Dienstag, 25. Juni 2019

Was kann man mit 110.000 Euro anfangen?

Nach den Plänen der LGS Architektin Frau Mommsen soll am Landungsplatz im Bereich der Stufen und im Bereich Mantelhafen jeweils ein Sitz-Holzpodest errichtet werden. Kürzlich wurde im Gemeinderat darüber diskutiert. Allerdings wurden die immensen Kosten von etwa 110.000 Euro nicht wirklich hinterfragt.


Bilder: Sitzungsvorlage im Gemeinderat Juni 2019
Insgesamt sollen diese zwei Holzdecks eine Fläche von etwa 140qm haben, jeder Quadratmeter kostet also knapp 800 Euro. Damit man regelmäßig darunter reinigen kann (Vogelkot, Müll, Eisreste,...) müssen diese Decks leicht demontierbar sein. Aber trotzdem erscheint es ein unverhältnismäßig hoher Aufwand, der im Sommer vielleicht täglich investiert werden muss. Die Kosten für die regelmäßige Reinigung sind noch gar nicht kalkuliert. Und das wofür?

Können wir nicht schon jetzt ganz toll auf den Steinstufen an der Promenade sitzen? Sofern sie nicht, wie aktuell, vom Hochwasser überspült sind. Die Decks müssten vermutlich jetzt demontiert sein, will man nicht eine (weg-)schwimmende Plattform haben.

110.000 Euro empfinden wir als einen gewaltigen Batzen Geld, mit dem man sicher Besseres
anstellen könnte: Für die Jugendlichen etwas davon in die Sanierung der Rampe in Nußdorf stecken, den notleidenden Vereinen  oder den ebenfalls sehr notleidenden Kulturschaffenden in Überlingen etwas mehr Unterstützung gewähren.

Oder man könnte dafür 3-4 elektrische 8 Sitzer Fahrzeuge anschaffen, die  nach dem Dolmusch Prinzip (ohne feste Haltestellen auf Handzeichen ein- und aussteigen) immer im Kreis zwischen den Parkhäusern, Zimmerwiese und dem P&R Platz fahren. Das wäre ohnehin die beste Idee, um den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Nicht nur für die LGS Zeit, sondern für immer.
Zu dem Thema werden wir uns demnächst noch ausführlich zu Wort melden.

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