Samstag, 3. November 2018

Fake news oder "bedauerlicher Irrtum"?

In allen Briefkästen der Stadt fand sich dieser Tage eine neue Ausgabe der LGS Broschüre "Hallo Grün", mit der Informationen zur LGS 2020 gegeben werden.

So auch zur neuen Uferbefestigung mit riesigen Granitwacken aus Südtirol, die angeblich deutlich ökologischer als die bisherige historische gestufte Trockenmauer aus Rorschacher Sandstein sein soll. Aber was liest man erstaunt auf Seite 4 (siehe Foto): Der "kleine Rest der alten Betonmauer..." wird mit Granitsteinen umbaut.

Welch ein Unsinn: Hier handelt es sich um den kleinen Rest der alten historischen Trockenmauer, in der aber auch nicht der kleinste Anteil Beton zu finden war! Genau dieses kleine Stück war Gegenstand der Bitte an LGS, Gemeinderat und OB Zeitler, es doch als Zeugnis der Überlinger Geschichte und einer heute nicht mehr denkbaren handwerklichen Baukunst zu erhalten. Und gleichzeitig wäre es ein kleines Entgegenkommen, eine Handreichung an die 3400 Überlinger zu sehen, die sich per Unterschrift für den Erhalt dieser alten Mauer und der Platanenallee eingesetzt hatten. Unsere Bitte auf Gespräche darüber wurde nicht beantwortet, gnadenlos wurde nun auch dieses letzte Stückchen zu Gunsten der monotonen Granitwackengestaltung geopfert.

Aber nun noch von einem Stückchen Betonmauer zu sprechen, das ist schon traurig. Egal, ob als gezielte Fake-news oder nachlässig versehentlich.

Ergänzung: Nach einer entsprechenden Bürgerfrage zur letzten Gemeinderatssitzung hat sich LGS Geschäftsführer Leitner für das Versehen entschuldigt und klargestellt, dass tatsächlich der letzte bestehende Rest der historischen Trockenmauer nun durch Südtiroler Granitwacken verschüttet wurde.

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