Mittwoch, 25. April 2018

Presseerklärung, Schreiben an die Gemeinderäte und OB Zeitler


Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,
sehr geehrter Herr OB Zeitler,

ich möchte Ihnen unten angehängt die Pressemitteilung zur Kenntnis geben, die der Südkurier erhalten, aber wohl versehentlich nicht vor der heutigen GR Sitzung veröffentlicht hat.
Ein Beschluss zur Fällung der drei Kastanien, entgegen allen Zusagen und Versprechen im Rahmen der umfangreichen Bürgerbeteiligung, wird die BÜB nicht ohne Reaktion hinnehmen.
Es macht herzlich wenig Sinn, mit den Bürgern Lösungen in einem Konflikt zu erarbeiten, wenn diese dann ohne jedes Gespräch oder Informationen hinweg gewischt werden.

Die BÜB wird gegen einen Fällbeschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ankämpfen. Auch dann, wenn vage eine Ersatzpflanzung an unbekannter Stelle, in unbekannter Qualität und  zu unbekannter Zeit versprochen wird.
Da der nördliche Landungsplatz kurz- bis mittelfristig sicherlich nicht umgestaltet wird, ist das keine Alternative. Wir werden auch keine „politische Krankheit“ der Bäume akzeptieren.

Wir hoffen auf Ihre Einsicht, dass man so mit engagierten Bürgern nicht umgehen darf, das haben sie nicht verdient.
Mit freundlichen  Grüßen

Dirk Diestel
Sprecher der



Zum Thema drei Kastanien Landungsplatz
Pressemitteilung

Am kommenden Mittwoch soll der Gemeinderat über die Pläne zur Umgestaltung des Landungsplatzes für die Landesgartenschau beschließen, in denen jetzt auch das Fällen von drei etwa 50 Jahre alten Kastanien vorgesehen ist. Diese stehen in Höhe des Kinoeingangs in Reihe Richtung Lenkbrunnen.
Die BÜB spricht sich entschieden gegen das Fällen dieser platzprägenden Bäume aus.

Bereits 2016 , während der „denkwürdigen“ Bürgerversammlung in Nußdorf und den folgenden zwei Bürgerforen im Kursaal, waren es eindeutige Zusagen der Architektin Frau Mommsen, der LGS GmbH und der Stadtverwaltung, dass diese Bäume erhalten werden. So wie die meisten der anderen 49 Promenadenbäume, die ursprünglich zu Gunsten der Vision einer urbanen Stadt „wie eine italienische Piazza in Venedig oder Siena“ entfernt werden sollten. In den damals veröffentlichten Plänen und auch im nachfolgenden HalloÜ Bericht sind diese drei Bäume mit Erhalt gekennzeichnet. Das Ergebnis der Bürgerforen war ein breiter Konsens über Wünsche und Notwendigkeiten.

Mit ihrem Vorhaben brechen  die Stadtverwaltung und die LGS GmbH diese Vereinbarung mit den Überlinger Bürgern, ohne diese im Vorfeld der Entscheidung auch nur ansatzweise zu informieren. Dieses Verhalten führt die Bürgerbeteiligung und ihre Ergebnisse ad absurdum. Die Bürger verlieren die Lust, sich überhaupt zu beteiligen , wenn Vereinbarungen ohnehin nicht eingehalten werden. Die wiederholten Versprechen der Verwaltung und des Gemeinderates auf mehr Bürgernähe und -beteiligung verlieren ihre Glaubwürdigkeit.

Abzulehnen sind die Fällungen aber auch aus der Begründung heraus, die von der Verwaltung angeführt wird. Die Bäume sollen einer möglichst großen freien Veranstaltungsfläche weichen. Man fragt sich, welcher Art diese Veranstaltungen sein können: Für die Eisbahn hat es (bisher) immer gereicht, auch die Festzelte zu besonderen Ereignissen (Narrentreffen) fanden  immer genügend Platz. Das Fällen der Bäume nur aus kommerziellen Interessen ist – ebenso die denkbare Absicht, auf diesem Weg doch noch den urbanen Platz im Sinne der Mommsen`schen Planung zu gestalten – strikt abzulehnen. 

Als Ausgleich der Fällung schlägt die Verwaltung vage eine Ersatzpflanzung im nördlichen Bereich des Landungsplatzes vor. Da die Realisierung des dortigen zweiten Bauabschnittes  aber vermutlich aus Geld- und Zeitmangel auf unbestimmte Zeit verschoben wird, ist mit einer kurzfristigen Ersatzpflanzung kaum zu rechnen. Zumal dann nur kleine Baumschulbäume gesetzt werden, die wieder 50 Jahre benötigen, bis sie die Größe der vorhandenen Bäume erreichen. Zwei der jetzt betroffenen Bäume sind mit einer umlaufenden Sitzbank versehen, die sehr gerne von wartenden Busgästen oder Passanten genutzt werden, um dort im Schatten zu verweilen und ein Eis zu genießen.

Die BÜB erklärt ausdrücklich, dass sie einen Fällbeschluss des Gemeinderates gegen die mit den Bürgern getroffenen  Vereinbarungen nicht untätig hinnehmen wird.

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