bürger rechtzeitig über die Notwendigkeiten zu informieren, wenn solche Baumriesen gefällt werden sollen (müssen?). Wegen ein paar unscheinbaren Ahornbäumen am Schättlisberg wird eine Presseinformation geschrieben, auch im HalloÜ veröffentlicht. Aber wenn es um bedeutende Bäume geht, die das Stadtbild prägen, dann herrscht Schweigen.  Warten wir mal den Bericht des Südkurier ab, das wird spannend.