Samstag, 28. April 2018

Wo liegen die Leitungen?

Das Hauptargument der Verwaltung für die angeblich notwendige Fällung der drei Kastanien am Landungsplatz sollen die Leitungen sein, die in unmittelbarer Wurzelnähe der Bäume verlaufen. Um diese Angabe zu prüfen, haben wir eine email an den zuständigen Baubürgermeister, Herrn Längin geschrieben:
Sehr geehrter Herr Längin,

ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Plan über den jetzigen Verlauf der Leitungen auf dem Landungsplatz zur Verfügung stellen. Insbesondere möchte ich den Verlauf der Leitungen sehen, die nach Angaben im GR unmittelbar unter den drei Kastanien laufen. Dankbar wäre ich auch für einen Plan, der die Position der Neuverlegungen zeigt.

Sehen Sie realistisch vielleicht eine Chance, die Bestandsbäume an den neuen Standort zu versetzen? 
Wo exakt soll der neue Standort sein? Das scheint ja nicht die Position der drei Bäume zu sein, wie sie in dem Plan vom 13.9.2016  zur Bürgerbeteiligung gezeigt wurde.

Können Sie, bzw. Herr Geiger,  berechnen, was ein Verlegen der Leitungen (die ja ohnehin erneuert werden sollen) weg von den Bestandsbäumen kosten wird im Vergleich zu drei neuen Kastanien, die in der Größe etwa dem Bestand entsprechen? Dazu muss natürlich dann noch Transport und das eigentliche Pflanzen addiert werden.
Da die alten Leitungen nach der Neuverlegung theoretisch abgeschnitten werden könnten – was in einem Beitrag im GR angesprochen wurde- stellt sich tatsächlich die Frage, was teurer ist.

Gerne hätte ich auch noch einige Informationen über den Zeitablauf: Wann werden die Ersatzbäume gesetzt, wann der Bestand gefällt? Zugesagt war im GR ein zeitnahes Pflanzen der Ersatzbäume nach der Fällung. Was heißt zeitnah?
Wir unterstützen übrigens voll den Antrag von Herrn Biniossek, dass die Fällung erst nach der Neupflanzung erfolgt. Das würden wir als vertrauensbildende Maßnahme der Stadt sehen. Nach den Erfahrungen mit der Platanenallee (die  laut Herrn Geiger im SK Interview doch gesund und nur „politisch krank“ waren) werden Sie verstehen, dass ein gesundes Misstrauen berechtigt ist.

Jetzt warten wir mal auf die Pläne, sofern sie kommen. Wenn nicht, könnte dies natürlich ein Hinweis sein, dass das Argument "Leitungen unter den Bäumen" vielleicht doch nicht so zwingend ist. Sollte sich herausstellen, dass dies nur ein Vorwand für eine beabsichtigte Vergrößerung der Veranstaltungsfläche für Eisbahn und Co. ist, wird die BÜB nicht zögern, unverzüglich weitere Schritte einzuleiten. Das kann eine Petition an den Landtag, aber auch ein Bürgerbegehren sein.

Vollkommen unverständlich erscheint uns eine Aussage von Stadtrat Sorms, der die drei Bäume als "in einem jämmerlichen Zustand" beschrieb.
Liebe Überlinger: Macht am Wochende mal einen Spaziergang zu den drei Bäumen, kauft ein leckeres Eis, setzt euch auf die Rundbank unter den Bäumen und schaut euch den "jämmerlichen Zustand" an.

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