Freitag, 28. September 2018

Glückwunsch nach Andelshofen!

In der vergangenen Gemeinderatssitzung diskutierte der Rat über den von Andelshofen lang und zäh geforderten zusätzlichen Lärmschutz entlang der neuen B31. Mal zugesagt, zuletzt aber von der Überlinger Verwaltungsspitze als "zu teure und nicht notwendige Freiwilligkeitsleistung" abgelehnt, gibt es nun eine Lösung.
Der Überlinger Tiefbau- und Fuhrunternehmer Wörner bot dankenswerterweise an, den Erdaushub der Baumaßnahmen am Schättlisberg kostenfrei an die B31 zu bringen und dort einzubauen. Das kann er machen, weil er damit den sehr teuren Transport zur entfernten Erddeponie bei Pfullendorf spart. Bei etwa 17.000 Kubikmeter Erdreich eine win-win Situation für den Unternehmer, aber besonders für die Andelshofener Bürger. Diese erklärten sich bereit, die notwendige Fläche gratis der Stadt zu überlassen. Aus Furcht vor einer Schenkungssteuer scheint die Verwaltung allerdings einen Ankauf vorzuziehen. Großzügig auch die Stadträte Sorms und Büchele, die sich bereit erklärten, die Einsaat einer Blühwiese zu übernehmen. In der abschließenden Abstimmung votierte der Gemeinderat einstimmig -mit Ausnahme des Oberbürgermeisters- für diese Lösung.

Während in dieser Sache nun buchstäblich bald Gras über die Geschichte wachsen kann, ist man in der Frage der Übernahme des alten Schulhauses durch die Dorfgemeinschaft Andelshofen noch nicht weiter. Nach einer Präsentation durch Vertreter der Dorfgemeinschaft entspann sich eine lebhafte Diskussion. Die Verwaltung lehnt konsequent ab, dem Verein das stark sanierungsbedürftige Gebäude zu einem niedrigen Pachtpreis zu überlassen, das könne ein Präzedenzfall für andere Vereine in der Stadt werden. Vermutlich denkt man hier an den DAV, der eine Kletterhalle auf städtischem Grund bauen will und dafür eine hohe Erbbaupacht bezahlen muss.

Den richtigen Vorschlag machte Stadtrat Biniossek: Man müsse Andelshofen nur einen eigenen Ortschaftsrat zugestehen, dann hätte sich das Vereinsproblem erledigt. Da Andelshofen "leider" bereits 1928 sehr früh nach Überlingen eingemeindet wurde, hatte es im Gegensatz zu allen später dazu gekommenen Ortschaften keinen Ortschaftsrat erhalten. Nach Gemeindeordnung kein Problem, man muß es nur wollen und beschließen. Die BÜB+ unterstützt diesen Vorschlag ausdrücklich.

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