Dienstag, 30. April 2019

BÜB+ Position zum Thema: Tourismus

In einer Serie befragt der SÜDKURIER die Parteien und Wählerinitiativen nach ihrer Position zu bestimmten Themen. Sie werden aufgefordert, zu drei gestellten Fragen Stellung zu nehmen. Der Textumfang darf maximal 2100 Zeichen betragen. Das erste Thema war "Wirtschaft". Heute folgt das Thema "Tourismus", später dann Bauen/Wohnen, Verkehr, Kultur und Vereine.

So wollen wir es in Überlingen wirklich nicht!
Die Antworten der BÜB+ geben wir für Sie hier wieder. Die der anderen Parteien kann man auf der Homepage des SÜDKURIER nachlesen.

Frage: Laut Studie gibt es Bedarf für mehr Hotel- und Gästebetten, andererseits gilt das Zweckentfremdungsverbot. Welche Haltung haben Sie dazu?
Der Tourismus ist ein wichtiges Standbein von Überlingen mit einer sehr hohen Wertschöpfung, an der viele Arbeitsplätze hängen. Die durchschnittliche Bettenauslastung von etwa 65% ist sehr gut, aber verbesserbar. In der Tat fehlt ein gutes 4* Mittelklassehotel. Kleine Ferienwohnungen gibt es ausreichend, für größere gibt es noch Bedarf. Ebenso besteht Bedarf an einfachen B&B Zimmern.
Überlingen braucht ein qualitativ hochwertiges Angebot, das sich vom Massentourismus abgrenzt.
Daher begrüßt die BÜB+ ausdrücklich das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnungen hin zu oft
illegalen billigsten Ferienwohnungen. Dieses Verbot muss konsequent kontrolliert werden.

Zweitwohnungen müssen deutlich höher als bisher besteuert werden.

Frage: Halten Sie eine Stärkung des Tourismus insgesamt für geboten, wenn ja, warum – und wie unterstützen Sie diesen Sektor?
Die Überlinger ÜMT GmbH macht eine hervorragende Arbeit. Im Sommer ist Überlingen auch Dank
sehr guter Angebote sehr gut ausgelastet, mehr ist kaum verkraftbar. Aber im Winter gibt es noch
deutliches Potential, zusätzliche Gäste nach Überlingen zu holen. Dafür sollten Konzepte entwickelt
werden. Eine großräumige verkehrsberuhigte Zone in der Altstadt wird Bürger wie Gäste erfreuen
und damit auch den Einzelhandel. Eine bessere Busanbindung der Ortsteile ist für die Einwohner und
Gäste wünschenswert. Vor einer Einführung der umstrittenen EBC Karte müssen die Vermieter
gehört werden, ihre Meinung ist zu berücksichtigen. Zu bevorzugen ist auf jeden Fall eine Karte, die
am ganzen Bodensee gültig ist.
Sehr bedauerlich ist es, dass Überlingen keinen Campingplatz mehr hat, denn diese Form des
Tourismus hat unglaubliche Zuwachsraten. Camper lassen viel Umsatz in der Stadt. Der
Reisemobilhafen muss dringend erweitert werden.

Frage: Die Hotellerie und Gastronomie stöhnt unter dem Fachkräftemangel, erste Betriebe schließen deshalb. Was tun Sie dagegen?
Eines der Hauptprobleme ist sicherlich die Versorgung der Mitarbeiter mit bezahlbarem Wohnraum -
nicht nur im touristischen Bereich! Wer in der Stadt nicht wohnen kann, wird hier auch nicht arbeiten
wollen. Dieses Riesenproblem muss eines der Hauptanliegen in nächster Zeit sein, um langfristig über genügend Wohnraum zu verfügen. Es wäre auch zu prüfen, ob nicht auch anerkannte Asylbewerber zu Servicekräften ausgebildet werden können.

Alle Positoionen und Vorstellungen können Sie hier nachlesen: BÜB+ Leitlinien

Wie kann man die Kultur in Überlingen retten?

Heiß diskutiert wird aktuell im Südkurier die erfolgten Absagen vom Kleinkunstfestival und der Aufführungen der "Kleine Oper am See". Hintergrund ist die Sanierung des Kapuziner, die etwas unengagiert von der Verwaltung angegangen wird. Im Blick hat man bisher lediglich das Jahr 2020 , in dem der Kapuziner als Blumenhalle für die LGS dienen soll. Die BÜB+ hat in einer Presseerklärung einen Vorschlag gemacht, wie man das Problem vielleicht lösen könnte:

Letzte Klappe für Kultur im Kapuziner?
"Mit größtem Bedauern nimmt die BÜB+ neben der bereits erfolgten Absage des Sommertheaters nun auch noch den vorläufigen „Tod“ der beliebten Veranstaltungen der „Kleinen Oper am See“ und des Kleinkunstfestivals zur Kenntnis. Die nicht nachvollziehbare Verzögerung der notwendigen Auftragsvergaben zur Sanierung des „Kapuziner“ durch die Bauverwaltung wird schärfstens kritisiert. Wenn man sieht, wie zu Gunsten der LGS offensichtlich alle anderen Aufgaben vernachlässigt werden, kann es dafür keinerlei Verständnis geben. 

Das einst vielfältige Kulturangebot stirbt aus, eine Schande für eine Stadt wie Überlingen. Kulturentscheidungen gehören zudem zwingend in das Aufgabengebiet der gewählten Gemeinderäte, sie sind keinesfalls eine Sache der laufenden Verwaltung. Wohin das letztendlich führt, ist unübersehbar. Die BÜB+ schlägt zur Rettung der Veranstaltungen vor, den vermieteten Felderhausparkplatz für ein temporär erstelltes verglastes Veranstaltungszelt zur Verfügung zu stellen. Die Parkplatzmieter bekommen in dieser Zeit einen kostenlosen Stellplatz im Parkhaus West. Da die Stadt nach Absage des Sommertheaters die eingeplanten 30.000 Euro Zuschuss nicht ausgeben muss, könnte dieser Betrag in eine Subventionierung des Zeltes fließen.

Die BÜB+ sieht die große Gefahr, dass der möglicherweise mehrjährige Ausfall der beliebten Veranstaltungen zur Abwanderung in eine andere Stadt führt. Das ist unbedingt zu vermeiden. Die BÜB+ sieht den Gemeinderat in der Pflicht und Verantwortung, diese Angelegenheit zur kommenden Sitzung im Mai aufzugreifen und eine Entscheidung zu fällen."

Einen Leserbrief von Matthias Theissen, veröffentlicht im SÜDKURIER am 30.4.2019, möchten wir Ihnen im vollen Wortlaut mit Einverständnis des Autors  nicht vorenthalten:
Fast schon ein eigenes Theaterstück.

Es grüßen in Stille vom Friedhof der Überlinger Historie und Kultur: Eine der schönsten, jahrhundertealte Alleen Deutschlands mit über 100 gesunden aber gefällten Platanen am See, ein vom Schauspiel hochkarätiges „Sommertheater“, ein überragend organisiertes Kleinkunstfestival „Kultur im Kapuziner“ mit überregionalem Renommee und on top eine „Kleine Oper am See“. (Todesursache in allen vier Fällen: Die Landesgartenschau 2020). Ein letzter stiller Gruß auch von den Open Airs „Musikfilme im Park“ und der „Filmmusik“ Hollywood im Museumsgarten (Todesursache: Eingeschläfert), von „Kunst im Badgarten“ (Todesursache: Wiesen- und Baumwurzelschutz), vom „Kulturforum“ in der ehemaligen Schlecker-Filiale (Todesursache: Vermieterspekulation) und den „Jüdischen Kulturtagen“ (Mit der peinlichsten Todesursache: Rückzug der Sponsoren). Alle Veranstaltungen privat riskiert, finanziert und von unserer Stadt immer gerne für Glanz und Gloria ihres Touristik-Marketings genützt, aber stets nur mit beschämenden „Bettelpfennigen“ unterstützt. Als letztes nennenswertes kulturelles Unterpfand (jedoch auch in privater Hand) grüßen als „Hinterbliebene“ Orchester und Chöre der Kirche mit den grandiosen Münster-Konzerten und -Messen in der Musik und die kleine aber feine „Kultur-Lounge“ des begeisternden Nolte-Theaters. 
Seitens der Stadt selbst: Eine schier never-ending „Dali“-Ausstellung - allmählich bis zum Erbrechen beworben mit dessen Fake-Foto. Und ein in seiner Kreativität ganz offenkundig verbrauchtes Kulturamt. Einen kulturellen Glanz auf eigene Kosten kann sich die Stadt nur noch dank des „Schmucks mit fremden Federn“ geben: Durch die vom Kustoren-Ehepaar des Städtischen Museums ebenso engagierten wie hochprofessionell organisierten (und nicht selbstverständlichen) Sonderausstellungen. Und durch die Brillanz der Leitung und Leistung einer Stadtkapelle auf höchstem Niveau.

Entscheidend ist was bleibt“ (Anm.: nach der Landesgartenschau) sagten kürzlich deren eigene Geschäftsführung und der OB. Sicherlich sehr viel Neues und Schönes - gar keine Frage. Aber für die bisherige „Kulturstadt“ ÜB auch ein immenser Schaden, wenn es dabei bleibt, offenbar unfähig zu sein, über 2020 hinauszudenken. Für so Vieles für diese LGS waren behördliche „Wunder“ an Ausnahmen möglich. Da sollen jetzt Sommertheater und Kleinkunst-Festival  ausgerechnet an einer vorgeblich von der Stadt nicht zu erhaltenden (vermutlich gar nicht versuchten) Ausnahmegenehmigung scheitern, diesen wunderbaren Weigelt‘schen Glas-Pavillon länger als 6 Monate beim Gondelehafen am See aufzustellen? Und völlig irre ist ja der Verweis der Stadt auf die eigene Vorgabe, welche Veranstaltungen am See genehmigt werden und welche nicht. „Und solche eben nicht“.
Wer rechnen kann weiß, dass solche Veranstaltungen für Erfolg und (kostendeckenden  Besuch) Nähe und Ambiente des Sees brauchen. Des OB’s ewige Andienung dieses alten Schotterplatzes an der Zimmerwiese (schon für die Eisbahn) mag ihm als Verwaltungs-Experten ja eine 1 geben, bei wirtschaftlichem Denken allerdings wiederholt eine glatte 6. Wieso nicht die einfachste Lösung: Die „Blumenhalle“ der LGS in einen gekühlten Pavillon am Gondelehafen - „Sommertheater“ und „Kultur im Kapuziner“ belassen, wo sie waren. Oder an den Anfang des Uferparks. Fielen wirklich beide Veranstaltungen wegen der LGS für 2 (!) Jahre aus, würde ich als Theaterverein und Reinhardt Weigelt die LGS und OB bei deren eigenem Wort nehmen: „Entscheidend ist was bleibt“. Und dauerhaft in andere Orte am See wechseln, die sich freuen würden. Dann bliebe nichts. Allerdings auch nicht mehr viel vom Renommee des OB.

Matthias Theissen, Überlingen

Montag, 29. April 2019

Nur ein Wunschtraum? Eine Wegebahn für Überlingen!

Das wäre doch die Lösung für Überlingen: Eine elektrische Wegebahn, die innerstädtisch die Parkhäuser mit der Innenstadt verbindet. Ohne festen Fahrplan non-stop im Einsatz. Ein- und aussteigen, wo man möchte. (Dolmusch Prinzip). Genau das, was die BÜB+ für Überlingen fordert!

Neu ist so etwas nicht. Zur Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd hatte die Stadt sich sechs dieser Bahnen angeschafft, zwei davon behielt man und sie begeistern nach wie vor die Besucher in Schwäbisch Gmünd.
Die Wegebahn in Schwäbisch Gmünd war und ist eine Attraktion
In den letzten Tagen konnte man diese Bahnen gelegentlich in Überlingen sehen. Wir von der BÜB+ waren natürlich sofort mehr als neugierig, was es damit auf sich hat und wir erfuhren, dass die zwei Bahnen im Rahmen einer Umrüstung auf ein moderneres Batteriesystem bei einem Überlinger Unternehmen stehen. Bei den notwendigen Fahrten zum TÜV zogen sie begeisterte Blicke auf sich.

Natürlich fragten wir sofort an, ob es nicht möglich sei, diese Bahn an einem Samstag mal testweise durch Überlingen rollen zu lassen. Nein, leider stehen dem im öffentlichen Straßenraum rechtliche Probleme entgegen. Aber das Überlinger Unternehmen Hueber Maschinen- und Fahrzeugbau GmbH, die selbst schon so eine elektrische Wegebahn entwickelt und (leider erfolglos) der LGS Überlingen GmbH angeboten hatte, fand eine Möglichkeit für die Überlinger.

Am morgigen Dienstag lädt er ein, auf dem privaten Gelände des Hofgutes Rengoldshausen eine Probefahrt zu erleben.
Termin: 30. April 2019 ab 16:30 Uhr auf dem Hofgut Rengoldshausen

In einem Pressetext kann man online nachlesen, wie begeisert man in Schwäbisch Gmünd von dem Zügle war. Und ist.
Die Remstal LGS wird das Zügle auch einsetzen: Warum die LGS Überlingen nicht?

Wir haben mal nachgefragt: Etwa 100.000 Euro muss man für einen Zug mit Anhänger rechnen. Es muss ja nicht dieses chinesische Modell sein, gar nicht weit von uns baut ZF Friedrichshafen etwas Ähnliches.

Die BÜB+ sagt ganz deutlich: Wir wollen das auch!

Sonntag, 28. April 2019

BÜB+ Position zum Thema: Wirtschaft

In einer Serie befragt der SÜDKURIER die Parteien und Wählerinitiativen nach ihrer Position zu bestimmten Themen. Sie werden aufgefordert, zu drei gestellten Fragen Stellung zu nehmen. Der Textumfang darf maximal 2100 Zeichen betragen. Das erste Thema war "Wirtschaft". Es folgen die Themen Tourismus, Bauen/Wohnen, Verkehr, Kultur und Vereine.

Auf und ab: Aspekte der Wirtschaft in Überlingen
Die Antworten der BÜB+ geben wir für Sie hier wieder. Die der anderen Parteien kann man auf der Homepage des SÜDKURIER nachlesen.


1. Frage: Wie tragen Sie zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Überlingen bei?
Dem Wirtschaftsförderer muss durch den Gemeinderat ein definiertes Aufgabengebiet vorgegeben werden. Umweltfreundliche Unternehmen mit wenig Flächenverbrauch müssen verstärkt angeworben werden. Damit diese auch eine Chance haben qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen, ist die Schaffung von ausreichend Wohnraum dringend zu fördern.

Überlingen als Stadt des Tourismus, der Gesundheit, Schulen, Kliniken und Altenpflege kann Unternehmen der Medizintechnik und Forschung, im hochwertigen Ernährungs- oder im industriellen Dienstleistungsbereich, z.B. IT Bereich, anziehen.

Gewerbesteuern für Neuansiedlungen sind befristet möglichst aussetzen.

2. Frage: In den nächsten Jahren entstehen neue Gewerbeflächen: Reicht das, oder wo sehen Sie weitere Entwicklungsflächen?
Im Oberried V gibt es verfügbare Flächen, nach dem Umzug wird das jetzige ALDI Areal zur Verfügung stehen. Die Umwandlung des Grünzuges nördlich von Andelshofen zu einem Gewerbegebiet lehnt die BÜB+ aus Landschaftsschutzgründen ab, die Flächen östlich der L200 sind auf Nutzung für Gewerbe zu prüfen. Noch vorhandene Flächen dürfen nicht an Betriebe mit hohem Flächenbedarf vergeben werden, kleine und mittlere Unternehmen sind zu fördern.

Das Kramer-Areal muss - wie im Stadtentwicklungskonzept (ISEK) vorgesehen – durch die Stadt überplant und zu einem hochwertigen Mischgebiet entwickelt werden. Schloss Rauenstein kann ein idealer Standort für einen Bildungs- oder Forschungsbetrieb werden.


3. Frage: Der Internethandel verändert viel. Wie helfen Sie dem örtlichen Einzelhandel, hier dagegen zu halten?
Viel vor Ort einkaufen! Durch Schaffung von mehr Wohnraum kann die Kundenzahl gesteigert werden. Zweitwohnungsbesitzer sind eher nicht Kunden des Einzelhandels. Im Winter fehlen Touristen, daher muss der städtische Wirtschaftsförderer mit Einzelhandel, Gemeinderat und Verwaltung Konzepte für eine Belebung der Innenstadt im Winter erarbeiten.

Die Erreichbarkeit der Innenstadt muss durch eine verkehrsberuhigte Zone gewährleistet sein. Das von der BÜB+ vorgeschlagene 1€ Ticket für den Stadtbus bringt Kunden günstig in die Stadt. Sinnvoll ist ein e-Shuttle mit dem „Dolmusch“ Prinzip ohne feste Haltestellen. Zusätzliche Tiefgaragen in den Randbezirken der Innenstadt sind zu planen (nach Umsiedlung und Zusammenlegung die Flächen von Stadtgärtnerei und Werkhof).

Alle Positoionen und Vorstellungen können Sie hier nachlesen: BÜB+ Leitlinien

Apfelbaum gewonnen: 13 mit Glück!

Auf dem infostand der BÜB+ am vergangenen Samstag bekamen Passanten auf Wunsch eine Losnummer mit der Möglichkeit, damit einen jungen Apfelbaum für den Garten zu gewinnen.


Trotz ziemlich "nassen Bedingungen" kamen viele Passanten zu einem Gespräch vorbei, nahmen gerne noch eines der beliebten Bienenwiese Samentütchen mit. Auch über ein Los für das Apfelbäumchen - Sorte TOPAS - freute man sich sichtlich. Voraussetzung dafür war natürlich ein Plätzchen im heimischen garten, denn so ein Apfelbäumchen bleibt nicht ewig ein "Bäumchen".
Gegen Ende der Marktzeit wurde dann das Los gezogen: Die oder der Besucher mit der Losnummer 13 (wenn das keine Glückszahl ist!) darf sich jetzt über den Baum freuen.
Bitte melden sie sich bei der BÜB+ per email, bei der Abholung bringen Sie bitte das Originallos mit.

Auch am kommenden und den weiteren Samstagen bis zur Wahl wird die BÜB+ ein Apfelbäumchen verlosen. Kommen Sie vorbei und holen Sie sich Ihr Los ab!

Montag, 15. April 2019

In Überlingen:Baugrund 4000€/ je m2

Ein Königreich für ein Grundstück, das besonders in Überlingen schon mal 4000€ je m2 kosten kann.   So titelt online die Stuttgarter Zeitung am 9.4.2019 einen Artikel, der sich mit der Baulandentwicklung und insbesondere den teilweise horrenden Preisen widmet.

So ein Schild gibt es in Überlingen schon lange nicht mehr
Erwähnt wird speziell Überlingen, wo es durchaus zu Quadratmeterpreisen von 4000€ kommen kann, die auch bezahlt werden. Wenn es ein Ufergrundstück mit eigenem Anlegesteg ist, sind alleine dafür 1 Millionen € extra völlig normal. Erwähnt wird auch das für junge Familien gedachte Baugebiet Turmgasse hinter dem Friedhof, wo bis zu 800€ von der Stadt verlangt und auch bezahlt wurden. Ein Immobilienmakler wird zitiert, dass Investoren sich die Bauplätze wegschnappen. „Das sei kein Spaß mehr“ wird er zitiert.

Um das Problem einigermaßen in den Griff zu bekommen, fordert die BÜB+ schon länger eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft. Bauland, sofern in städtischer Hand vorhanden, muss ohne Investoren und Bauträger eigenständig entwickelt und vermarktet werden. Nur dann kann man noch bezahlbaren Wohnraum und tatsächlich bezahlbares Bauland für junge Familien bekommen. Die Umwandlung von z.B. bisher gewerblich genutzten Flächen (Kramer Areal, Langgasse) darf nur nach einem zuvor mit der Stadt abgeschlossenen städtebaulichen Vertrag erfolgen. Die Stadt muss an den teilweisen horrenden Wertsteigerungen durch die Änderung der baulichen Nutzung angemessen beteiligt werden. Die daraus resultierenden Erträge können zweckgebunden in städtische Bauprojekte fliessen.

Samstag, 13. April 2019

500x 2 qm Bienenwiese sind verteilt

Auf eine große Resonanz traf die Aktion der BÜB+, auf dem Samstagsmarkt Tütchen für jeweils 2qm Bienenwiese zu verschenken. Gleichzeitig wurden die Besucher gefragt, ob sie weitere Ideen für Standorte brachliegender öffentlicher Rasenflächen hätten, wo statt regelmäßigem Mähen besser Naturblumenwiesen entstehen sollten.


Etwa 25-30 Standortvorschläge gingen so bereits ein. Die Besucher sagten zu, einen kleinen Beitrag auch im eigenen Garten zu leisten und nahmen die Samentütchen gerne an. Viele diskutierten mit den anwesenden Kandidaten der BÜB+ über aktuelle politische Ereignisse in der Stadt und versprachen der BÜB+ ihre Stimmen zur Gemeinderatswahl.

Auch an den kommenden Samstagen im April, ab Mai dann auch an Mittwoch Vormittagen, werden die BÜB+ Kandidaten auf dem Markt für die Bürger zu Gesprächen zur Verfügung stehen.

Gemeinderat: Bürger fragen nach

Wie immer zur ersten GR Sitzung im Monat, können Bürger Anfragen an den Oberbürgermeister stellen. Dafür werden dem Frager 3 Minuten Zeit eingeräumt. Auch in der vergangenen April Sitzung gab es insgesamt acht Anfragen.

Frage: Eine Bürgerin monierte den schlechten Zustand der Mauer an der oberen Luziengasse. Durch die fehlende Ziegeldeckung würde die Mauer rapide verfallen, es lösen sich ganze Steine. Oberbürgermeister Zeidler und Baubürgermeister sagten zu, dass man sich die Sache anschauen werde.
Wir meinen: Aber bald bitte, denn der Zustand ist nicht nur hinsichtlich der LGS2020 dringend zu verbessern.

Frage: BÜB+ Vorsitzender Dirk Diestel fragte an, ob es zutreffe, bzw. bekannt sei, dass das Gebäude Mühlenstraße 38 abgerissen und fünfstöckig neu gebaut werden soll. Hinsichtlich der dort befindlichen 18 Mietwohnungen seien diese Gerüchte sehr bedrückend. Falls es zutreffend sei, solle geklärt werden, was mit den Mietern geschehen soll. Oberbürgermeister Zeitler und BM Längin antworteten ausweichend, man wisse noch nichts genaues.
Wir meinen: Falls dort 18 Mietwohnungen zu Gunsten von neuen Eigentumswohnungen geopfert werden sollen, muss sich der Gemeinderat und die Verwaltung dringend der Sache annehmen.

Frage: Ein Bürger aus Andelshofen fragte hinsichtlich eines Grundstückes an, dass die Stadt "Im Lehen" verkaufe. Es sei Erbpacht vorgesehen, allerdings sein der Erbbauzins von 4% pro Jahr deutlich zu hoch. Bei diesen Konditionen wäre ein Kauf durch die Interessenten deutlich günstiger für diese. OB Zeitler sagte, in dieser Sache sei noch nichts durch den Gemeinderat entschieden, es sei aber ein "wichtiger Hinweis".
Wir meinen: 4% Erbauzins ist tatsächlich ungewöhnlich hoch, wenn man jungen Familien ein Grundstück zukommen lassen wolle, deutlich zu hoch.

Holger Schappeler fragte an, warum in der Fußgängerzone Spitalgasse trotzdem immer sehr schnell mit dem Rad gefahren werde, ein Schild könne vielleicht helfen. OB Zeitler meinte dazu, dass man es wissen sollte, auch als Radfahrer, dass man in einer Fußgängerzone absteigen müsse.
Wir meinen: "Sollte wissen" ist leider nicht mit "Beachten" gleichzusetzen. Selbst auf der Promenade kümmert es immer wieder Radfahrer herzlich wenig, dass dort Rad fahren verboten sei.
(Ergänzung: Im Nachgang erhielt Herr Schappeler kurzfristig eine Mitteilung der Stadt, dass dort tatsächlich vergessen wurde, das Schild "Fußgängerzone" aufzustellen. Sehr gut reagiert, Danke!)

Umstritten: Der Kiosk Landungsplatz ging an Stadtrat Wörner
Frage: Herr Schappeler fragte auch nach dem Vergabeverfahren des Kioskes am Landungsplatz an FDP Stadtrat Wörner. Insbesondere, warum entgegen der Vorschrift der Gemeindeordnung der nichtöffentlich gefasste Beschluss nicht sofort bei der nächsten Sitzung, sondern erst 4 Monate später durch den Südkurier bekannt wurde. OB Zeitler entgegnete, dass dies ein übliches Verfahren, zudem die Vorschrift eine "Kann-Bestimmung" sei.
Wir meinen: Der §35 der GemO ist eigentlich eindeutig eine "Muss-Bestimmung", das Wort "Kann" gibt es zumindest dort nicht. Wir haben daher in einer email an OB Zeitler nachgefragt, wo diese "Kann-Bestimmung" zu finden sei. Über die Antwort werden wir berichten.

Frage: Christian Greiter, Bewohner im Bereich Langgasse, fragte nach dem aktuellen Sachstand in der Angelegenheit um das Vereinshaus und die vom Investor Fa. Betz geplante Bebauung des Telekom-Areals. OB Zeitler sagte zur nächsten GR Sitzung einen Bericht zu. In einer weiteren Frage mahnte Herr Irmscher, ebenfalls Bewohner an der Langgasse, an, dass die Bürger dort in alle Entscheidungen einbezogen werden wollen.

Frage: Frau Müller-Hausser berichtete über ein neues Verbotsschild am Kinderspielplatz beim Rehgehege, nach dem Mittags ein Spielverbot herrsche und es Jugendlichen ab 14 Jahren verboten sei, die bei ihnen beliebten Tischtennisplatten zu benutzen. Sie wohne unmittelbar daneben und fühle sich nicht gestört. Wer das Schild eingefordert habe, wollte sie wissen.
Wir meinen: Kinder sind keine Störelemente, geringer Schallpegel ist eigentlich normal. Wer sich darüber beklagt, war vermutlich nie selbst ein Kind.


Donnerstag, 11. April 2019

BÜB+ bei den Goldbachern

Immer wieder liest man, hört man von den leider ungehörten Problemen der Goldbacher Bürger: Sei es die uralte Kapelle, der man mit breiten Wegen für LGS Besucher "zu nahe rücken" will. Oder die 8 Meter Hecke, die in der gesetzlichen Schonzeit trotzdem entfernt wurde. Oder es geht schlicht auch um das Goldbacher "Strändle", das man den Einwohnern nehmen will.

Gut besucht war die Diskussion mit der BÜB+
Architekt Braungardt beschreibt die 1200 Jahre alte Kapelle

Für die BÜB+ sind diese Themen ein Anlass gewesen, sich mal vor Ort mit den Goldbachern zu treffen. Und das Interesse war sehr groß, etwa 30 Anwohner trafen sich an der Kapelle. Gassenpfleger Hubert Regenscheit führte die BÜB+ Gäste in die Themen ein. Er erzählte, dass das "Strändle" schon vor Jahrhunderten die Tränke für das Vieh der eigenständigen Gemeinde Goldbach war, zumindest bis zum Bau der Straße und der Bahnlinie. Danach nutzen und pflegten es die Goldbacher selbst als Badeplatz, sorgten für Ordnung und Sauberkeit. Damit im Umfeld der am ganzen Bodensee bedeutendsten historischen Kapelle aus dem 8. Jahrhundert kein Tummelplatz für Partymacher entsteht, bekamen nur die Goldbacher Familien einen Schlüssel, auf Nachfrage auch Gäste und auch Hödinger Bürger.
Dieses kleine Privileg will man nun den Goldbachern nehmen, laut Stadtverwaltung soll es nach der LGS öffentlich zugänglich für alle werden. Die Goldbacher sorgen sich, fürchten neben wild parkenden Autos eine Vermüllung und sind der Meinung, dass Überlingen selbst genügend offene Badeplätze hat. Ganz unrecht haben sie damit wahrlich nicht.

Herr Schönenberger zeigt alte Zeichnunge
Die alte 1200 Jahre alte Kapelle sehen die Bürger auch in Gefahr. Früher, vor dem Bau der Bahn und der Straße, stand sie folgerichtig nach den Worten der Bibel: "Du bist Petrus, der Fels, auf den will ich meine Kirche bauen" auf einem Felsvorsprung zwischen Steilwand und See. Sie gehörte zu Konstanz und zum Kloster Reichenau, weshalb sie möglicherweise dem Weltkulturerbe Kloster Reichenau  zugehörig sein wird. Südlich der Kapelle liegt der alte, aufgelassene Friedhof der Goldbacher. Und ausgerechnet hier entlang soll nun eine Flaniermeile in 2,0 Meter Breite entstehen, obwohl es nördlich um das Gebäude herum eine gut begehbare Wegeführung gibt. Die Sorge der Goldbacher: "Das soll ein bequemer Fahrradweg werden!"
Nicht schön: Abtrennung zum LGS Gelände

Genau das will man verhindern, schrieb diverse Briefe an Stadt und LGS GmbH, bat um Mitteilung, was denn nun tatsächlich geplant sei. Schlüssige Antworten erhielt man keine, was die Goldbacher total verärgert. Sauer ist man allerdings auch auf den Eigentümer der Kapelle, die Überlinger katholische Kirchengemeinde. Deren Stiftungsrat hat nämlich dem südlichen Weg und dem damit zu erwartenden Trubel zur LGS zugestimmt. Dabei sollte dieser Stiftungsrat eigentlich froh sein, dass die Kapelle überhaupt noch steht: Denn mindestens schon zwei Mal, (1821)1829 und 1885, wollte man dort das Kirchlein aus Kostengründen loswerden, abreissen. Schon damals wehrten sich die Goldbacher erfolgreich. Alleine deshalb reklamieren sie heute auch ein Mitspracherecht über das aktuelle Geschehen.

Bei all diesen Sorgen fällt kaum noch groß ins Gewicht, dass bei der LGS GmbH plötzlich (nach 2-3 Jahren...) erkannt wurde, dass eine alte dichte Hecke auf der Länge von immerhin 8 Metern die Pläne stört. Seltsam, dass trotz Verbot in der "Schonzeit" die Stadt Überlingen das Roden trotzdem genehmigte. Auch diese Pläne würden die Goldbacher gerne mal sehen.
Nur noch dicke Baumstümpfe, absolut gesund: In der Schonzeit wurde gnadenlos gerodet

Mittwoch, 10. April 2019

Überlingen: Essbare Stadt?

"Die Essbare Stadt Andernach ist in ihrer Art einzigartig. Quer durch das gesamte Stadtgebiet können sich Besucherinnen und Besucher, Bürgerinnen und Bürger zunächst an den blühenden Nutzpflanzen erfreuen, die sie dann später, wenn alles reif ist, auch ernten dürfen. Überall in der Bäckerjungenstadt stößt man auf das Thema Essbare Stadt."



Es ist einfach phantastisch, welche guten Vorschläge an uns herangetragen werden, nachdem wir unsere Aktion "mehr Bienenwiesen in Überlingen" gestartet hatten. Ein Hinweis auf die "Essbare Stadt Andernach" ist die jüngste tolle Idee. Zum Nachmachen höchst geeignet!

Überlingen hat einen Ruf als Gartenstadt, wurde vor genau 15 Jahren zur ersten deutschen Stadt zur  "Gentechnikfreien Landschaft" erklärt (ist sie es noch??) und hat im nächsten Jahr eine Landesgartenschau. Und danach? Überlingen ist Mitglied der "Citta Slow" Vereinigung - was täte besser dazu passen, als so ein Konzept der "Essbaren Stadt" aufzugreifen, nachzumachen?

Die Bilder zeigen Ecken in der Stadt Andernach. Solche Winkel und Ecken hat Überlingen in Massen und wir sind überzeugt, dass es viele Bürger gibt, die Spaß daran haben, an so einem Konzept mitzumachen.

Hier können Sie mehr über das Konzept in Andernach lesen.


Montag, 8. April 2019

Gärten des Grauens

Nachdem er unseren Blogbeitrag "Bienenwiesen für Überlingen" gelesen hatte, meldete sich ein Leser bei uns. Er hatte im SWR Radio einen Beitrag gehört mit Uwe Soltau. Der Biologe sammelt Fotos von "Gärten des Grauens", tote Schotterwüsten in deutschen Gärten. Er zeigt sie u.a. auf seiner Facebook Seite. Wir sagen: So etwas gehört verboten, es ist eine Sünde an der Natur.

Tun wir und Sie etwas dagegen: Säen Sie unsere Bienenwiese-Mischung wenigstens in ein kleines Stück Ihres Gartens ein. Die Samen dazu schenken wir Ihnen am kommenden Samstag an unserem Marktstand in der Münsterstraße.

Bremen sagt Schotterwüsten den Kampf an, will sie verbieten.

Donnerstag, 4. April 2019

WVÜ untersagt die Blumenwiese-Samen Aktion

Die Aktiven der BÜB+ hatten geplant, am kommenden Sonntag gratis Tütchen mit Bienenwiese-Samen zu verteilen, um damit die Bürger zu ermuntern, ihre Gärten naturfreundlich zu gestalten. Wir berichteten.

Kann noch nicht sofort eingesät werden...
Auch sollten Möglichkeiten erörtert und abgefragt werden, wo im öffentlichen städtischen Bereich brachliegende Grünflächen zu insektenfreundlichen Blühwiesen umgestaltet werden könnten, statt sie lediglich mehrfach im Jahr abzumähen.

Leider hat uns der WVÜ als Veranstalter des zeitgleich stattfindenden "Überlinger Frühling" diese Aktion untersagt. Daher müssen wir sie zwar für diesen Termin absagen, was aber nicht gänzlich absagen bedeutet. Wir werden am Samstag, 13.4. während der Marktzeit in der Münsterstraße/Hofstatt präsent sein.

Dienstag, 2. April 2019

Biodiversität-Artenvielfalt: Nur ein Begriff?

Viel wird gesprochen und geschrieben über Biodiversität, die Artenvielfalt in der Natur. Um was geht es eigentlich? Was bringen Bienenwiesen in der Stadt? Ihre BÜB+ stellt die Fragen, findet Antworten.


300 qm Natur- und Bienenwiese in Nußdorf, beim Dorfgemeinschaftshaus: Leider nur eine Fotomontage

Wo sind all die Bienen und Vögel hin?

Pflegeleicht, tot, in BW illegal?
Ist Ihnen auch schon mal aufgefallen, dass nach einer sommerlichen Autofahrt viel weniger Insekten an der Frontscheibe "kleben" als es früher der Fall war? Dass in unseren Gärten kaum mehr Bienen summen, noch weniger Hummeln? Dass wir im Frühling und Sommer morgens nicht mehr von lautem Vogelgezwitscher geweckt werden? Woran liegt das? Ganz einfach: Es gibt viel weniger Insekten (und damit Bienen) als früher und daher viel weniger Vögel, weil diesen schlicht das Futter für sich und den Nachwuchs fehlt.
Jetzt könnte man die "bösen" Landwirte beschuldigen, die ihre Felder zu intensiv unkrautfrei halten, damit der Ertrag steigt. Sie müssen es aber, denn wir, die Verbraucher, wollen möglichst billige und billigste Lebensmittel. Aber auch wir selbst sind es schuld: Immer mehr -in BW illegale(!)- öde und grünlose Steingärten gibt es, immer weniger Naturgärten, in denen Insekten, Bienen und damit die Vögel sich richtig wohlfühlen. Wunderbare Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein Beispiel: (Villa Elmenhorst, Überlingen)

Artenvielfalt auch in der Stadt!

Nicht nur in den privaten Gärten wären schon wenige Quadratmeter Bienenwiese eine tolle Sache. Noch viel mehr Fläche gibt es im öffentlichen Raum. Mühselig und aufwändig werden diese mehrfach im Jahr gemäht. Warum wandelt man sie nicht zu Blütenwiesen um? Das erfreut nicht nur das Auge der Menschen, sondern hilft den Bienen und Vögeln. Wir haben eine kleine Rundfahrt gemacht und geschaut, wo Flächen zur Verfügung stehen. Nicht nur am Dorfgemeinschaftshaus in Nußdorf - siehe unsere Fotomontage oben. So schön könnte(!) es sein.
Überlingen Stadtgraben
Überlingen Stadtgraben

Wir schenken Ihnen 1-2qm Bienen-Blumenwiese !

Am kommenden verkaufsoffenen Sonntag, 7.4.2019 von 13-18 Uhr, ist die BÜB+ mit einem Infostand an der Münsterstraße/Hofstatt.
Besuchen Sie uns und wir schenken Ihnen ein Tütchen mit Bienenwiese-Samen.

Stellen Sie sich vor: In 500 Gärten entstehen jeweils nur 2 qm Blumenwiese- das ergibt 1000qm Lebensraum für Bienen und Insekten.

Möchten Sie mehr Information zum Thema Biodiversität im städtischen Raum?
Stadtgrün_Naturnah
Broschüren dazu (download)
Städte und Gemeinden im Wandel 
Naturgarten e.V.

Säen statt mähen!

Die BÜB+ wird sich im Gemeinderat der Stadt massiv für die Umwandlung von grünen Brachflächen hin zu Blühwiesen einsetzen. Bitte helfen Sie uns dabei, mit Ihren Stimmen für die BÜB+.
Überlingen Stadtgraben beim Parkhaus Stadtmitte

Gentechnikfreie Zone Überlingen?

Erinnern Sie sich? Vor ziemlich genau 15 Jahren war Überlingen ein Vorbild für ganz Deutschland: Als erste Stadt wurde die ganze Gemarkung von Überlingen zur gentechnikfreien Zone erklärt. 70 landwirtschaftliche Betriebe, Erzeuger, Vermarkter machten mit, ohne Ausnahme. An den Ortseingängen wurden Schilder montiert: "Gentechnikfreie Landschaft". 
Überlingen Seestraße

Wo sind die Schilder hin?

Wie aktiv wird diese Vereinbarung noch eingehalten? Wird auch heute, 15 Jahre danach, noch immer ausschließlich Gentechnikfrei produziert?  Leider sind die "Macher" von damals nicht mehr in Überlingen: Cornelia Wiethaler als Organisatorin, Eloas Lachenmayr (der "Überlinger Barde") als emsiger Unterstützer.

Wieder Vorbild sein!

Am Kreisverkehr Nußdorfer Straße
Auch jetzt könnte Überlinger wieder ein  - im wahrsten Sinne des Wortes - leuchtendes Vorbild sein. Die Stadt mit der größten Fläche für Blumen-, Natur- und Bienenwiesen. Eigentlich ein Thema für eine Landesgartenschau.


Am Schättlisberg beim Montessori Kindergarten

Owinger Straße



Nur wenige Beispiele

Sie zeigen aber die Möglichkeiten auf! An unserem Infostand am verkaufsoffenen Sonntag am 7.4 von 13-18 Uhr können Sie auf einem vorbereiteten Formular weitere Vorschläge für Standorte von Blühwiesen machen. Wir werden die Vorschläge sammeln und weiterleiten.


Download eines Informationsblattes mit der Möglichkeit, uns Vorschläge für Blumenwiesen Standorte zu machen.
Artikel zu Bienen, "Welt" online 
Naturgarten e.V.










Warum die Bienen für uns so wichtig sind:

Nußdorf  Zum Hasel
„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“

(Albert Einstein, 1949)





Nußdorferstraße, Zufahrt zum Osthafen

Überlingen, Holzschnitzelheizanlage





Donnerstag, 28. März 2019

Alle BÜB+ Kandidaten/innen im Bild

Jetzt können Sie uns sehen: Alle 26 Kandidaten und Kandidatinnen der BÜB+ stellen sich Ihnen in Wort und Bild vor. Acht von uns kandidieren auch für den Kreistag, das ist dann jeweils vermerkt.

Link zur Kandidatenvorstellung
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Über die Probleme, sich bei den Überlinger Parteien über die Kandidaten zu informieren - außer bei der BÜB+ ! Sehr unterhaltsam zu lesen, insbesondere das Lob für unsere BÜB+ !
Karin Burger schreibt ihren Bericht auf "Satiresenf".

Mittwoch, 27. März 2019

Hafenstraße Bebauung: Montag wird entschieden

Wie wir mehrfach berichteten, will ein Bauherr die Gebäude Hafenstraße 16+18 abreissen und an der Stelle einen massiven Neubau mit 17 Wohnungen samt Tiefgarage errichten. Bezahlbarer Wohnraum würde das sicherlich nicht werden. Am Montag soll der zuständige Bauausschuss nun darüber beraten und abstimmen.

Sehr erfreulich: Unsere ständigen Forderungen nach öffentlichen Beratungen scheinen erhört. Der Ausschuss für Bau, Umwelt und Forst tagt am Montag um 14 Uhr im Sitzungssaal Torhaus öffentlich zu diesem Thema. Und ebenso erfreulich: Die Verwaltung empfiehlt die Ablehnung des Bauantrages. Da der Gemeinderat kürzlich die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschlossen hatte, kann hoffentlich die Annahme dieser Verwaltungsempfehlung erwartet werden.
Ansicht Süd: Eine riesige Dachfläche im Vergleich zu den Nachbargebäuden

Perspektivisch ebenfalls erkennbar, die massive Gebäudegröße
In der Verwaltungsvorlage, die öffentlich im Überlinger Ratsinformationssystem einsehbar ist, werden ein Lageplan und zwei Ansichten des geplanten massiven Bauwerkes gezeigt. Leider ist kein Bild der Nordseite eingestellt. Dort ist nämlich ein riesiges Tor zur geplanten Tiefgarage notwendig.

Nicht nur in der perspektivischen Ansicht, sondern auch im Lageplan ist deutlich , dass der gesamte bisherige Gartenbereich vollständig überbaut werden soll. Die bisherigen idyllischen Gärten würden also verschwinden.

In der Höhenentwicklung hat man sich an die Höhe des in der Hafenstraße gegenüber liegenden Gebäudes orientiert, bzw. diese sogar überschritten. Das hat zur Folge, dass die Giebellinie der Gebäudezeile deutlich einen Versatz nach Süden bekommt, was in keinster Form der historischen denkmalrelevanten Bebauung entspricht.
Der Gemeinderat hatte mit seinem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan die Ziele der künftigen Gestaltung festgelegt:

„Mit der Durchführung des Be-bauungsplanverfahrens soll eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung im Quartier Hafen-straße/Schulstraße gewährleistet werden. Verbunden damit ist insbesondere die Baukulturelle Erhaltung der städtebaulichen Gestalt."

Zitat aus der Sitzungsvorlage: "Der Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses mit 17 Wohneinheiten und Tiefgarage mit einem Baukörper, der die beiden Grundstücke Hafenstraße 16 und 18 überbaut, würde dem Ziel der baukulturellen Erhaltung der städtebaulichen Gestalt der vorhandenen schmalen Gebäude zuwiderlaufen."

Keine Sitzungsvorlage gibt es bisher für den Beschluss zum Antrag auf Abriss der bestehenden Gebäude. Wir hoffen und gehen davon aus, dass der Ausschuss auch in diesem Fall eine Ablehnung ausspricht, zumal Teile des Gebäudes Nr.18 als denkmalgeschützt gelten sollen.

Montag, 25. März 2019

BÜB+ vor Ort: In Deisendorf

Die BÜB+ Kandidaten  und Vorstand präsentieren sich den Bürgern. In der vergangenen Woche machten sie den Auftakt in Deisendorf.

Zunächst traf man sich am ehemaligen "Löwen", um sich über die aktuelle Situation zu informieren. Bürger erzählten, dass man noch immer sehr enttäuscht sei, den Mittelpunkt des Dorfes zu verlieren. Geplant ist nun eine Wohnbebauung, erste Pläne des Investors gäbe es schon. Dieser habe sogar angeboten, einen Raum für Bürgerversammlungen zu integrieren, dieser sei allerdings  auch hinsichtlich des starken Zuwachses an Einwohnern viel zu klein. So hofft Deisendorf noch immer auf ein "richtiges" Dorfgemeinschaftshaus.
Der landschaftlich wunderschön, etwas außerhalb der Ortsmitte, gelegene "Andreashof" hat einen großen Saal für Seminare und Schulungszwecke. Leider ist die Zukunft des von Frau Dr.Hahn gegründeten Anwesens noch immer unklar, auch die des Hofcafés. Zu einer öffentlichen Sitzung traf sich die BÜB+ in diesem mit Kräuter- und Blumengarten idyllisch angelegten Hofgelände, um aktuelle Themen und die Tagesordnungspunkte der kommenden Gemeinderatssitzung zu diskutieren.

Vorher jedoch informierte Silvia Keller über die am Andreashof kultivierte "Lichtwurzel". Ursprünglich aus China stammend und dort fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, wird sie seit knapp 20 Jahren am Andreashof angebaut.  Die bis zu etwa 1 Meter lange Wurzel speichert über die oberirdischen Austriebe viel Energie, die schon in kleinen Mengen eine vielfache heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus haben soll. Nach einer kleinen Verkostung waren die Teilnehmer gestärkt, um über problematische kommunalpolitische Themen zu diskutieren, nachdem Herr Michel vom Andreashof noch einige interessante Zahlen und Fakten zum Hof berichtet hatte.

Die BÜB+ dankt dem Andreashof herzlich für die Gastfreundschaft.

Freitag, 22. März 2019

Alefanz kleinkariert

Alefänzisch sein - ein Begriff, der extrem schwierig zu interpretieren ist, weil seine Bedeutung so vielfältig sein kann. Der unvergessene Walter Fröhlich hatte es mal versucht. Man muss nicht Überlinger in der dritten Generation sein, um alefänzisch zu handeln. Es genügen auch schon knapp zwei Jahre.


Eigentlich wollten wir auf die Posse rund um den gelungenen Heiratsantrag des städtischen Bauhofleiters Alexander Barth (die BÜB+ gratuliert von Herzen!) gar nicht eingehen. Zu kleinkariert waren die Reaktionen, der Stadtverwaltung und von OB Zeitler, der eine Rechnung erstellen will.  "Kleinkariert" ist übrigens auch eine Definition für "Alefanz".

Doch heute erschien im SÜDKURIER ein herrlicher Leserbrief zum Thema, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Wir baten den Autor Matthias Theissen um die Genehmigung, ihn hier in voller Länge wiedergeben zu dürfen.

Der Alefanz lebt
Wer kennt sie nicht mehr, diese so beliebten Streber unter den Mitschülern, die streckten und fast schon mit Schnappatmung riefen: „Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was: Unten im Keller brennt noch Licht“. Ähnlich beflissen und darum besorgt, dass im Städtle auch ja alles seine Ordnung hat, liefert nun eine Leserin den ersten Akt für‘s Narrenkonzert 2020 mit der Nachfrage: Wer diesen beherzt-bescherzten Heiratsantrag mit Papier-beklebten Schneepflügen auf der Hofstatt letzte Woche bezahle? Außerdem sei das Befahren der der Hofstatt verkehrswidrig. 


Den zweiten Akt liefert der Südkurier, indem er ernsthaft bei der Stadt nachfragt. Und zuletzt setzt der OB sich gleich nach der Fasnet - jetzt aber im Ernst - nochmal die Narrenkappe auf, in dem er dem Bräutigam die Kosten in Rechnung stellen will, u.a. für ein paar Blatt Kopierpapier und paar Streifen Klebeband. Juhuu, liebe Überlinger Narren: Der Alefanz lebt und das Kleinkarierte im OB-Büro ist noch kleiner als Millimeterpapier. 

Dann aber hätt‘ ich‘s jetzt bitteschön aber auch ganz genau. Kommunale Untersuchungs-Ausschüsse gibt es leider nicht. Aber zumindest Sondersitzungen von Finanzausschuss und Gemeinderat, die bitte aufklären: Wird diese Zahlung des Bräutigams denn dann im Verwaltungs-Haushalt gebucht, da sie „das Vermögen der Kommune nicht steigert oder mindert“? Oder im Vermögens-Haushalt, da die vom Betriebshof ja weiter verwendete Restmenge von Klebeband und Papier schließlich das „Vermögen steigert“? Erreicht der „Skandal“ den Höhepunkt nicht gerade andersrum: Mit der „verschleierten Bereicherung der Stadt durch erschlichenen Wertzuwachs“ bei 2,94 € für 1 Pack Papier und 0,94 € für ein 66 Meter (!) langes Klebeband, wovon schließlich gute 400 Blatt und 30 Meter übrig blieben? Wird ein normaler Einkaufspreis berechnet, obwohl die Stadt Großmengenrabatt hat? 


Fragen über Fragen ... und dann noch das kurze Befahren der Hofstatt, das nach der StVO „bei Parken im 5-Meter-Bereich, soweit es durch Verkehrs­zeichen verboten ist“ mit 10,- € (je Schneepflug) zu ahnden ist. Ja wo sind wir denn, hier mal „ein Auge zudrücken zu wollen“: Nix da, auch der Alefanz verlangt Konsequenz.

Bei den schwer ermittelbaren Betriebskosten für die An- und Abfahrt der Schneepflüge empfiehlt sich das Aufwecken unseres Bundestagsabgeordneten: Im Parlament noch nie aufgefallen, im Wahlkreis aber bei der Eingrabung jeder Pflanzenknolle und Freischaltung jeder Ampel als Schirmherr dabei, böte sich hier doch mal eine medienwirksame Aufgabe an, um in die Medien zu kommen. Zumindest gemeinsam mit dem OB ins „Narrenblatt“, in die BILD oder direkt ins Fernsehen bei „Mario Barth deckt auf“, wo es um so kommunale Kapriolen geht wie hier. Peinlich, Herr OB. Wirklich: Einfach nur megapeinlich.


Matthias Theissen
Überlingen




Donnerstag, 21. März 2019

Kunscht oder Kunscht it?

Das alte mundartliche Wortspiel bedeutet in dem Fall nicht, ob man nun komme oder nicht.  Eher ist es die Frage: Ist das nun Kunst oder nicht? Darüber kann man sich herrlich streiten. "Kunst" kommt von "Können". Und gekonnt sind die per Kettensäge erstellten Skulpturen im Eingangsbereich des  Stadtgartens auf jeden Fall. Aber passt diese Kunst auch in den historischen Bereich des Stadtgartens?


Erinnern Sie sich? Wir berichteten am 7. Dezember 2018 hier über die seltsame Fällung von etwa 11 großen Bäumen einer Gruppe  im Eingangsbereich des Überlinger Stadtgartens. Später wurde erklärt, dass diese 11 Bäume infolge der Sommertrockenheit abgestorben seien.  Allen anderen Bäumen drumherum hatte die Tockenheit nicht geschadet. Seltsam deshalb, weil die Stämme mit etwa 2,5m Höhe alle stehengeblieben waren. Keiner wusste, was das soll.

Vor zwei Tagen nun die Auflösung: Mehrere Arbeiter mit Kettensägen machten sich an den Stämmen zu schaffen. Eine Überlinger Bürgerin informierte uns, schickte erste Fotos. Ihr Kommentar dazu klang nicht sehr begeistert.

In der Bürgerfragestunde des Gemeinderates am 20.3. fragte eine Bürgerin nach, was es denn damit auf sich habe und ob diese Figuren nicht besser an einem Spielplatz oder Freizeitpark aufgehoben wären, statt im historischen Stadtgarten? Ob das dem Stadtgärtner Herrman Hoch als Gründer des Stadtgartens vor 100 Jahren wohl gefallen hätte? Und wer das denn genehmigt und bezahlt habe?

Die Erklärung von Herrn Oberbürgermeister Zeitler und Baubürgermesiter Längin: Das sei eine Aktion der Stadtgärtnerei, die Mitarbeiter würden das in ihrer Freizeit machen. Und wenn dann alles fertig sei, würde man es dem Kulturausschuss präsentieren. "Und wenn es dem Ausschuss nicht gefällt, kann man die Kunstwerke schnell beseitigen." (Unsere Anmerkung: Wäre es nicht sinnvoll gewesen, den Kulturausschuss vorher zu befragen?)

Ein Kompliment an die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei! Allerdings bleibt eine Frage offen: Die zwei Hauptkunstwerke  mit dem Magier und der Schlange mit dem Huhn hat der spanische Künstler Ricardo Villacis geschaffen, sie sind von ihm sogar signiert. Er besitzt ein Atelier in Weitnau bei Kempten. Also doch nicht alles Kunst der Stadtgärtner? Und: Wer hat dem Künstler wieviel bezahlt?

Signierte Kettensägekunst
Unsere Meinung: "Kunscht" ja, ist es! Aber würden diese Figuren nicht viel besser zum Abenteuerspielplatz im Uferpark der LGS passen, statt im historischen denkmalgeschützten Bereich des Stadtgartens?

Dienstag, 19. März 2019

Promenadenweg zur LGS gesperrt?

Heute erhielten wir einen Anruf einer Überlinger Bürgerin: Stimmt es, dass die Promenade zwischen Gondelehafen und Therme während der LGS für Passanten gesperrt ist?

21.3.2019 Aktuelle Ergänzung: Während der Bürgerfragestunde im Gemeinderat wurde auf Anfrage einer Besucherin bestätigt, dass der Promenadenweg vom Gondelehafen bis Therme während der LGS gesperrt sein wird. Fußgänger müssen somit über die Bahnhofstraße laufen, da der Uferweg nur mit LGS Eintrittskarte zugänglich ist.

Noch im Oktober 2018 wurde von der LGS GmbH ein Wegeplan veröffentlicht, in dem die Promenadenwege alle frei zugänglich waren. Zumindest waren sie als Rundwege gekennzeichnet. Der rote Kreis markiert den Bereich der Villengärten und "Pflanzenhaus". Eine Sperrung ist nicht ersichtlich, es sieht so aus wie an der Hauptpromenade, die schließlich auch nicht gesperrt wird.
Wegeplan der LGS vom Oktober 2018
Interessant übrigens, wo zu dem Zeitpunkt noch der zentrale PKW Parkplatz vorgesehen war: Oben die hellblaue Fläche im Bereich südl. Härlen.

Aktuell nun findet man auf der Homepage der LGS GmbH diesen Plan, den wir hier im Ausschnitt zeigen.Der Uferweg scheint gesperrt zu sein. Der Rundweg (gestrichelte blaue Linie) endet dort.
Bleibt die offene Frage: Müssen die Überlinger Bürger, die nicht in das LGS Gelände wollen, nun ab Gondelehafen /Pfahlbauhaus einen Umweg über die Bahnhofstraße laufen, um zur Therme zu kommen? Und ist der freie Uferbereich  unterhalb des "Hauses des Kurgastes" zur LGS gesperrt?
Wegeplan der LGS im März 2019

Freitag, 15. März 2019

Platanenarie war die allererste Radioübertragung 1906

Liebe Leser, erinnern Sie sich an den Oktober 2016: Der Kampf um den Erhalt der denkmalgeschützten, 120 Jahre alten Platanenallee war noch offen. Damals erhielten wir von einem uns wohlgesonnenen Unterstützer den Hinweis auf die Arie "Ombra mai fu" von G.F. Händel: Eine wunderbare Hymne an die Platane.


Es ist die "Arie des Xerxes" von G.F. Händel. Hier der Link auf unseren damaligen Beitrag, vor etwa 2,5 Jahren. Der deutsche Text der weltbekannten Arie ist leider unerfüllt geblieben:

"...Nie soll mit grober Axt
ein schimpflicher Grobian
einen belaubten Zweig abhacken..."
 

Jetzt erhielten wir eine email aus ziemlich weiter Ferne. Man machte uns darauf aufmerksam, dass exakt diese wunderbare Arie -zumindest die Orchesterversion-  die weltweit allererste Radiosendung war, die 1906, also vor 113 Jahren, am Heiligen Abend gesendet wurde. Zu dem Zeitpunkt waren "unsere" Platanen teilweise bereits etwa 10 Jahre alt.

Unsere Platanenallee ist leider weg, aber diese wunderbare Musik wird alle überdauern, die für die Fällung verantwortlich waren.

Wir wünschen viel Freude an beiden Versionen!

Die allererste Radiosendung, Heiligabend 1906

Die wunderbare Arie, von Andreas Scholl gesungen